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Tagesarchiv für 16. März 2012

Luzerner KKL kaum noch finanzierbar

Freitag, den 16. März 2012 um 16:45

Als die Luzerner nach den Sternen griffen und sich, geführt von Dr. Thomas Held, ein Kongress- und Musikzentrum der Luxusklasse leisteten, wurde über Folgekosten nur approximativ gesprochen. Jetzt zeigt sich, dass Millionen fehlen, sei es für den Betrieb des teuren Hauses oder dessen Sanierung.

Am KKL, das auch eine Schweizer Attraktion ist, verdienen vor allem die Wirte und Hoteliers. Bei einem Budget von Fr. 34 Mio. stellt sich bei fast 500 Beschäftigten des KKL, die sich 180 Vollzeitstellen teilen, die Frage, ob effizient gewirtschaftet wird. Ob die Innerschweizer Milliardäre Marc Rich oder Alfred E. Schindler wieder tief in die Tasche greifen, um den Luzerner Bürgern einen Gefallen zu tun, wird sich zeigen. Klug wäre es.

Das Schweizer Volk will nicht mehr

Freitag, den 16. März 2012 um 16:16

Dem Atomstopp ist nun ein Zweitwohnungs-Stopp gefolgt; das Schweizer Volk will nicht mehr. Die Globalisierung mit allen ungemütlichen Folgen, Kreditverteuerung für viele Firmen, ausländisches Personal als Konkurrenz des schweizerischen, teurer Binnenmarkt, der zu Einkaufstouren ins nahe Ausland zwingt, alles das macht grosse Teile des Schweizer Volks müde. Stehen wir vor einem nationalen Burnout oder handelt es sich nur um eine Denkpause? Auf jeden Fall sind viele Stimmbürger ob des Wandels müde und verwirrt, die Politiker sind es nicht minder. Chaos ist angesagt.

Typisch Berg: Der Staat soll helfen

„Wir wollen vom Staat Entschädigungen“ ruft Fadri Ramming aus, der designierte Geschäftsführer der Regierungskonferenz der Gebirgskantone. Tatsächlich ist dies stets der erste Gedanke der Bergler: Woher kommt das Geld? Dabei haben die Bewohner der Stadt Chur und starke Minderheiten in Davos für die erfolgreiche Weber’sche Initiative gestimmt. Ebenso in den grossen Städten des Tessins, wo die Einwohner gegen ihre eigene Immobilienbranche votierten. Das hindert Andreas Wieland, Präsident von Graubünden Ferien, nicht daran, das Verschwinden vieler Hotels an die Wand zu malen. Eine Region mit nur 20% Ferienwohnungen habe keine wirkliche Chance, sagt er. Merke: Vielleicht müsste man in den Bergen einmal aufwachen und sich schneller bewegen. Bisher waren die Bodenrente und die Finanzierungszuschüsse anderer Kantone bequeme Ruhekissen, sich nicht ändern zu müssen.

Der Kunde als Melkkuh oder „Muppet“

Freitag, den 16. März 2012 um 16:10

Goldman Sachs hat USD 600 Mio. dafür erhalten, die staatlichen Bilanzen Griechenlands in eine Verfassung zu bringen, die einen Beitritt zur EU rechtfertigten. Es war die „Arbeit Gottes“, wie Vorstandschef  Lloyd Blankfein die Tätigkeit seiner Mitarbeiter bezeichnete. Heute wissen wir, dass die daraus entstandenen Risiken vom EU-Steuerzahler getragen werden müssen. Als „Muppets“ sollen Goldman Sachs-Mitarbeiter ihre Kunden bezeichnet haben, Dummköpfe, mit denen man alles machen könne, vor allem die eigenen Risiken abladen, steht in der NYT.

