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Tagesarchiv für 9. Februar 2012

Die doppelte FDP-Krise

Donnerstag, den 9. Februar 2012 um 17:00

Natürlich hatte Philipp Rösler als Chef der deutschen FDP so wenig eine Chance wie Fulvio Pelli in der schweizerischen. Ein Deutscher  vietnamesischer Herkunft kann die deutschen Freisinnigen so wenig leiten wie ein Schweizer Tessiner Herkunft. Deshalb sehnen sich die deutschen FDP’ler nach einem Rainer Brüderle wie die Schweizer nach einem Philipp Müller. Die deutsche FDP ist am Boden, wie es die Schweizer FDP ebenfalls ist. Ein Comeback ist bei beiden nicht erkennbar.

„Dirty Harry“ kämpft für Sergio Marchionne

Donnerstag, den 9. Februar 2012 um 16:06

Wie Clint Eastwood aus dem Tunnel tritt und im Auftrag von Chrysler die Amerikaner anknurrt: „..die Welt wird das Geheul unserer Motoren hören.“ gefällt nicht allen, wohl aber Fiat-Chef Sergio Marchionne, dessen Chrysler-Division deutlich besser läuft als das Stammhaus Fiat in Turin. Im US-Wahlkampf brauchen Mitt Romney und seine Republikaner eine schlechte Stimmung im Land, um Barack Obama und dessen Demokraten aushebeln zu können. Wenn Clint Eastwood nun für den Chrysler-Standort Chicago wirbt, ist dies exzellente Werbung, weil sie auf der Ebene der Public Affairs Wirkung entfaltet. Wer die Wahlen gewinnt, dürfte „Dirty Sergio“ gleichgültig sein, er ist Italio-Kanadier.

TeleZüri-Gilli talkt jetzt in Bern

Donnerstag, den 9. Februar 2012 um 15:55

Nicht genug, dass „Bund“ und „Berner Zeitung“ deutlich erkennbar unter Zürcher tamedia-Leitung stehen, jetzt werden die Berner via TeleBärn ab 1. Juli auch vom besten Talker der Schweiz, Markus Gilli von TeleZüri, betalkt. Die Berner können einfach nicht rasch und präzise genug sprechen, sodass die Zürcher Talker-Elite nun von der Limmat an die Aare kommt, um das Tempo zu beschleunigen. Die Berner werden dann vielleicht auch mehr Spass an TeleBärn haben, das nie richtig aus den Startlöchern gekommen ist.

Neue Berner Geschichten

Donnerstag, den 9. Februar 2012 um 12:00

Weil die Berner als langsamer gelten als die meisten anderen Schweizer, worauf die echten Berner auch noch stolz sind, haben sie eine Universität, die um ihren Weltruf kämpft, weil sie normalerweise auf den hinteren Rängen liegt. Dort lehrt, gut bernisch, der Arbeitsphysiologe Norbert Semmer, der sagt: „Wenn man mehr Ferien hat, kann man einen dichten Alltag besser ertragen.“ Studien hat er dazu natürlich keine gemacht, denn Erholung und Motivation seien „individuelle“ Faktoren. Nur aus den USA wisse er, dass es dort Menschen gebe, die „mit null Ferien“ negative Folgen für die Gesundheit verzeichnen würden. Merke: Ich habe in Bern noch nie jemand getroffen, der einen „dichten Alltag“ hat. „Dicht“ wird es dort nur, wenn die Hausaufgaben nicht gemacht wurden.

Paul Nizons Absturz

Donnerstag, den 9. Februar 2012 um 9:00

Der Selbstbemitleidung eines 80jährigen, des in Paris lebenden Schweizer Schriftstellers Paul Nizon, widmete ich eine halbe Stunde. Sein Tagebuch „Urkundenfälschung“ ist das Notat eines in fremden Land ausgebrannten Zeitzeugen, der, wie ein Boxer in der 11. Runde, nur noch schlägt, weil er nicht umfallen will. Die Schweizer Literatur ist in einem jämmerlichen Zustand. E.Y.Meyer hat seinen Roman „Wandlung“ angekündigt, der im Herbst bei Stämpfli in Bern publiziert werden soll.

Matterhorn und Notenstein

Donnerstag, den 9. Februar 2012 um 7:00

Sicher eine der aufregendsten Bankgründungen der letzten 20 Jahre ist die St. Galler Privatbank Notenstein, bis vor wenigen Tagen bekannt als Wegelin & Co. Ein bankinternes Team hat ohne Unterstützung einer offiziellen Werbeagentur eine Kampagne aus dem Boden gestampft, die sich sehen lassen kann. Notenstein, am weissen Hund erkennbar, der in den Schweizer Bergen als Bergamasker-Schutzhund  gegen Wölfe einen guten Namen hat, lieh sich als Erkennungszeichen auch einen Berg aus, der entfernt an das Matterhorn erinnert. Wer genau hinblickt, kann im Berg einen kauernden Pavian erkennen, dessen Angriffslust Afrikareisenden bekannt ist. Noch ist der Finanzplatz nicht verloren.

 
     
     
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