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Tagesarchiv für 27. Februar 2012

Ellen Ringier, Frau im Nirgendwo

Montag, den 27. Februar 2012 um 16:22

Michael und Ellen Ringier haben die Eigenschaft, nurmehr selten Interviews zu geben oder Vorträge zu halten, weil sie damit stets tiefen Einblick geben in die erfolgreichste Verleger-Erben-Familie der Schweiz, die den Spitzenplatz im eigenen Land an die Familie Coninx-Supino-tamedia abgeben musste, um in Serbien, Asien und demnächst in Afrika verlegerisches Ansehen zu gewinnen. In Deutschland tut dies Altpublizist Frank A. Meyer mit Sitz in Berlin souverän durch die Gestaltung einer Minderheitenzeitschrift namens „Cicero“, deren Glücksfall es gewesen ist, einmal von der deutschen Polizei durchsucht worden zu sein, womit die emotionale Nähe zum „Spiegel“ hergestellt ist.

Verlegersgattin Ellen Ringier, von Rudolf Burger klug interviewt, outet sich nun im Berner „Bund“ als Frau im Nirgendwo.

Mit einem Vermögen unterhalb einer Milliarde Franken zu den „armen Reichen“ des Landes zählend, sei es stossend, wenn reiche Ausländer „mit einem horrenden Vermögen“ nur 50 000.– Franken Steuern bezahlen,“ was auch meinem Mann sauer aufstösst“. Gerne wäre sie „auf dem Promi-Ticket“, gefördert von den FDP-Frauen und Doris Fiala, heute FDP-Nationalrätin, anstelle von Filippo Leutenegger in den Nationalrat gelangt. Der Grund: „Leider rutschte die FDP zu nahe an die SVP, was für sie tödlich war.“ Nun wissen wir es, Ellen Ringier hätte als FDP-Nationalrätin die FDP vor diesem Tod bewahrt,

Geld für Familien gibt sie über eine Ringier-Familienstiftung, möchte aber nicht, dass man viel davon erfährt, „weil dann das Anspruchsbewusstsein sofort wächst“. Ja, die Ansprüche der Armen, wo die Reichen doch immer nur freiwillig geben wollen! Beklagend, dass die „Patrons“ früher mehr sozial verpflichtet gewesen seien als die heutigen Neureichen, nennt sie als unterste Wohlstandsklasse die Vermieter,“wo jeder die maximale Miete herauszuholen sucht“.

Genug der schlimmen Zitate, als Ringier steht man einfach immer irgendwo zwischen Geld und Gejammer.

Hilft gute Werbung dem Tourismus?

Montag, den 27. Februar 2012 um 12:00

Indien bewirbt mich intensiv, aber erst im Mai werde ich in Nordindien einige Tage verbringen, wenn ich, von Nepal kommend, wieder in die Schweiz zurück fliegen werde. Indien stinkt, ist arm, ist ganz einfach schrecklich. Natürlich kann man sich in Palästen und geschützten Bussen wie Flügen davon abschotten; aber das ehrlich? Natürlich kann ich mich in Kerala mit Ayurveda wieder in Form bringen lassen, aber weiss ich dann etwas von Indien?

Die Bündner Werbung mit den beiden Steinböcken ist wirklich ausgezeichnet, aber ändert dies an der Tatsache, dass das Bündnerland langsam ausblutet? Hätten die Bündner St. Moritz und Davos nicht, dazu einige kleinere Stationen, wäre das „graue Land“ leer. Hätten die Basler, Aargauer und Zürcher dort nicht viele Zweitwohnungen und –Häuser wäre es noch leerer.

Im Kanton Wallis haben die „Mattini“, die Burger von Zermatt, in den vergangenen zehn Jahren 300 Millionen Franken in die Bergbahnen investiert und konnten den Umsatz gerade halten. Auf der beliebten Bettmeralp bringen 4 500 Betten gerade einmal 17 Mio. Franken Umsatz, im bekannten Vercorin 5000 Betten gerade einmal Fr. 2,5 Mio. Dort müssen die Betten sehr kalt sein.