Wo „der Kunde im Mittelpunkt steht“ kann davon ausgegangen werden, dass er auch als Melkkuh gilt. Er wird von allen Seiten angezapft. Die Kunst der Verkaufsberater ist es, dem Kunden das Gefühl zu geben, dieses Angebot sei nur auf ihn zugeschnitten, der Preis deshalb gerechtfertigt-

In Wirklichkeit werden, steigen die Preise nicht, die Packungen immer kleiner. Mein Haarschampoo hat schon lange nicht mehr die sehr kleine Öffnung, welche früher üblich war, sondern eine sehr breite, damit die Masse rascher als früher ausfliessen kann. Die Plastiktube der Hautcrème muss innen Widerstände haben, damit sie dem Nutzer als leer gilt, während bei richtiger Lagerung noch Tage später das teure Material abfliesst.

Wer Fische isst, wundert sich über die unsäglich kleinen Portionen, die zu einem Preis auf den Tisch kommen, wofür ich andernorts in Europa den ganzen Fisch erhalte. Ein Dezi französischer Wein kostet rund um Zürich meist soviel wie die ganze Flasche für den Wirt im Einkauf. Das sündhaft teure Paar Schuhe braucht sechs Monate, bevor das Leder Zeichen von Erbarmen zeigt und weicher wird.

„Geld geht immer aus schwachen in starke Hände“, sagte einst der berühmte Basler Bankier Alfred Sarasin. Wie recht er hatte.

Stehen Katholiken ausserhalb der Gesellschaft?

Freitag, den 16. März 2012 um 12:12

Der Churer Bischof Vitus Huonder hat mit seinem jüngsten Hirtenbrief bei den eigenen Pfarrern wie einem grossen Teil seiner „Schäflein“ eine schreckliche Niederlage erlitten. Der Brief wurde zumeist nicht verlesen und von den Gläubigen kaum zur Kenntnis genommen. Weshalb der Schriftsteller (Bücher unbekannt) und Bischofssprecher Giuseppe Gracia zur Feder greift und eine Römisch-Katholische Kirche verteidigt, die als Glaubensgemeinschaft das Recht hat, ausserhalb der Gesellschaft („mainstream“) zu stehen. Das ist nicht falsch gedacht, aber insofern fragwürdig, als die römische Kirche sich in den letzten 20 Jahren als sehr weltlich erwiesen hat: Finanzskandale zuhauf, Sexskandale rund um den Globus, Nachwuchsschwierigkeiten im Kirchenkader nicht nur in Europa. Eine Glaubensgemeinschaft der Reinen darf Forderungen an die Gläubigen stellen, nicht aber eine offensichtlich zerfallende Organisation, die mindestens in der Schweiz kaum glaubwürdige Kirchenführer und religiöse Intellektuelle vorzeigen kann.

Der Schweizerische Katholische Frauenbund und der Basler Bischof Felix Gmür („absurd“) haben sich von den Positionen des Bischofs in Chur distanziert.

Die Heiligen Krieger sind unter uns

Freitag, den 16. März 2012 um 11:30

Es ist erstaunlich, wie ein Grossteil der Schweizer Medien einen Heiligen Krieg gegen Syrien und den Iran befürworten. Diese „bösen Mächte“, zu welchen manche auch Viktor Orban, den Premierminister Ungarns zählen, müssten unter allen Umständen bekämpft werden.

Einen neuen Krieg im Nahen und Mittleren Osten können sich weder die USA, die pleite sind, noch die NATO, die von Staaten getragen wird, die auch pleite sind, in Wirklichkeit leisten. Kampfbereit ist nur die israelische Regierung, die sich ihre Waffen von den USA finanzieren lässt, womit die Schlange sich in den Schwanz beisst.

Was Viktor Orban angeht, der, als Rechtspolitiker überwältigend vom Volk gewählt, eine bankrotte Linksregierung abgelöst hat, er muss ein Land sanieren, das für Europa sehr wichtig ist. Die Ungarn haben nicht nur die Türken abgewehrt, sondern auch den Fall der Mauer im Jahr 1989 mit einer Politik beschleunigt, die unermesslich wertvoll war. Orban gehört seit über 20 Jahren zu jenen europäischen Politikern, die der aggressiven Linken nicht genehm, aber umso notwendiger sind.

 
     
     
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