Über uns Dienstleistungen Agenda Medien Publikationen Kontakt  


Palaver, Gelaber, Talkshow.

31. Juli 2013 um 13:38

Warum sind unsere Talkshows am Schweizer Fernsehen so langweilig geworden? In erster Linie liegt es an den Moderatoren, welche die Teilnehmer ihrer Shows nach dem eigenen Sendekonzept unter Kontrolle halten wollen. Es stellen sich deshalb keine Überraschungen, Sensationen, “Unfälle“ ein, welche der Zuschauer eigentlich erwartet.

Der Held oder die Heldin der Show will der Moderator sein, der als Dompteur das Wort erteilt oder gleich gar nicht gibt. Wie bei TeleZüri zu seinen besten Zeiten, kommt es nicht mehr zu dramatischen Wortgefechten, welche die Zuschauer mitreissen oder zu Protesten veranlassen, sondern eher zu gestelzt wirkenden Auftritten.

Die gerade bei uns schlechte Angewohnheit des Schweizer Fernsehens, den „Club“ oder die „Arena“ erst aufzuzeichnen und dann zu senden, wirkt ebenfalls als Wirkungsbremse. Die Angst vor der ungebührlichen Attacke, was immer das sein mag, ist grösser als der Mut, in den reissenden Strom heftiger Diskussionen hineinzusteigen. Die Moderatoren sind einfach nicht stark genug, um dann noch lenkend zu wirken.

Starke Persönlichkeiten, die miteinander sprechen, die keine Angst haben, zum Kern des Themas vorzustossen, das ist es, was die Zuschauer wollen. Der gebremste Schaum, der heute geboten wird, vertreibt die Zuschauer vom Bildschirm.

Das gilt auch für den einstigen Talker-Star Dr. Roger Schawinski, dessen Talent zu einer Maschine verkommen ist, die ohnehin auf SRF 1 einen zu späten Sendetermin hat. Die Zeit des Talkmasters als Killer-Hai ist ohnehin vorbei. Es geht um den Gast und nicht um den Gastgeber.

KJS

 

2 Kommentare zu “Palaver, Gelaber, Talkshow.”

  1. Michael

    Ja, ist so. Einen Aspekt der „Langeweile“ möchte ich noch ergänzen: um spannende Sendung zu produzieren, braucht es auch seriöse wissenschaftliche Vorbereitung und Intellekt. Bestes Beispiel für mangelnde Vorbereitung war der letzte Club, bei dem u.a. selbst so tolle und dankbare Gäste wie Sie und Hr. Biver nicht die Sendung retten konnten. Ein paar Recherchen im Bereich Steuerstatistik und Verteilung hätte z.B. schon ein paar gute Fragen ergeben (der allergrösste Teil der Steuern kommt von Reichen und juristischen Personen).

  2. elektro roller

    Da muss ich Ihnen recht geben.
    Allerdings gibt es eine rühmliches Ausnahme.
    Im Gespräch mit Michel von Tell.

Einen Kommentar schreiben:

 
     
     
Home Kontakt Sitemap Weblog Home
Home | Über uns | Dienstleistungen | Agenda | Medien | Publikationen | Kontakt | Sitemap | Weblog