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Hilft gute Werbung dem Tourismus?

27. Februar 2012 um 12:00

Indien bewirbt mich intensiv, aber erst im Mai werde ich in Nordindien einige Tage verbringen, wenn ich, von Nepal kommend, wieder in die Schweiz zurück fliegen werde. Indien stinkt, ist arm, ist ganz einfach schrecklich. Natürlich kann man sich in Palästen und geschützten Bussen wie Flügen davon abschotten; aber das ehrlich? Natürlich kann ich mich in Kerala mit Ayurveda wieder in Form bringen lassen, aber weiss ich dann etwas von Indien?

Die Bündner Werbung mit den beiden Steinböcken ist wirklich ausgezeichnet, aber ändert dies an der Tatsache, dass das Bündnerland langsam ausblutet? Hätten die Bündner St. Moritz und Davos nicht, dazu einige kleinere Stationen, wäre das „graue Land“ leer. Hätten die Basler, Aargauer und Zürcher dort nicht viele Zweitwohnungen und –Häuser wäre es noch leerer.

Im Kanton Wallis haben die „Mattini“, die Burger von Zermatt, in den vergangenen zehn Jahren 300 Millionen Franken in die Bergbahnen investiert und konnten den Umsatz gerade halten. Auf der beliebten Bettmeralp bringen 4 500 Betten gerade einmal 17 Mio. Franken Umsatz, im bekannten Vercorin 5000 Betten gerade einmal Fr. 2,5 Mio. Dort müssen die Betten sehr kalt sein.

Unsere Bergler, die an Eigensinnigkeit nicht zu übertreffen sind, müssen einmal lernen, dass ein Kanton nur noch als Gesamtpaket verkauft werden kann. 58 Bergbahnen im Wallis sind schlicht zu viel, weil sie von den Einheimischen zu wenig genutzt und nicht als Einheit dem Touristen verkauft werden. Mit Arbeitsgruppen ist dies nicht zu machen, sondern es braucht Führung. Zwei Steinböcke können das Bündnerland nicht retten, das Wallis ist mehr als das Matterhorn. Die Schweiz ist ein Glücksfall, den zu beschreiben wir sehr rasch lernen müssen. Nicht nur der Schweizer Tourismus, die Schweiz muss sich neu erfinden.

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