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Tagesarchiv für 5. Juli 2013

Falsches Spiel des „grossen Freundes“

Freitag, den 5. Juli 2013 um 10:22

Präsident Mursi muss man keine Träne nachweinen, denn er hatte die Chance, die Ägypter in einer höchst schwierigen Situation zu einen. Das Militär liess ihm ein Jahr freien Lauf, um ihn jetzt zu stürzen. Dennoch bleibt ein schaler Geschmack zurück: Er war vom Volk rechtmässig gewählt, das Militär, jährlich mit USD 1,3 Mia. aus Washington subventioniert, kippte ihn aus dem Sessel.

Ohne den „grossen Freund“ jenseits der Atlantik, der mit Sicherheit den Daumen nach unten gesenkt hatte, wäre dies nicht möglich gewesen.

Ohne den „grossen Freund“ jenseits der Atlantik hätte Boliviens Präsident Evo Morales nicht in Wien einen unfreiwilligen 13stündigen Zwischenstop machen müssen, weil die westlichen Regierungen vor der Macht am Potomac in die Knie gingen.

Ohne den „grossen Freund“ an der Wall Street hätten wir Schweizer noch unser Bankgeheimnis, aber die juristischen Drohnen der Amerikaner schossen Löcher in die Festung Schweiz, die nun von Angreifern aus den Nachbarstaaten und der EU in Brüssel erweitert werden. Oberhalb des wunderschönen Städtchens Leuk im Oberwallis stehen ein Dutzend Abhörantennen, die auf die Satelliten ausgerichtet sind. Im Thurgau arbeiten Datenspeicher-Fabriken, von deren Tätigkeit niemand etwas weiss.

Unser „grosser Freund“ hat ganz Europa, Wirtschaft wie Politik, und sicher auch die Schweiz, zusammen mit den Engländern abgehört. Zur Legitimation dient der „Krieg gegen den Terror“, der seit 2001 alles erlaubt, was in Rechtsstaaten verboten ist. Europas atlantische Allianz hat uns zu Sklerotikern werden lassen, die von ihren eigenen Eliten verkauft werden.

 
     
     
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