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Tagesarchiv für 29. Februar 2012

Abgänge bei Kühne & Nagel

Mittwoch, den 29. Februar 2012 um 16:20

Eines der grössten Schweizer Unternehmen, der in Schindellegi ansässige Kühne & Nagel-Konzern, verliert zwei wichtige oberste Führungskräfte an den kleineren Konkurrenten Panalpina. Derlei ist bei Kühne & Nagel selten wie bei Nestlé oder Roche. Im Unterschied zu Banken, wo man sich die Führungskräfte gleich im Schock abwirbt und persönliche Loyalität zum Arbeitgeber kaum noch eine Rolle spielt, haben Industrieunternehmen bisher noch stärkere Bindungskräfte entfaltet. Es wird sich zeigen, ob die jüngsten Vorgänge beim grössten Schweizer Logistiker eine Ausnahme bleiben.

Ethisch mit kleinen Tricks

Mittwoch, den 29. Februar 2012 um 16:00

Erinnern wir uns: Als die damals noch echt schweizerischen Grossbanken das Kleinkreditgeschäft aufbauen wollten, rümpften die klassischen Bankiers die Nase und gliederten es aus in Tochter- und Parallel-Gesellschaften. Trotz höchster Rentabilität wollte man dieses „Schmutzgeschäft“ nicht in den eigenen heiligen Hallen haben. Die Unlust war derart gross, dass man den grössten Teil des Schweizer Kleinkredit- und Leasinggeschäfts an die Amerikaner verkaufte, die seither mit dem exzellenten Schweizer Knowhow in Europa ein gutes Geschäft machten.

Gleiches Bild beim Migros-Konzern, wo Gottlieb Duttweiler, der das soziale Kapital vertrat, keinen Alkohol im Geschäft wollte. Das gilt bei Migros bis heute, aber neben dem Eingang der Migros-Filiale finden wir immer häufiger einen Denner-Shop, wo Alkohol jeglicher Art hektoliterweise verkauft wird. Denner gehört dem Migros-Konzern, aber die sündige Tochtergesellschaft erhält kein rotes „M“-Signet.

Natürlich sind unsere Wirtschaftsführer hoch ethisch veranlagt, aber Geschäft bleibt Geschäft.

Der Basler Theler aus dem Wallis

Mittwoch, den 29. Februar 2012 um 13:50

Die Theler kommen aus Ausserberg an der Lötschberg-Südrampe. Wie die Sage berichtet, stammt Wilhelm Tell von dem gleichen Stamm ab; sein Vater wanderte ins Urnerland aus, wo der Sohn sich dann gegen die Habsburger behauptete.

„Er hatte Dynamit gefressen“, sagt einer der besten Journalisten der Schweiz, Luzius Theler, auch aus Ausserberg, dessen Artikel wir in der NZZ (lth.) und im Walliser Bote mit Gewinn lesen können. Er meint damit nicht Wilhelm Tell, sondern Hans Theler, den langjährigen Generaldirektor, VR-Delegierten und Ehrenpräsidenten der Basler National Versicherung. Hans Theler und sein Sohn René haben den Baslern, von Picasso bis Tinguely, tausende von Kunstwerken erworben, die heute als „Basler Kunst“ weltweit gerühmt werden.

Hans Theler starb 94jährig im Mai 1998. Dem harten Walliser Grind haben die Basler viel zu verdanken, weshalb ein Besuch in Ausserberg, der Heimat der Theler, durchaus einmal angebracht wäre. Es gibt noch einen weiteren Grund, diese sehr schön über Visp gelegene Walliser Gemeinde zu besuchen. Dort verbrachte Jean Piaget immer seine langen Sommerferien, den Wind und die Sonne geniessend.

FDP mit Rennfahrer Müller vorn?

Mittwoch, den 29. Februar 2012 um 11:11

Der freisinnige Backlash kommt aus dem Mittelland. Dort hat als Nachfolger von Parteipräsident Fulvio Pelli der Aargauer FDP-Nationalrat Philipp Müller die Nase vorn. Der ehemalige Autorennfahrer und Bauunternehmer Müller hat einen flinken Verstand, ist bodenständig und rundum kompatibel. Seine Klasse zeigt sich an der Forderung, er wolle einen eigenen FDP-Vorstand bilden, womit der politisch wenig erfolgreiche Winterthurer Automobilhändler Markus Hutter und der als Chefwerber der FDP völlig verunglückte  Vincenzo Pedrazzini wohl aus dem Spiel sind. Wer den politischen Nachwuchs vertritt (Wasserfallen, Caviezel) wird sich zeigen. Der Zürcher Ruedi Noser bleibt im Spiel. Es ist gut möglich,  dass die FDP in Westschweiz und im Tessin völlig zusammenbricht, wo kaum talentierter Nachwuchs erkennbar iswt. Ob Ruedi Noser die „Bahnhofstrasse“ vertreten kann und will (mehr als ein Befehlsempfänger) muss sich zeigen. Philipp Müller hat eine grosse Aufgabe vor sich, den Freisinn nach 20jährigem Niedergang wieder auf eine Plattform zu bringen.

 
     
     
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