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Tagesarchiv für 6. März 2012

Ausländer übernehmen Schweizer Stationen

Dienstag, den 6. März 2012 um 16:10

Die seit gut 100 Jahren in der Schweiz aufgebauten Wintersportstationen fallen zunehmend in die Hand ausländischer Investoren. In Andermatt  hat die schwedische Gesellschaft Skistar sogar Nationalheld Franz Steinegger vor die Tür gestellt, um ihr Projekt zum Vorteil von Samih Sawiris vorantreiben zu können. Nicht anders westlich der Furka, wo im malerischen Saas Fee der amerikanische Investor Eddy Offermann, dem 40 Prozent der dortigen Bergbahnen gehören, die örtliche Elite aus dem VR werfen liess. Offermann gehört auch das renommierte Hotel Dom, das er renovieren liess.

Im Urnerland wie im Wallis fehlen Kapital wie Managementfähigkeiten. Dem Tempo der Ausländer können die Bergvölker nicht folgen. Dazu Beat Anthamatten, ein bekannter Walliser Hotelier aus Saas Fee: „Wir haben die Seele, die anderen das Geld.“

Toller Jahresstart

Dienstag, den 6. März 2012 um 12:55

Fulvio Pelli tritt, begleitet von einer süss-sauren Katzenmusik, demnächst als Präsident der FDP Schweiz zurück; die Banken setzen auf den Glarner Pankraz Freitag, einen Lehrer, als dessen Nachfolger. Der CS-Konzern, die zweitgrösste Auslandbank mit Hauptsitz in der Schweiz, lässt wissen, für alle Parteien habe sie an Sponsoring-Geldern eine Million Franken zur Verfügung. Mit einer Mitte-Links-Mehrheit in Bern ginge der grössere Betrag an bankenkritische Gruppen, weshalb die CS in ihrer Weisheit einen Schlüssel sucht, der auch Gemeinden und Kantone berücksichtigt, die eher bürgerlich sind.

UBS-Politberater Nationalrat Martin Landolt will als Nachfolger von Hans Grunder Präsident der BDP Schweiz werden. Wenn er künftig als UBS-Lobbyist die Haltungen der Parteien beurteilt, kann er als Parteipräsident mit der Technik des „parallel engineering“ dann gleich planen, was er tun muss, damit seine Berichte auch zutreffen.

Nach wikileakischer Manier wurde offen gelegt, dass im Wahlkampf 2007 alleine Christoph Blocher über Fr. 12 Mio. in die Nationalratswahlen investierte, etliches mehr als die beiden bürgerlichen Parteien SVP und FDP seit 20 Jahren mit Fr. 2-3 Mio. angeben. Dass er den Wahlkampf aus dem Bundeshaus leitete, überrascht niemand. Nie auf dieses Niveau gelangte Christophe Darbellay, ein ehemaliger Staatsbeamter, als CVP-Präsident, weshalb er seinen Rücktritt ankündigte. Als Staatsrat im Wallis würde er sich ausgezeichnet machen.

Während Bösewicht Wladimir Putin glanzvoller wiedergewählt wurde, als es der Westen erwartete, ist Super-Bösewicht Ahmedi Nejad vom noch konservativeren Konkurrenten Ali Chamenei an der Urne geschlagen worden, was im Westen niemand vorausgesehen hatte. Putin möchte eigentlich ein Freund des Westens sein und baut mit Schweizer Hilfe die Winterspiele in Sotschi auf. Ahmedi Nejad wollte mindestens keinen Krieg mit dem Westen, was bei Ali Larijani als potentiellem Nachfolger nicht ganz sicher ist.

Unser Schweizer Bösewicht, der Churer Bischof Vitus Huonder, will geschiedenen Katholiken künftig die Sakramente verweigern, was bei den Angehörigen der Staatskirche heftige Proteste auslöste. Nun, römisch-katholische Ehen sind unauflöslich, woran sich auch der reformierte neue deutsche Bundespräsident Joachim Gauck hält, der verheiratet ist, wohl aber seit zehn Jahren eine Geliebte hat. Bischof Vitus will die lauen Christen nicht mehr; in den Kirchenbänken sehe ich sonntags ohnehin nur Altertum.

Roger Köppel, um nicht in Vergessenheit zu gehen, liess in seiner „Weltwoche“ die welschen Schweizer als „Griechen der Schweiz“ beschreiben. Dies löste ein wenig Unruhe aus, aber nicht einmal zu einer ernsthaften Gegenwehr waren „Les Confrères Romands“ in der Lage. Dort ist die Arbeitslosigkeit hoch, die Zahl der Betreibungen nicht minder und die Flucht an die Suppentöpfe des Staates ausgeprägt.

Prof. Barbara Duden spricht Klartext

Dienstag, den 6. März 2012 um 10:00

„Der heutige Liberalismus schafft keine Freiheiten, sondern fördert die Kontrolle über den Menschen“, schreibt eine Frau, die es wissen muss. Prof. Dr. Barbara Duden, Soziologin an der Universität Hannover, hat das Buch „Die Gene im Kopf – den Fötus im Bauch“ publiziert, worin sie aufzeigt, wie das Individuum den Marktgesetzen unterworfen wird. Der Liberalismus fördere den kontrollierten Menschen, der Leistung erbringen soll. Die Mütter würden früh ausgerichtet, ihre Kinder dem Leistungsdruck zu unterwerfen.

Dies trifft sicher zu, denn Freiheit wird bei uns verstanden als Freiheit, sich innerhalb der Marktbedingungen zu entwickeln. Wer aussteigen will, muss Vermögen haben oder auf ein „Normalo“-Leben verzichten. Ohne Vermögen gibt es keine echte Freiheit, worin mir Ordensbrüder widersprechen werden, aber auch ein Benediktiner-Abt Martin Werlen in Einsiedeln und ein Jesuiten-Priester Niklaus Brantschen im Lassalle-Haus haben einen Orden hinter sich, der ihrem Leben Stabilität verleiht.

Glauben Muslime besser als Christen?

Dienstag, den 6. März 2012 um 9:20

In den traditionellen Teilen Afghanistans hat die Verbrennung einiger Exemplare des Koran durch US-Soldaten, die ihn als „unerwünschte Schrift“ bezeichneten, viele Tote zu Folge. Man darf sich daher die Frage stellen: Glauben Muslime besser als Christen es tun? Es gibt sicher Teile der christlichen Kirchen, die sich auch mehr Glaubensgewissheit, ja sogar Einsatz für den Glauben wünschen. Doch der Koran ist das Wort Gottes für die Gläubigen, während „in der Bibel das Wort Gottes steht“, so für die Christen.

Offensichtlich sind muslimische Minderheiten willens, für ihren Glauben einzutreten. Bei den „Normalo-Christen“ in meinem Umfeld bin ich nicht sicher, ob sie ein solches Engagement leisten würden. In Kano im Norden Nigerias rufen die islamischen Aufständischen „Wir siegen, weil Gott mit uns ist“. Dies klingt ganz nach frühem Christentum, nur meinen die Nigerianer mit Gott „Allah“.

Wo wohl unser Einsatz in religös-ethischen Fragen ist, zeigen die Ereignisse um die Ermordung von zehn Türken durch Neo-Nazis in Deutschland. Kaum waren die grossen Reden und TV-Übertragungen vorbei, wurde die Bitte des Vater eines der Opfer abgelehnt, die Strasse, wo der Mord geschah, nach seinem Sohn Halit zu benennen. Sie bleibt die Holländerstrasse, weil sie nach Holland weist. Wo kämen wir hin…..

 
     
     
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