Unsere Bergler, die an Eigensinnigkeit nicht zu übertreffen sind, müssen einmal lernen, dass ein Kanton nur noch als Gesamtpaket verkauft werden kann. 58 Bergbahnen im Wallis sind schlicht zu viel, weil sie von den Einheimischen zu wenig genutzt und nicht als Einheit dem Touristen verkauft werden. Mit Arbeitsgruppen ist dies nicht zu machen, sondern es braucht Führung. Zwei Steinböcke können das Bündnerland nicht retten, das Wallis ist mehr als das Matterhorn. Die Schweiz ist ein Glücksfall, den zu beschreiben wir sehr rasch lernen müssen. Nicht nur der Schweizer Tourismus, die Schweiz muss sich neu erfinden.

Die US-Kunst der Kriegführung

Montag, den 27. Februar 2012 um 10:00

Kriege gewinnt man, indem man, für den Gegner überraschend, ihn dort angreift und schlägt, wo es weh tut. Die US-Administration sieht dies ganz anders: Sie will den Krieg in Afghanistan gewinnen, indem sie dem Gegner zwei Jahre zuvor mitteilt, wo sie wann welche Truppen abziehen möchte.

In Libyen wurde Muammar Ghadhafi entmachtet, indem die NATO-Staaten Frankreich und Grossbritannien die von der UNO gesetzten Grenzen des Einsatzes missachteten; es ging um Tod und Leben. Jetzt stellt sich heraus, dass die libyschen Rebellen munter weiter foltern und töten. Ob die UNO dies gewollt hat, ist fraglich.

UBS-Jubiläum: Abschied der Baby-Boomer

Montag, den 27. Februar 2012 um 9:37

Aus Anlass des 150jährigen Jubiläums des UBS-Konzerns, das in Anwesenheit von 500 Gästen gefeiert wurde, nahm an der Bankspitze auch die Babyboomer-Generation Abschied. Kaspar Villiger, Oswald Grübel, Marcel Ospel, Peter Kurer, Matthias Cabiavalletta, sie alle gehören einer Generation an, die nicht hart kämpfen musste, wie die ihrer Vorgänger, sondern auf einer Welle des Erfolgs ritten, wo Babyboomer Ospel, „die UBS zur grössten Bank der Welt machen wollte“. Das Projekt dieser Generation ist gescheitert.  Sergio Ermotti, neuer CEO des UBS-Konzerns, der mit Peter Brabeck-Letmathé (VRP Nestlé) im Wettbewerb um den schönsten Schweizer Spitzenmanager ganz an der Spitze liegt, vom Typ her eher ein Vermittler, stösst nun auf Axel Weber als VRP der Bank, dessen Zahlenfetischismus und Durchsetzungswille legendär sind. Ohne diesen harten Schädel wäre Weber heute EZB-Präsident. Demnächst wird er der jungen UBS-Generation zeigen zeigen, woher der Wind weht.

Wir haben keine Cleverles mehr

Montag, den 27. Februar 2012 um 9:00

Ernst Mühlemann, FDP-Nationalrat und Schatten-Aussenminister der Schweiz, war das letzte Cleverle, das wir hatten. Für mit diesem Ausdruck Unvertraute: Lothar Späth, einst legendärer MP in Stuttgart, war das Ober-Cleverle der Schwaben.

Jetzt haben wir Schweizer kein Cleverle mehr, sondern nur Juristen und andere mittelklassige Politiker, die mit den echten Cleverle, den Schwaben, einfach nicht fertig werden. Diese haben einen gewaltig harten Schädel, wenn es um die An- und Abflüge über dem Südschwarzwald geht. Unsere ob ihrer keltischen Abstammung stolzen Politiker machen keinen Stich gegen diesen Menschenschlag.

Um es noch bunter zu machen: Die Schweiz soll nun die neue S-Bahn mitfinanzieren, sagt Walter Schneider, Chef des Landkreises Lörrach. Er ist Badenser, noch schlimmer.

 
     
     
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