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Tagesarchiv für 16. Februar 2012

Wie gut war Roger de Weck wirklich?

Donnerstag, den 16. Februar 2012 um 16:13

Der Chefredaktor der deutschen Wochenzeitung „Die Zeit“, Giovanni di Lorenzo, sagte soeben anlässlich der Verleihung der Jakob-Fugger-Medaille an ihn: „Noch vor zehn Jahren hat man der ZEIT gerne das Totenglöckchen geläutet.“ Seither habe man bei der ZEIT „an vielen Stellschrauben gedreht“. Stopp, nachrechnen.

Von 1997 b is 2001 war Roger de Weck, heute Generaldirektor der SRG, Chefredaktor der ZEIT. Als er in Hamburg ausschied, rief man ihm nach „er hat einiges verändert.“ Offensichtlich war dies kollegiale Höflichkeit, wie man sie in liberalen Kreisen pflegt. Heute spricht sein erfolgreicher Nachfolger von „Totenglöckchen“, die vor seinem Amtsantritt geläutet hätten. Offensicht ist die Schonfrist für Roger de Weck in Hamburg vorbei.

NZZ gegen St. Galler Tagblatt?

Donnerstag, den 16. Februar 2012 um 15:15

Mindestens innerhalb der NZZ-Gruppe kann man nicht von Konzernjournalismus sprechen. In der heutigen Ausgabe des renommierten Weltblattes heisst es prominent auf S. 3: „Vielversprechender Neustart in Libyen. Ein Jahr nach Beginn des Aufstands zeichnet sich eine vielfältige Parteienlandschaft ab.“ Astrid Frefel, eine bekannte Starjournalistin, berichtet dies aus Tripolis. In der Konzern-Schwesterzeitung „St. Galler Tagblatt“ berichtet Markus Symank aus Kairo auf S. 7: „Das revolutionäre Libyen steht vor dem Zerfall.“ Dem Übergangsrat entgleite die Kontrolle über immer grössere Teile des Landes.

Da ich beide Jahresabonnements bezahle, werde ich vergleichen können, welcher Weisheit mehr Glauben zu schenken ist. Merke: Wer täglich nicht mindestens 4-8 Schweizer Zeitungen liest, dazu einige ausländische, hat im besten Fall Meinungen, aber wenig echtes Wissen.

Sicherheit adieu!

Donnerstag, den 16. Februar 2012 um 14:00

Weil in einer us-amerikanischen Stadt ein Polizist das Budget im Schnitt mit USD 250 000.—p. a.belastet, werden dort vorzugsweise private Sicherheitskräfte eingesetzt, die pro Exemplar nur USD 50 000.—p.a. kosten. Die Hälfte davon ist für die vermittelnde Firma, weshalb man sich in den USA, einschl. der privaten Gefängnisse, bereits zwei Millionen Billig-Polizisten und –Wachleute leistet. In der Folge, das wurde bereits gezählt, reagieren acht Prozent der Distrikte nicht mehr auf alle Autodiebstähle, neun Prozent nicht mehr auf Einbrüche auf 14% nicht mehr auf alle Unfälle ohne Verletzte. Würden Sie für USD 25 000.—p.a. Ihre Haut zu Markte tragen?

Enge Verhältnisse

Donnerstag, den 16. Februar 2012 um 11:00

Von Beginn an gab ich Philipp Rösler als Vorsitzendem der deutschen FDP keine Chance: Er war zu jung, sprach zu schnell und sein asiatisches Aussehen machte ihn bei den Nationalliberalen nicht beliebter. Das liberale Volk sehnt sich nach einem Brüderle, der schwäbische Schlauheit ausstrahlt, aber nicht nach einem deutsch-vietnamesischen Schnelldenker.

