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Ernste und weniger ernsthafte Begriffe

17. Juni 2013 um 10:10

Griechenland darf nun als Schwellenland bezeichnet werden, ganz wie Kolumbien oder Nigeria auch. Was vor 50 Jahren noch das Mutterland des  2500jährigen europäischen Geistes war, ist in sich zusammen gesunken wie einst das alte Rom. Weitere Staaten werden folgen; der deutsche Steuerzahler wird nicht alle retten wollen.

Diesem ernsthaften Begriff „Schwellenland“ stehen viele unernste gegenüber, denen man täglich begegnet. Wer sie benutzt, sollte kritisch beobachtet werden. Einige Beispiele:

. Wird in den Medien jemand als „schillernd“ bezeichnet, beruht dies auf mangelndem Recherchewillen und ungenügender Ausdrucksfähigkeit des Verfassers.

. Gleiches gilt für den immer häufiger zu vernehmenden Begriff „cool“. Er macht sich an, das Wort „Kult“ abzulösen, dessen Vermassung den Untergang bedeutete.

. Weil sich jedermann heute als „nachhaltig“ zu benennen sucht oder danach zu handeln vorgibt, hat dessen Niedergang bereits eingesetzt. Weder Doris Leuthard noch „Angie“ Merkel haben echt „nachhaltige“ Rezepte.

Weniger populär ist der Begriff des „Langzeitgedächtnisses“, womit man aufgrund einer Datenbankrecherche bekannte Persönlichkeiten zu Fall bringen kann: Baron von und zu Guttenberg, Christian Wulff etc.

. In diesem Fall folgt häufig der Ausdruck „Es sei dahingestellt…“,womit der Verfasser definitiv wissen lässt, dass er dem Thema nicht gewachsen ist.

. „In der Regel“ fährt er dann gerne fort, weil der Sonderfall, den er zu beschreiben sucht, ihm zu komplex ist.

Meist sind solche Autoren auch noch „prominent“ und haben damit das Recht erworben, sich in ihrer Allerleiwelt „komplex“ zu definieren.

Vielleicht liegt es auch nur daran, dass wir wirklich zu viele Medien und zu wenige geeignete Autoren haben. In Griechenland hat man die Notbremse gezogen und alle staatlichen Radio- und TV-Stationen mangels finanzieller Mittel geschlossen. Uns Schweizer hat man zu Zwangszahlern gemacht, eine Sondersteuer, die niemand eine Steuer nennen möchte.

KJS

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