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Tagesarchiv für 17. Februar 2012

Bundesgericht: Fehlurteile, Bedenken gegen Auswahlsystem

Freitag, den 17. Februar 2012 um 13:30

In den USA herrschen nicht die Gesetze, sondern die Anwälte („not laws, but lawyers“), sagen Insider. Ist es bei uns anders? Wenn sich jetzt Bundesanwalt Hans Wiprächtiger nach 21 Jahren aus Lausanne verabschiedet, bestätigt er, dass Fehlurteile vorkommen und auch er heute Urteile anders als früher fällen würde. Bedenken gegen das von den Parteien gesteuerte Auswahlsystem der Richter hat auch er, kann aber kein besseres System anbieten. Selten denken Richter darüber nach, was dieses politische „laissez faire“ für die Verurteilten bedeutet.

Liechtensteiner Geheimnisse

Freitag, den 17. Februar 2012 um 13:13

Sicher haben die 16 000 Ureinwohner des Fürstentums Liechtenstein mit Klaus Tschütscher einen ebenso wortgewandten wie entscheidungsstarken Regierungschef; in Fragen der Kompatibilität seines Finanzplatzes mit der EU schlägt er die Schweiz um Längen.

Weil sein Vorgänger im Amt vor acht Jahren jeden Liechtensteiner zum Botschafter des Landes ernannte, dazu als Grundfarbe das Aubergine wählte und mit dem Kronen-Logo des Fürstenhauses verband, will Tschütscher nun eine neue Identität. Ich erinnere mich noch an Gerlinde Manz-Christ, die tüchtige Vorarlbergerin aus dem Wiener Aussenministerium, welche mit Unterstützung der Kommunikations-Studenten der Universität Lugano dies zustande brachte. Der Vorschlag mit dem Kronen-Logo („Ohne Fürstenhaus ist Liechtensteins nichts.“) kam von Hanspeter Danuser, St. Moritz, dem besten Schweizer Tourismusdirektor der letzten 30 Jahre, der dazu in einer hübschen Beiz in Mels – gratis – Stellung bezog.

Wer nach acht Jahren in einem derart traditionellen „Ländle“ schon wieder eine neue Identity, diesmal von deutschen Agenturen, entwerfen lässt, ist mutig. Wahrscheinlich ist die Fürstenfamilie in Vaduz doch das einzig Dauerhafte zwischen Rhein und Malbun.

Kleine Tragödie

Freitag, den 17. Februar 2012 um 10:10

Roger de Weck, dem er zugesteht, eine „intellektuelle Galionsfigur“ zu sein, kann er nicht das Wasser reichen. Matthias Ackeret hat Matthias Hagemann interviewt, den letzten Erben einer einst grossen Basler Familie. Jetzt bleibt ihm etwas Geld und ein Lokalradio, Radio Basilisk. Hagemann „ging immer mit Freude zur Arbeit“, aber agierte unglücklich, weshalb die Banken ihm wegen Überschuldung den Hahn zudrehten. Er musste an Tito Tettamanti verkaufen, der heute dem Hauptkreditgeber der „Basler Zeitung“, Dr. Christoph Blocher, als Vorhang dient.

Hagemann, Basler, sieht seinen Stadtkanton „vom Rest der Schweiz seit 1501 als bloss geduldet“. Diese Art von Geistesverwirrung hat wohl zum Niedergang des einstigen Verlegers beigetragen. Im Unterschied zu Ulrich Ochsenbein, dem Berner, und Alfred Escher, dem Zürcher, hat er das Nationale nie verstanden.

Kleines und grosses Chaos

Freitag, den 17. Februar 2012 um 9:16

Was Ueli Maurer, VBS-Chef, mit dem Gripen anrichtet, ist unverständlich. Die von ihm anvisierte Maschine ist langsamer als alle anderen, noch schlimmer, es gibt sie noch gar nicht, noch schlimmer, sie ist teurer als alle anderen, noch schlimmer, unsere Piloten durften sie nicht einmal Probe fliegen. Walter Wittman, Prof. emerit. in Bad Ragaz, sieht uns ohnehin in einer Superblase sitzen, die unsere Vermögen bald vernichten wird. Wozu brauchen wir noch taugliche Flieger? Dieser SVP-Bundesrat ist problematisch.

 
     
     
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