Über uns Dienstleistungen Agenda Medien Publikationen Kontakt  


Prinzip Täuschung

6. Mai 2013 um 10:00

Abt Martin Werlen, der das Kloster Einsiedeln in zehnjähriger Arbeit saniert hat, verdanken wir den schönen Satz von der „Ent-täuschung“, die notwendig sei, um sich von einer Täuschung zu befreien. Das gilt auch für den derzeitigen Krieg um das Schweizerische Bankgeheimnis. Joachim Gauck, der deutsche Bundespräsident, hat Hunderttausende Schweizer Bankkunden mit dem Satz an den Pranger gestellt „Wer Steuern hinterzieht, verhält sich asozial.“ Gemeint war Ueli Hoeness, der beste Fussballmanager in Deutschland, der gerne tut, was Millionen anderer auch gerne tun: „An der Börse spielen – zocken.“ Ob Gauck ob seiner pfarrherrlichen Vergangenheit den Deutschen als Bundespräsident wirklich etwas bringt oder er nur das Schäumchen über dem bitteren Inhalt ist, werden wir in 2-3 Jahren wissen. Täuscht er? Wird er die Deutschen eines Tages „ent-täuschen“? Es braucht Zeit, derlei zu entdecken. Dr. Konrad Hummler, einen Bankier, den wir nicht vergessen sollten, sagte jedenfalls: „Steuerhinterziehung ist Notwehr“, womit er so unrecht nicht hatte, wenn man sieht, wie die Normalos unter den EU-Bürgern von ihren Regierungen enteignet werden.

Dies gilt auch für Margaret Thatcher, die in den Schweizer Medien, fast ohne Widerspruch, zu einer Art Halbgöttin der freien Marktwirtschaft stilisiert wurde. Dass sie eine besondere Frau war, die andere dank ihrer Entschlossenheit leicht in den Senkel stellen konnte, ist nicht zu bezweifeln. Wer sie jedoch nur lobte, sollte auch berücksichtigen, dass sie es als ihren eigentlichen Traum bezeichnete, jeden Briten via Privatisierung zu einem Eigentümer zu machen. Dies ging bei ihr schief wie in Deutschland mit der Privatisierung der Telecom, bei welcher die deutschen Jungaktionäre, verführt von einem populären Schauspieler, Hunderte von Millionen verloren. In meiner Sprache handelte es sich dabei um eine Public Affairs-Botschaft, die dazu diente, wohlhabenden Minderheiten Zugriff auf Staatseigentum zu verschaffen. Auch in Osteuropa versprach man dem breiten Volk nach 1988 Eigentum, das dann in den Tresors der Oligarchen landete.

Weder Abraham Lincoln noch Ronald Reagan erfanden die  auch Margaret Thatcher zugesprochene Formulierung „You cannot strengthen the weak by weakening the strong“, sondern es war der heute vergessene William Boetcker, ein Anti-Gewerkschaftskämpfer, der im Jahr 1916 das Pamphlet verfasste „The Ten Cannots“ (eine hübsche Erinnerung an das „Yes, we can“ des amtierenden US-Präsidenten Barack Hussein Obama resp. seines Ghostwriters).

Thatcher war es auch, die den „freedom fighter“ Augusto Pinochet bis zuletzt unterstützte. Dass er tausende von Chilenen umbrachte, misshandelte und ins Ausland trieb, spielte bei der „Eisernen Lady“ keine Rolle.

Sie war es auch, die sich nie vom südafrikanischen Apartheid-Regime distanzierte. „The right of individuals to run their own lives“, welches sie propagierte, galt  nur selektiv, aber auf keinen Fall für dunkelhäutige Südafrikaner. Wer Sektion 28 der englischen Gesetzgebung liest, erfährt, dass es zu ihrer Zeit Lehrern verboten war, Homosexualität auch nur zu erwähnen.

In ihrer ersten Phase war sie eher eine Karikatur des „British Empire“, das seinen Höhepunkt nach zwei Weltkriegen längst überschritten hatte. In ihrer zweiten Phase wurde sie zur aus Indien importierten Göttin Kali, die ihr eigenes Volk frass. Kein Wunder, dass sie dann von der eigenen Partei zum Rücktritt gezwungen wurde.

Sie ruinierte den Industriestandort England und Wales, weil sie ganz auf das Erdöl aus der Nordsee setzte, das heute bereits wieder versiegt. Dankbar dürfen ihr nach dem „Big Bang“in London nur die Bankiers und Finanzspezialisten sein, die seither ihr volles Potential entwickeln durften.

Dies alles haben die Schweizer Medien, von rechts nach links, kaum eine Zeile für wert befunden. Wie soll das Schweizer Volk, das teure Zeitungs-, Radio-und TV-Abonnements bezahlt, nur werten, wenn es immer nur eine Hälfte der Wahrheit erfährt?

2 Kommentare zu “Prinzip Täuschung”

  1. Harry R. Wilkens

    Zurzeit gibt es in Deutschland 2 eitle Blender: der bis über die Schmerzgrenze scheinheilige Joachim Gauck und die Quasselstrippe und BHL-Imitation Richard David Precht.
    Schon in meinem ersten Buch gab ich Tipps, wie man Blender leicht enttarnen kann…

    In meinem neuen Buch
    http://www.der-neue-morgen.de/?p=1609
    gehe ich dieser Aufklärung noch viel weiter und nenne Ross und Reiter.

    Zudem tweete ich mit meinen Twitter-Followers unter dem Hashtag #CroisonsLes entlarvende Porträts von PolitikerInnen, die mit ihrem Alter Ego verschmelzen, also sozusagen eine gentechnische Manipulation. Besonders beliebt sind die Porträts von ThatcherMerkel, SteinbrückMerkel, KretschmannMerkel…

    Gerade jetzt sind wir dabei, aufgrund des NSU-Hypes, eine Chimäre Otto Schily/Beate Zschäpe zu kreieren…

  2. Fliegender Holländer

    Und die Nordirische Katholiken? Kein Grosstat von Thatcher wert zu erwähnen?

Einen Kommentar schreiben:

 
     
     
Home Kontakt Sitemap Weblog Home
Home | Über uns | Dienstleistungen | Agenda | Medien | Publikationen | Kontakt | Sitemap | Weblog