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Monatsarchiv für Januar 2012

Die Loyalitäten zerbrechen – nackter Wettbewerb

Freitag, den 27. Januar 2012 um 11:30

Die Schweizer Grossbanken liefern ihre Kunden ans Messer, ein unglaublicher Vorgang! Die Grossbanken kämpfen untereinander bis aufs Messer, Raiffeisen, Postfinance, die Kantonal- und die echten Privatbanken nehmen an Kunden von den schwankenden Grossbanken, was immer sie nehmen können. Es gibt keine Finanzplatz-Strategie mehr; Bankenpräsident Patrick Odier will zurück an die sicheren Ufer der Vergangenheit.

Die Ringier-Medien haben gegen die „Weltwoche“ blank gezogen. Roger Schawinski streitet sich im Schweizer Fernsehen mit „Freund“ Roger Köppel, dass nur noch das Blut fehlt. Der dritte Roger, de Weck, ist ins Schweigen verfallen, denn die Hörerzahlen des Staatssenders SRG rutschen nach unten.

Wir sind eingezogen in das Zeitalter des nackten Wettbewerbs, ganz wie Alarichs Germanen, als sie nackend in Italien einmarschierten, denn ohne Körperschutz mussten sie siegen oder untergehen.

Fragwürdige Welt-und Klimaretter

Freitag, den 27. Januar 2012 um 10:17

Heute früh, zur Schlafenszeit, wo die Kinder sich für die Schule erholen sollten, donnerte der Helikopter über unsere Dächer. Sicher war es ein prominenter Welt- und Klimaretter auf dem Weg nach Davos, der uns dann über die Medien wissen liess a) wie wir Strom sparen müssten, um keinen Energiekollaps zu erzeugen, b) wie wir als Steuerzahler die 2. Säule unserer Beamten und SBB-Angestellten zu retten hätten, um den Staat stabil zu halten, c) wie wir Geld für den IWF bereit zu stellen hätten, damit Frühpensionierte und Steueroptimierer aus ganz Europa, dazu Banken und Versicherungen, ohne Verlust aus ihren Schuldenfallen kämen. Ich drehte mich auf die andere Seite um, Prof. Klaus Schwab und sein Larifari-Forum verfluchend. Die reine Geld- und CO2-Vergeudung.

Politische Krise hat Personalkrise zur Folge

Freitag, den 27. Januar 2012 um 10:15

Zwei Drittel aller 2 500 Schweizer Gemeinden haben Schwierigkeiten damit, die rund 15 000 Executivämter zu besetzen. In katholischen Kantonen ist der Zusammenhalt der Bürger noch besser als in protestantischen, sagt der Bündner Soziologe Urs Meuli.

Wir erwarten, dass auch der „Hype um die Nationalratswahlen“ demnächst einmal abklingen wird, denn die Bürger begreifen immer besser, dass wesentliche Entscheide des Landes weder im Nationalrat noch im Ständerat zur Behandlung kommen. Die Ent-täuschung wird noch einige Zeit brauchen, um sich durchzusetzen.

Das Schweizer Volk rückt von Parteien wie Politikern ab; ohnehin sind die Stimm- und Wahlberechtigten eine immer kleinere Minderheit der Bewohner des Landes.

Wenn Schwarz und Brunetti schwarz sehen

Freitag, den 27. Januar 2012 um 9:30

Prof. Dr. Aymo Brunetti, der in wenigen Tagen das seco verlässt, um an den Universitäten Bern und Basel Ökonomie und Regionalwirtschaft zu lehren, sieht zwei schwierige Jahre auf die Schweiz zu kommen. Das BIP-Wachstum liege viel zu tief, um ein echtes Wirtschaftswachstum zu bewirken. Wir würden jetzt auf Vorrat leben; eine zweite EURO-Krise könnte diesen zerstören.

Noch deutlicher sagt dies Dr. Gerhard Schwarz, Direktor von Avenir Suisse, der Inflation und Austerität erwartet, während Brunetti die Deflation nicht ausschliesst. Schwarz plädiert für eine Anhebung des EURO-Mindestkurses, ganz wie BR Schneider-Ammann auch; Brunetti bleibt in dieser Frage zurückhaltend. Schwarz beklagt, seit September 2009 seien die Auslandvermögen der Schweiz aufgrund der Währungsentwicklung um über CHF 210 Mia. gesunken, wogegen der SNB-Verlust von CHF 20 Mia. im 2010 „ein Klacks“ sei (Anmerkung: Euro 50 Mio. gelten bei deutschen Bankern aus Peanuts; mit „ein Klacks“ wurde eine neue Währungseinheit vorgestellt). Schwarz ist gegen künstlich tief gehaltene Mehrwertsteuern und Subventionen für Tourismus, Landwirtschaft und Cleantech.

Schwarz wie Brunetti sehen schwarz.

Merke: Wer sich und seine Firma fit hält, wird sich allen Grosstrends entziehen können. Das ist die eigentliche Aufgabe eines Unternehmers.

