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Verwirrung als politisches Prinzip

6. Mai 2013 um 8:20

Wer nur als wirklich wahrnehmt, was er zu verstehen glaubt, wird oft falsch liegen.

Die USA, in Afghanistan im Kampf gegen die Al Kaida gescheitert, ist in Syrien zum Verbündeten der Kaida geworden. Sie unterstützen die sunnitischen saudischen und katarischen Herrscher, welche den weltweiten Kaida-Terror finanzieren, gegen den Alawiten Baschar-al-Assad. Über Hamid Karsai, den Herrscher Afghanistans, hat der CIA mit gefüllten Geldkoffern die aufständischen Regionalfürsten unterstützt, die manche der Al Kaida zurechnen, andere „nur“ afghanische Nationalisten nennen. Nur mit Mühe konnte in den letzten zehn Jahren die immer wieder geäusserte Vermutung bekämpft werden, die Al Kaida habe mit Wissen amerikanischer Geheimdienstkreise die beiden Türme des World Trade Centers in NYC zum Einsturz gebracht, dies als Vorspiel des folgenden Einmarsches der Amerikaner in den Irak. Immerhin war auch Osama bin Laden lange Zeit ein Mitarbeiter von US-Geheimdiensten, ehe er sich operativ verselbständigte, was auch für Saddam Hussein zutraf.

Wer meint, in der Europäischen Union (EU), deren Passivmitglied die Schweiz ist, seien die Dinge klarer, irrt ebenso. Seit nunmehr gut fünf Jahren taumeln die EU-Staaten in Varianten dem Bankrott entgegen, entgehen ihm wieder, erholen sich, um denn, wie derzeit Frankreich, erneut am Abgrund zu stehen. Was geschieht wirklich? Diese Krise ist ein gewaltiger politischer Gestaltungsprozess, der die zentralen Funktionen der EU-Behörden und Aufsichtsorgane zu Ungunsten nationaler Machtträger stärkt. Europa wächst in der Krise zusammen, nimmt Aussenseiter, wie die Schweiz, unter Druck und stärkt seine leistungsfähigen Konzerne im Kampf um Weltmarktanteile. Die Volksrechte werden von Beauftragten der EU mit Füssen getreten (Griechenland, Italien, Zypern etc.), der Mittelstand wird in die Armut getrieben.

Ob die Schweiz sich als „Insel der Seligen“ von diesen Prozessen lösen kann, ist fraglich. Immerhin haben die vereinten amerikanisch-europäischen Bemühungen den Finanzplatz Schweiz zerstört. Gegen 70 000 Schweizer Bankkunden wurden ihren nationalen Steuerbehörden ausgeliefert, was man wohl als eine der merkwürdigsten Marketingaktionen des Finanzplatzes bezeichnen kann.

Schon LaoTse formulierte im Tao-te-King: „Der Name, den Du aussprichst, ist nicht der Name.“ Daran hat sich bis heute nichts geändert.

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