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Tagesarchiv für 2. März 2012

Neue Sitten in der Kirche

Freitag, den 2. März 2012 um 15:15

Wenn Bischof Vitus Huonder in seinem Amtsbereich zwei Personalpfarreien mit dem alten Messritus einrichtet, kann ich daran nichts Schlimmes finden. Wenn diese Pfarreien, was offensichtlich der Fall ist, sich auch noch selbst finanzieren, ist das ein gutes Zeichen. Natürlich werden sich die Synodalen weniger darüber freuen, verlieren sie doch ein Stück Autorität.

Sollte dies im Jubiläumsjahr des 2. Vatikanischen Konzils die einzige Innovation bleiben, wäre dies natürlich traurig. Wie traurig, können wir in Österreich erleben, wo 300 Pfarrer sich zusammen getan haben, um gegen die reformunwilligen Strukturen ihrer Kirche eigene Reformen bekennend in Gang zu setzen. Vorerst sind dies Risse, denen Brüche folgen können. Am Ende steht ein Schisma, das rascher kommen kann als in den Bistümern erwünscht.

Kirchen im Tiefschlaf

Freitag, den 2. März 2012 um 15:00

Vorzugsweise würde der Vatikan das jetzt beginnende 50. Jubiläumsjahr des 2. Vatikanischen Konzils am liebsten vergessen. Die beiden letzten Päpste, der polnische wie der deutsche, lassen das Uhrwerk der römisch-katholischen Kirche rückwärts laufen; zwischen Sex- und Finanzskandalen bleibt wirklich keine Zeit, sich den Gläubigen zuzuwenden, es sei denn, diese knieten in den Bänken, um den Hieb des Herrn zu empfangen.

Es sind „bleierne Jahre“, in denen sich der belebende Heilige Geist, der Wind des Glaubens, nur nahe am Boden regt, wo die Gläubigen und aufmerksame wie talentierte Priester zu finden sind, die Gott und den Menschen als Gemeinschaft sehen. Das war auch die Botschaft des Konzils vor 50 Jahren.

So reist ein Kardinal Koch selig um die Welt, die Ökumene zu suchen, froh, dieser lokalen Wirren, die in der Schweiz „Röschenz“ genannt werden, entkommen zu sein. Wie kann aber ein Kardinal die Ökumene gestalten, wenn seine eigene Position schwach ist?

Die evangelisch-reformierte Zürcher Landeskirche gilt vielerorts als zu sozial, gar linkslastig. Geht man von einer rechtslastigen Position aus, mag dies gar nicht so falsch sein. Auf jeden Fall hat sie in ihrem Logo, das heute jeder braucht, um erkannt zu werden, auf den Begriff „evangelisch“ verzichtet, was nicht unbemerkt blieb. Ein Glaubenswechsel? Nein, es war der Grafiker, der Form vor Inhalt stellte. So ist das mit den Kirchen, die Inhalte gehen verloren, sie wechseln so still wie möglich. Der Zeitgeist will andere Glaubensbekenntnisse.

Ist Schielen gesund?

Freitag, den 2. März 2012 um 10:20

Während der Iran in Rolle sein Öl global verkaufen darf, unbehindert von allen kommenden Sanktionen, bringt die „Neue Luzerner Zeitung“, eine Schwesterzeitung der NZZ, einen diabolisch wirkendenden Ali Chamenei, den religiösen Führer des Irans, am 23. Februar auf S. 3 ins Bild, wie er vor einem Atom-Warnzeichen steht, die Linke drohend (oder grüssend) gegen den Betrachter ausgestreckt. Natürlich ist diese Bildmontage eine bewusste Manipulation, die aber nur dem aufmerksamen Leser der Bildlegende aufgedeckt wird. Wir dürfen uns nicht wundern, wenn sich überzeugte Moslem in der Schweiz über derlei aufregen. In Afghanistan werden ihre Bibeln von Amerikanern verbrannt, wir machen aus ihren geistlichen Führern Dämonen. Irgendwie hat dies alles mit Information wenig zu tun, wohl aber mit Manipulation. Es ist die psychologische Vorbereitung des Volkes auf einen Militärschlag. Und niemand regt sich darüber auf, weil das Schielen modern geworden ist.

Inder wissen es: Die Schweiz, ein Ort der Liebe

Freitag, den 2. März 2012 um 8:00

Dutzende von Tourismus- und Verkehrsdirektoren, hunderte ihrer Mitarbeiter und noch mehr Werbeagenturen, Bundesstellen und Hochschullehrer, suchen es: das magische Wort für die Schweiz.

Die Inder haben es längst gefunden: Die Schweiz, ein Ort der Liebe. Es mag daran liegen, dass wir Schweizer nicht als grosse Liebhaber gelten, es sei denn die Alphirten, Bergler und Skilehrer, wir tun uns schwer mit dieser Formulierung. Dabei hat auch Samih Sawiris in Andermatt es begriffen. In seinem im Bau befindlichen Hotel Chedi befindet sich in einem Musterzimmer eine grosse Wandverkleidung mit fülligen Frauen à la Rubens in voller Aktion.

Unsere biederen Kur- und Verkehrsdirektoren, auch Tourismus Schweiz, bringen es höchstens zu einem Bild der alternden Sofia Loren vor dem Aletschgletscher. Es fällt auch auf, dass wir das Wandern propagieren, während die gesuchten Asiaten überhaupt nicht gerne wandern. Maximal 15 Minuten. Wer wandert, das sind Schweizer, Deutsche, Holländer und Nordeuropäer, gelegentlich Padanier.

 
     
     
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