Reizvolle elitistische Meinungsbildung

Freitag, den 27. Januar 2012 um 7:05

Wer sich zur Bildungselite zählt, ist zu Gedankensprüngen   fähig, die nicht ohne Reiz sind. Die Rede ist von Äusserungen des Politologen Prof. Georg Lutz von der Uni Lausanne:

  • Wenn Teile der Schweizer Bevölkerung Angst vor Zuwanderern haben, nennt er dies „Sockel-Xenophobie, die von der SVP bewirtschaftet wird“.
  • Wenn die SVP während des Wahlkampfes erfolgreich Unterschriften für ihre Initiative „Gegen Masseneinwanderung“ sammelt, ist dies nur ein  „zu relativierender Erfolg“. Andere würden sagen: Clever getimt.

Reiche Bauern – hungrige Bäuche

Donnerstag, den 26. Januar 2012 um 17:30

Während eine Milliarde Menschen hungern, machen die Weizenfarmer von Iowa und Illinois Rekordgewinne. Sie haben sich seit drei Jahren mehrstöckige Lagerbehälter aus Aluminium zugelegt, weshalb sie nicht nur während weniger Wochen, sondern das ganze Jahr über um den „best price“ kämpfen können. Die Marktmacht von Cargill, Bunge und anderen Grosshändlern ist damit eingeschränkt. Lieferant der „bins“ ist ein Unternehmen von Warren Buffett.

Modewort „schillernd“

Donnerstag, den 26. Januar 2012 um 15:00

Weiss ein Journalist nicht mehr, wie er einen Menschen negativ beschreiben soll, ohne eine Klage befürchten zu müssen, benutzt er das Modewort „schillernd“. Dies hat NZZ-Korrespondentin Cornelia Derichsweiler aus Madrid getan, als sie den dort auf der Anklagebank sitzenden prominenten Richter Baltasar Garcon beschrieb.

  • Garcon hat Häftlinge abhören lassen, was in Spanien „umstritten“ ist. Bei vermuteten Terroristen wir es getan.
  • Mit der Operation „Gürtel“ ist er den Konservativen Spaniens wegen Korruptionsfällen, die er nachgewiesen hat, in die Quere gekommen.

Jetzt wird er juristisch abgeschlossen, eher er schlimmeres tun kann. Muss man einen solchen Mann „schillernd“ nennen?

Zum Wachstum verdammt

Donnerstag, den 26. Januar 2012 um 10:45

Kein sozialdemokratischer Politiker in der Schweiz wäre in der Lage zu leisten, was Gerhard Schröder als deutscher Bundeskanzler vollbrachte: Die Senkung der Arbeitskosten durchzusetzen. Unser Land ist deshalb zum Wachstum verdammt, weil die Senkung der Personalkosten alleine durch die Personenfreizügigkeit nicht genügt. Wenn der Schweizer Export in den kommenden zwei Jahren sinkt oder stagnieren wird, werden die Verteilungskämpfe im Binnenmarkt zunehmen; darauf sind nur wenige vorbereitet. Werden die Sozialkosten nicht niedriger, drohen Verschuldung und Arbeitslosigkeit. Wollen wir dies vermeiden, muss die Schweizer Wirtschaft wachsen.

Käufliche Stars

Donnerstag, den 26. Januar 2012 um 9:49

Wer sich Kofi Annan, Ogi-Freund und ehemaliger UNO-Generalsekretär, als Referent zum Firmenfest wünscht, muss Euro 150 000.—auf den Tisch legen. Dölf Ogi kommt für CHF 10 000.—gerne mit. Ogi hat eigene Stiftungen.

Bill Clinton verlangt immer noch USD 250 000.—pro Vortrag; alle Zeugen bestätigen, Inhalt null. Hans-Dietrich Genscher, ex Aussenminister, Mentor von Guido Westerwelle, erhält immer noch Euro 30 000.—für jeden Vortrag; lohnt meistens. Heiner Geissler für Euro 15 000.—ist deutlich besser, weil jesuitisch ausgebildet. Billig-Philosoph Richard David Precht ist schon für Euro 10 000.—zu haben, was dem Inhalt seiner Bücher entspricht. Gerhard Schröder, der als deutscher Kanzler die Einkommen der deutschen Arbeitnehmer auf Hartz IV drückte und damit einen Export-Boom auslöste, verlangt ehrliche Euro 75 000.–. Peer Steinbrück, der deutscher Bundeskanzler werden will, ist noch für Euro 20 000.—zu haben, Beatrice Weder di Mauro, Bundesweise, ist für günstige Euro 12 000.—zu haben.

Der Aufstieg der Zürcher „See-City“

Donnerstag, den 26. Januar 2012 um 8:10

In Kürze wird der Bezirk Meilen seinen 100 000sten Einwohner feiern dürfen; der Kanton Zürich hat jetzt auch eine „See-City“. Die im Bezirk Meilen zusammen gefassten elf Städte und Gemeinden, die bisher unter dem Begriff „Zürcher Goldküste“ bekannt sind, erleben seit zehn Jahren ein rasches Wachstum, das andauert. Der Wohlstand der See-City kontrastiert scharf mit der relativen Armut der von ihr weitgehend finanzierten Stadt Winterthur, die nach dem Berliner Motto „Arm, aber sexy“ am östlichen Stadtrand Zürichs im Schatten russischer und französischer Milliardäre, die an der Töss investiert haben, ein fiebriges Leben führt.

 
     
     
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