In St. Gallen nannte das liberale „St. Galler Tagblatt“ noch am 9. Februar in einer Titelzeile eine junge Frau aus der Innerschweiz eine „Exotin“, weil sie sich in der Ostschweiz für einen Auftritt bewarb. Dem entspricht das Innerschweizer Denken, wonach hinter St. Gallen der Balkan beginne. Beide Regionen liegen gerade einmal gut 100 km voneinander entfernt.

Dabei hat St. Gallen eine Universität, die mindestens europäische Ausstrahlung für sich in Anspruch nimmt, mit der Raiffeisen Gruppe die drittgrösste Schweizer Bank, mit Akris und Malik weltweit tätige Unternehmen von anerkannt hoher Kompetenz. In Zug und Baar wird demnächt der grösste Schweizer Konzern Glencore/Xstrata angesiedelt sein.

Es ist nur das Volk (und einige Journalisten), welches nicht mehr zu folgen vermag.

Die unnatürlichen Deutschschweizer

Donnerstag, den 16. Februar 2012 um 10:20

„Wer sich in der Schweiz nicht an die übliche Gebrauchsnorm hält und ein stark an die deutschländische Norm angenähertes Hochdeutsch spricht, riskiert, als fremd oder unnatürlich wahrgenommen zu werden“, schreiben Hans Bickel und Christoph Landolt, Redaktoren am Schweizerdeutschen Wörterbuch. Weil ich dieses Risiko schon seit gut vierzig Jahren mit mir trage, kann ich nur zustimmen, aber das Schweizer Volk, womit sicher das Deutschschweizer Volk gemeint ist (Achtung, Welsche können derlei als alemannischen Imperialismus interpretieren), ist gnädiger als die beiden Redaktoren. Sie geben auch zu „Das Schweizerhochdeutsche ist nicht eine eigene Sprache, sondern eine nationale Varietät der deutschen Standardsprache.“ Damit sind alle Vermutungen, wie seit Jahrzehnten zu hören, das Schweizerdeutsche könne sich vom Hochdeutschen lösen, wie das holländische seit langem, nicht mehr angebracht.

Eventismus bringt Banken Eigengoal

Donnerstag, den 16. Februar 2012 um 9:20

Weil die Banken wieder den Zugang zum Publikum suchen, haben sie der Schweizerischen Bankiervereinigung grünes Licht für eine Aktion „Danke“ gegeben, wo jedermann in einem „Dankomat“ irgend jemand, vorzugsweise aber Banken, Danke sagen darf. Derlei ist Unfug, denn in den letzten fünf Jahren hat wohl kaum ein Bankkunde ernsthaft bei seiner Bank Geld verdient; Tausende haben viel Geld verloren.

Es ist der Eventismus in Werbung und Management, der solche Entgleisungen zustande bringt. Wer über Banken nachdenkt, erkennt den Fehler in solchen Aktionen sofort.

Grüne Politik ist eine Täuschung

Donnerstag, den 16. Februar 2012 um 9:05

Während ich dies schreibe, blicke ich hinaus in den Garten, dessen dunkles Wintergrün von einer weissen Schneedecke überzogen ist. Glaube ich GLP-Nationalrat Thomas Maier, muss ich sofort damit beginnen, Velo zu fahren, damit ich in diesem Jahr einen oder zwei Mittelstreckenflüge absolvieren darf und alle 2-3 Jahre einen Langstreckenflug. Das klappt nie, also warum soll ich dann Velo fahren? FDP-Präsident Beat Walti gesteht mir nur Ferien zu, wenn ich mich dann auch erhole, damit ich anschliessend „wieder Leistung erbringen kann“. Die nächsten Ferien in China und Indien werden sicher keine Erholung, liess Peter Achten wissen, der uns nach Tibet begleiten wird. Muss ich nun zuhause bleiben? Oder täglich doch mit dem Velo einmal um die Zürisee fahren? Grüne Politik ist eine Täuschung, eine sehr artifizielle Karriere-Konstruktion für Politiker, deren Leistungsnachweis im besten Fall umstritten ist.

 
     
     
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