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Tagesarchiv für 15. März 2012

Klaus-Michaels Schiff bricht Luxus-Rekord

Donnerstag, den 15. März 2012 um 16:30

Der Schwyzer Unternehmer Hamburger Abstammung Klaus-Michael Kühne, unternehmerischer Hauptaktionär der Hamburger Hapag-Lloyd, hat grünes Licht gegeben, mit der „Europa 2“ das luxuriöseste Kreuzfahrtschiff der Welt zum bauen. Wer mitfahren will, muss mindestens 600 Euro pro Tag und Teilnehmer bezahlen, Suiten mit Balkon obligatorisch. Kühne und Frau sind schon seit Jahren Fans der „Europa“. Als Hapag-Lloyd ins Schleudern kam, pumpte der Schweizer Logistikunternehmer hunderte von Millionen Franken in die Gesellschaft, um sie vor der Übernahme durch Ausländer zu retten.

Misstrauen als Prinzip

Donnerstag, den 15. März 2012 um 13:13

Ob der Schweizer Autor Christian Kracht, dessen Zürcher Lesung keineswegs als besondere Attraktion verstanden wurde, nun ein dem Imperialismus oder dem Faschismus zuneigender Schriftsteller ist, will ausser dem „Spiegel“ niemand recht beantworten. Es sind Diskussionen aus dem 20. Jahrhundert, die am Beispiel seines Südsee-Romans ausgefochten werden. Schwieriger ist die Kritik an Umberto Eco, einem der führenden europäischen Intellektuellen. „Sein frivoler Umgang mit Judenhass als Kriminalstoff ist beunruhigend“, lässt die „Basler Zeitung“ schreiben. In beiden Fällen sucht man erfahrenen Schriftstellern das freie Denken und schreiben zu untersagen, was eher peinlich ist.

Warum verlieren SVP und FDP?

Donnerstag, den 15. März 2012 um 12:10

Während die Politiker noch vor zehn Jahren in Generationen dachten, also man leicht 12-18 Jahre in den Räten dienen konnte, hat sich das Tempo der Ablösung in der Schweizer Gesellschaft nochmals verschärft. In einer Übergangsphase suchten die Parteileitungen dem Herr zu werden, indem sie „Quereinsteiger“ portierten, die an den gestandenen Sesselklebern vorbeiziehen konnten, aber dieser Notausgang führte nur zur Personalisierung und half der Parteistruktur wenig. Im Gegenteil, wer sich noch auf die Ochsentour verliess, war unzufrieden.

Jetzt ist das „System Blocher“ an sein Ende angelangt. Das ist immerhin noch mehr als die FDP zu bieten hat, die über kein System mehr verfügt, sondern nur noch Retter sucht, welche die schwierige Aufgabe übernehmen wollen, die Partei nochmals einige Zeit voran zu schleppen.

Toni Brunner, der viele Talente hat, aber aus dem Schatten des Parteistrategen Christoph Blocher nie heraus gekommen ist, hat es vor wenigen Tagen richtig gesagt: „SVP und FDP müssen wieder lernen, miteinander zu arbeiten.“ Ein Peter Spuhler könnte der neuen Schweizer bürgerlichen Partei Glaubwürdigkeit verleihen. Da er aber lieber Lokis baut und die erste Milliarde Franken bereits verdient hat, hält er Abstand. Nicht gegen Christoph Blocher muss dessen Nachfolger antreten, sondern für eine bürgerliche Schweiz, die dem ganzen Land Rechnung trägt.

Ob ein Pankraz Freitag aus dem Glarnerland für die FDP Schweiz dem gewachsen ist, muss sich zeigen. Schon heute sagt er „Die Banken haben uns Freisinnigen mehr geschadet als den Linken“, womit er Abstand zum Finanzplatz markiert. Als gelernter Mathematiker ist er mehr ein Rechner denn ein glühender Liberaler, von denen die Freisinnigen nur bis vor 20 Jahren einige hatte.

Im Wallis steigen die Preise

Donnerstag, den 15. März 2012 um 8:40

Waren es die „Bobos aus dem Heidiland“, wie Walliser Politiker behaupten, die Franz Webers Zweitwohnungs-Initiative zum Durchbruch verholfen haben? Sicher nicht alleine, denn in Sitten sitzt in der Privatschule Kurt Bösch der grüne Politiker und Tourismusprofessor Christophe Clivaz, der massiv für die Initiative kämpfte. Im Wallis verlor er, in der Üsserschwiz war er der Sieger.

Jetzt steigen die Bau- und Gründstückspreise an jenen Walliser Standorten, die noch weniger als 20% Zweitwohnungen haben. Die Bau- und Immobilienfirmen haben jene Gemeinden schon im Blick, die, wie südlich Rarons, noch über genügend Bauflächen und Bewilligungen verfügen. In Täsch, dem Parkplatz unterhalb von Zermatt, wurde die Initiative sogar angenommen; in Saas-Fee erhielt sie überdurchschnittlich viele Stimmen. Es waren vor allem die Gemeinden des Mittel- und Unterwallis, die an der Bauspekulationen am meisten verdienten, die sich gegen die Weber’sche Initiative stemmten.

Wie die Baulöwen im Mittel- und Unterwallis, in Bellwald und Verbier, mit dem Volkswillen umgehen, wird sich zeigen. Umwälzungen sind angesagt.

 
     
     
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