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Vom ahnen bis zum sehnen

21. März 2012 um 15:25

Man sage nicht, Nationalhymnen seien überflüssig und nur geeignet ein Gelände zu bezeichnen, das sich ohnehin langsam in transnationalen Strukturen auflöst. Der Schweizer, von alpinen Risiken geprägt, „tritt bei Morgenröte im Strahlenmeer einher“, wohnt er nicht zufällig im Gebiet der Südanflüge des Flughafens Zürich, wo aus dem Strahlenmeer ein Meer des frühmorgendlichen Lärms geworden ist. Des vorsichtigen Schweizers Seele „ahnt“ daher Gott im hehren Vaterland, weiterer Beweise entbehrend.

Ganz anders die Juden. In ihrer Hatikwa, einer schwungvollen Melodie, ist von der jüdischen Seele die Rede, die sich „sehnt“. Sehnen ist bekanntlich ein Ausdruck aus der Romantik, die Vorstufe des Handelns. Wer beim „ahnen“ bleibt, wird selten etwas tun, wer sich „sehnt“ schon eher. Diese innere Unruhe ist es, die uns hie und da bestürzt.

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