Über uns Dienstleistungen Agenda Medien Publikationen Kontakt  

Weblog

Tagesarchiv für 5. März 2012

Bürger oder Steuerbürger?

Montag, den 5. März 2012 um 16:10

Ein neuer Begriff kommt auf: der Steuerbürger. Tatsächlich gibt es viele Bürger, die keine Steuerbürger sind. Sie leben in ihren Gemeinden, nehmen deren Vorteile in Kauf, beziehen auch Leistungen vom Kanton und Bund, zahlen aber keine Steuern Die Gemeinschaft lebt jedoch vom Steuerbürger, der Sicherheit, Aus- und Weiterbildung, Gesundheit und vieles mehr finanziert. Wir brauchen mehr Steuerbürger, andere Bürger hat es bereits zu viele.

Bricht der Kapitalismus zusammen?

Montag, den 5. März 2012 um 14:55

Keine Spur. Höchstens verkaufen die europäischen Altkapitalisten ihre Firmen(-teile) an amerikanische oder asiatische Neukapitalisten. Wie jetzt Millionen Menschen in der Welt für Schweizer Firmen arbeiten, werden künftig Millionen Europäer für Asiaten, Lateinamerikaner oder Nordamerikaner malochen. Damit geht für viele die Welt unter, nicht aber der Kapitalismus.

Elisabeth Kopps politisches Comeback

Montag, den 5. März 2012 um 13:05

Die Zumiker alt Politikerin Elisabeth Kopp benutzt einen Satz des Zolliker alt Schriftstellers Adolf Muschg, um an den Freiheiten der Schweiz zu zweifeln. „Frei bleibt nur, wer die Freiheit gebraucht“, zitiert sie Muschg und rät ihrer Nachfolgerin Eveline Widmer-Schlumpf, die Verhandlungsbasis mit dem Ausland zu verbreitern. Der in der NZZ publizierte Donnerschlag zur Verteidigung des Finanzplatzes verrät eine Freisinnige, die auch nach ihrem Rücktritt aus Amt und Würde nichts von ihrer geistigen Kraft verloren hat.

Run, Baby, run!

Montag, den 5. März 2012 um 12:45

Diese Titelzeile ist die korrekte Übersetzung dessen, was Gerold Bührer, Präsident der Economiesuisse, vom Industriestandort Schweiz und dessen Firmen verlangt. Im Original sagt er kluge Schaffhauser: „Innovation ist ein Wachstumstreiber.“ Weil die globalen und nationalen Finanzmärkte den Schweizer Franken teuer gemacht haben, müssen nun die Industrie-„Morlocks“ (H. G. Wells) schneller laufen. Besser hat es Ernesto Bertarelli gemacht, der die Pharmafirma („Nonnenpisse“) Serono seines italienischen Grossvaters für 11 Mia. Euro an die deutsche Merck-Gruppe verkaufte und seither in Freuden in Gstaad lebt. Serono schwächelt und entlässt Mitarbeiter. Ganz offensichtlich hat man dort Bührers „Run, Baby, run!“ nicht ernst genommen.

Ostschweiz im Abseits

Montag, den 5. März 2012 um 12:00

Mit der Absage des Bundes an ein neues Bahnverkehrsnetz, das die Ostschweiz ganzheitlich erfassen soll, ist eine Initiative der beiden St. Galler Ständeräte Karin Keller-Sutter und Paul Rechsteiner sofort auf den Prellbock aufgefahren. Der Verband Öffentlicher Verkehr zweifelt an der Nachfrage.

Damit werden die Ostschweizer Kantone weiter ins Abseits gedrängt. Chur soll an Zürich im Halbstunden-Takt angebunden werden, was die Bündner gegenüber den Wallisern, die nur im Stundentakt erreichbar sind, wieder in Vorteil bringt. Das Bündnerland wird immer mehr zum grossen leeren Raum der Schweiz, wo in der Unendlichkeit der immergrünen Wälder vereinzelt grosse Ferienorte auftauchen.

Die Isolation der stolzen Stadt St. Gallen ist zm grossen Teil selbstverschuldet. Die Universität hat bei weitem nicht jene Bedeutung, wie dies in Lausanne und Zürich für deren Regionen der Fall ist. Dass in St. Gallen der Hauptsitz der drittgrössten Schweizer Bank angesiedelt ist, der Raiffeisen-Gruppe, ist trotz Notenbank-Übernahme nur wenigen bekannt. Akris und Malik, Mode und Management, sind Geheimtips geblieben trotz Michelle Obama und BMW als Grosskunden.

Zwischen dem Thurgau, der dem Bodensee mit Konstanz und Zürich mit dem Flughafen zugewendet ist, und dem Kanton St. Gallen befindet sich eine unsichtbare Chinesische Mauer. Das erfolgreiche St. Galler Rheintal ist eine Welt für sich, aber ohne bekannte Repräsentanten.

Diese Konturlosigkeit der Ostschweiz fällt nur dann auf, nimmt man die Dynamik der Westschweiz, sogar die Basels und Berns, als Messlatte. Dort fahren die Züge ab, während sie im „Spuhler-Land“ nur gebaut werden.

 
     
     
Home Kontakt Sitemap Weblog Home
Home | Über uns | Dienstleistungen | Agenda | Medien | Publikationen | Kontakt | Sitemap | Weblog