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Tagesarchiv für 6. Februar 2012

Berner Geschichten

Montag, den 6. Februar 2012 um 12:35

Die Angestellten der Stadt Bern und die Mitglieder der Stadtregierung sollen höhere Löhne erhalten, was sich wie folgt rechnet: Wenn der Mindestlohn von Fr. 46 437.—auf Fr. 47 500 ansteigt, erhöht sich das Salär des roten Stadtpräsidenten Alexander Tschäppat von Fr. 225 000.—auf Fr. 255 000.–; auch die übrigen Mitglieder der Stadtregierung erhalten gut Fr. 20 000.—p.a. Der Höchstlohn in der Verwaltung steigt um Fr. 12 000.—p.a.

Damit macht der Berner Staat, der rot-grün geführt wird, genau das, was seine Politiker den Banken und Konzernen vorwirft: Die Salärschere geht immer weiter auseinander. Edel-Rote und Edel-Grüne machen das unter sich aus. Die reichen Kantone zahlen ohnehin an den armengenössigen Berner Stand.

Jean-Claude Biver fragen

Montag, den 6. Februar 2012 um 12:01

Millionen Franken werden von Bund und Kantonen, aber auch den grossen Schweizer Städten, für Tourismus- und Marketingstudien zum Fenster hinaus geworfen. Ich habe Dutzende dieser Studien gelesen; sie sind zu 95% Schrott. Besser wäre es, einen der genialsten Schweizer Uhrenunternehmer zu fragen: Jean-Claude Biver (Blancpain, Omega, Hublot), der sagt: „Länder träumen von Swissness und wollen wie die Schweiz werden.“ Das ist der Kern allen Schweiz-Marketings im Ausland. Wir müssen es nur perfekt und mutig umsetzen.

„Joe“ Ackermann klemmt „Hunger“-Antwort ab

Montag, den 6. Februar 2012 um 8:00

Wer künftig wissen will, ob die Deutsche Bank „Mitschuld daran trägt, dass die Menschen in den ärmsten Ländern Hunger leiden und am Hunger sterben“ kann sich auf „Joe“ Ackermann berufen.  Er hatte Thilo Bode, dem Geschäftsführer von Food Watch, zugesagt, bis Ende 2011 darauf eine Antwort zu geben. Jetzt liess er Bode wissen, man stehe erst „am Anfang der von mir zugesagten Überprüfung unseres Geschäfts mit Agrar-Rohstoffen“ und kündigte an, man wird „in den kommenden Monaten eine umfassende Studie zum Thema erarbeiten“.

Auf gut deutsch heisst dies, man sucht bei der Deutsche Bank AG in Frankfurt jetzt Argumente, um die Bode’sche Behauptung zu widerlegen. In einem Satz „Wir tragen keine Schuld am Hunger der Menschen“ lässt sich dies nicht sagen.

Lasst uns die US-Lobby in der Schweiz nicht unterschätzen

Montag, den 6. Februar 2012 um 7:50

Selbstverständlich haben die USA in der Schweiz eine starke Lobby. Früher waren es die „soft power“ der USA, weshalb wir uns zu deren Schwesternation erklärten und stolz darauf waren, wie Schweizer in den USA Brücken bauten, im Militär und der Finanzwirtschaft eine bedeutende Rolle spielten und eine Zürcher Regierungsrätin aus Hausmädchen bei den Kennedys diente. Die Liebe zu den USA ging bei konservativen Zürcher Goldküstenbewohnern, die ohnehin New York mehr liebten als Berlin und Rom, so weit, dass sie zu Zeiten des Kampfes gegen den EWR-Beitritt der Schweiz den Anschluss der Schweiz als US-Bundesstaat forderten.

Heute zertrümmern die US-Behörden, wie sogar die liberal-konservative „Neue Zürcher Zeitung“ zugibt, den Finanzplatz Schweiz, der zum Wohlstand des Landes viel beigetragen hat (aber schon seit Jahren immer weniger).

Martin Naville, ein „gmögiger“ Schweizer, Direktor der Swiss-American Chamber of Commerce in Zürich, steht einer der mächtigsten Lobby-Organisationen der USA in der Schweiz vor. Er erinnert uns deshalb daran, dass die USA mit der Schweiz in Fragen des Finanzplatzes „geduldig“ gewesen seien. Beratungsfirmen wie McKinsey, Boston Consulting, Bain, aber auch drei der vier grossen Treuhandfirmen, sind wesentlich an US-Interessen ausgerichtet. Die grossen Zürcher Anwaltskanzleien sind fest an die grossen US-Konzerne angebunden und werden sich hüten, die Interessen der Schweizer KMU-Wirtschaft zu hoch anzusiedeln.

Die Schweiz kann ihre Selbständigkeit nur bewahren, wenn sie ein fragiles Gleichgewichtsverhältnis zwischen den grossen Wirtschaftsnationen aufrecht erhält. Derzeit sieht es nicht so aus, als würde dies gelingen.

 
     
     
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