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Tagesarchiv für 19. März 2012

Denkende Christen, was tun?

Montag, den 19. März 2012 um 14:20

Wo die römisch-katholische Kirche kaum einen Halt findet, wo Bischöfe wie Vitus Huonder in Chur, fest in Rom verankert, Pflöcke einschlagen wollen, dort haben die denkenden Gläubigen, von denen wir nicht wenige haben, selber damit begonnen, einen festen Standort zu finden. Hans Brunner-Kuster hat vor einem Jahr deshalb im Eigenverlag das Buch publiziert  „Könnte Jesus Christus heute katholisch sein?“ und findet die Lösung in der Auseinandersetzung des Verstandes mit dem Gewissen. Damit hat er in Stellvertretung formuliert, was auch viele andere fromme Christen umtreibt. Brunner wohnt an der Dorfstrasse 30 in Engelberg und garantiert fromme wie freudige Lektüre.

Angriffe auf Spitzenverdiener sind sinnlos

Montag, den 19. März 2012 um 12:50

Sogar Philipp Müller, Selfmade-Mann aus dem Aargau, der in Kürze als Nachfolger von Fulvio Pelli FDP-Präsident werden möchte, griff in einem seiner ersten Interviews Glencore, den grössten Schweizer Konzern, mit CEO Ivan Glasenberg an, weil dieser zu viel verdiene. Dies begünstige die Forderungen der Jungsozialisten in der Schweiz. Warum Sergio Ermotti als neuer CEO des UBS-Konzerns mehr verdienen muss als sein Vorgänger Oswald J. Grübel, versteht ohnehin niemand.Auch Joe Ackermann, im Unglück scheidender Vorstandssprecher der Deutsche Bank AG, nahm letztes Jahr noch 8 Mio. Euro Jahresalär mit. Martin Winterkorn, höchst erfolgreicher CEO des Volkswagen-Konzerns, ging mit Euro 17,4 Mio. nach Hause. Kollege Dieter Zetsche von Daimler erhielt genau die Hälfte davon, Euro 8,7 Mio.

In England, Deutschland und der Schweiz herrscht Aufruhr über die hohen Saläre weniger. Dies macht jedoch keinen Sinn. Diese Männer führen Weltkonzerne, das ist etwas ganz anderes als ein „grosses Unternehmen“, wie wir sie früher kannten. Es sind Giganten, welche jetzt die Weltmärkte unter sich aufteilen. Sie werden natürlich von allerlei ärmeren beneidet, als Abzocker bezeichnet, vor allem von Politikern, linken Professoren und Journalisten, die nur mit Nebenjobs auf ein erträgliches Einkommensniveau aufsteigen können.

Falsch ist dieser Sozialneid auch deshalb, weil nach Angaben des „Journal of Economic Literature“ in den Jahren 1949-2005 der Einkommensanteil des reichsten 1% der Bevölkerung nur in den USA 17,4% ausmacht, in der Schweiz seither auf 7,8% zurück gegangen ist, in Deutschland und Frankreich konnten die Allerreichsten ihre Einkommensanteil knapp halten. Neben den USA sind auch die Briten (14,2%), die Kanadier (13,6%) und die Singapurer (13,2%) bedeutend reicher geworden.

Wer dauerhaft reich ist, muss kein netter Mensch sein, aber zu schlagen ist er nur mit Intelligenz, Einsatz und einer Spur Glück. Die Ausweisung der vorzugsbesteuerten reichen Ausländer aus dem Kanton Zürich mag rechnerisch gesehen nicht vernünftig gewesen sein, aber der demokratischen Schweizer Seele hat es gut getan.

Die Optimierer-Klasse

Montag, den 19. März 2012 um 10:10

Schon Vater Berggruen machte mit Impressionisten grosse Geschäfte, liess sich dann als Berliner Heimkehrer feiern und verdiente daran noch mehr. Sohn Nicolas Berggruen, der über keinen festen Wohnsitz verfügen soll, hat deshalb sehr viel Geld geerbt und steckt es in Projekte rund um den Globus. Bei vielen ist offen, ob und wem sie nützen. Auf jeden Fall lebt Sohn Berggruen hinter der netten Fassade nach der gleichen Idee, die schon sein Vater hatte: Geld macht nur Sinn, wenn es sich vermehrt.

Von der Kavallerie für das Bergvolk

Montag, den 19. März 2012 um 9:00

Peer Steinbrücks Kavallerie, mit welcher er gegen die Schweiz vorrücken wollte, war das Ergebnis einer Provokation des damaligen Schweizer Bundesrats Hans-Rudolf Merz, der für Steinbrück zu sehr auf dem hohen Ross sass. Jetzt hat Johannes B. Kunz, Schweizer Diplomat mit Sitz bei der UNO, die deutsche Elite erneut herausgefordert. In seinem Buch „Der letzte Souverän und das Ende der Freiheit“ sieht er die Freiheit der Staaten gefährdet, weil sie sich transnationalen Organisationen, wie der EU, unterordnen würden. Das bei NZZ Libro publizierte Werk weckte das Misstrauen der „Frankfurter Allgemeine Zeitung“, die kommentieren liess: „Wollen wir Deutsche staatliches Selbstbewusstsein und daraus erwachsenden Selbstbehauptungswillen wirklich Bergvölkern wie den Schweizern überlassen.“ Mir läuft es kalt den Rücken hinunter. Bergvölker. Kavallerie? FAZ-Autor Christian Hillgruber muss die Orientierung verloren haben.

Gespenster, verschwunden

Montag, den 19. März 2012 um 7:40

Wie Osama bin Laden eines frühen Morgens entsorgt wurde, nachdem man während Jahren nur sehr undefinierte Botschaften von ihm erhielt, wer immer diese formuliert und verteilt hatte, verschwanden auch die Taliban, nachdem die Al Kaida schon lange ihren Geist aufgegeben hatte. Was blieb, waren Volksaufstände, Bürgerbewegungen, Abwehrkämpfe gegen die US-, UNO- und NATO-Truppen. Der Westen, den Imperialismus des 20. Jahrhunderts hinter sich lassend, verdampft auf der heissen Platte des Nahen und Mittleren Ostens. Siege sind nicht auszumachen.

 
     
     
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