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Wohlstand unter Wasserdruck

24. Februar 2012 um 13:45

Es ist ein gutes Gefühl, in Zürich, der teuersten Stadt der Welt zu leben. Einmal im Halteverbot parkieren, um ein belegtes Brötchen zu kaufen, kostet Fr. 140.–, Haareschneiden und Tönen Fr. 100.–, Lunch für zwei Personen mit einer Flasche Wein, Wasser und Café unter Fr. 200.—praktisch unmöglich, Karten für das Opernhaus für Fr. 350.–, für Showveranstaltungen Fr. 250.—pro Nase. Die besten Business Hotels der Stadt, wo es Zimmer erst ab Fr. 400.—pro Nacht gibt, sind zusätzlich ausgelastet, weil US-amerikanische Ermittler in grosser Zahl einfliegen, um bei dem UBS-Konzern und anderen Banken nach Belegen zu suchen, wie der Libor manipuliert wurde. Diese Ermittler essen natürlich gerne gut und kaufen privat auch an der Bahnhofstrasse ein, was dem Umsatz der Uhrengeschäfte dient.

In einem sind wir provinziell geblieben: Noch kein Zürcher Verlag hat Polizisten oder andere Vertreter der öffentlichen Hand pro Kopf mit Fr. 100 000.—bestochen, wie dies bei News Corp. in London vorgekommen sein soll. Offensichtlich haben bei uns wichtige Informationen einen anderen Stellenwert. Es ist uns letztlich auch gleichgültig, was die Elite des Landes im privaten Umfeld umtreibt.

Zürich hat mit vier Fahrzeugen auch die meisten Wasserwerfer aller Schweizer Städte vorzuzeigen; schliesslich muss man das demonstrierende Volk auf Distanz halten. Wer in den Wasserwerfen sitzt, sie bedient, die Reizstoffe versprüht, weiss kein Mensch. Gastarbeiter wahrscheinlich, Deutsche, weil zuverlässiger, bald auch Mitarbeiter privater Sicherheitsfirmen, weil dies billiger ist. En Guete.

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