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Tagesarchiv für 31. Januar 2012

Nestlé: kleine Warnzeichen

Dienstag, den 31. Januar 2012 um 15:45

Schon seit einem Jahr schleichen sich bei mir leichte Zweifel über die Performance von Nestlé ein. Kann es sein, dass die Auswirkungen der goldenen Nestlé-Zeit von Helmut Maucher jetzt vorüber sind? Der Konzern kommuniziert in Westeuropa kaum noch, der Aktienkurs ist überaus langweilig, während Unilever sich immer besser behauptet, wo ein ehemaliger Nestlé-Mann die Führung übernommen hat. Jetzt haben Lionel Barber und Lakshmi Mittal im Rahmen ihres „Boldness“-Preises über die FTI Unilever ausgezeichnet, Nestlé taucht in keiner der sechs Preiskategorien auf. Fehlt es den Vivisern an dieser „boldness“?

Müssen Politikerinnen gut aussehen?

Dienstag, den 31. Januar 2012 um 15:30

Unsere Bundespräsidentin Eveline Widmer-Schlumpf hat zu Jahresbeginn eine neue Coiffeuse, mindestens aber eine neue Frisur gefunden, was ihr jenen Charme gegeben hat, den man als „Spatz von Chur“ akzeptieren kann. Doris Fiala, Zürcher FDP-Nationalrätin, einst fast völlig, scheint derzeit völlig vom Fleisch zu fallen; vielleicht sind es auch nur die unbarmherzigen TV-Lichter, die ihrem Gesicht eine neue Härte geben. Lady Ashton, SP-Baronin von Tony Blairs Gnaden, Aussenbeauftragte der EU, gleicht einer meiner Cousinen, die wir wegen ihrer Hässlichkeit gerne aus dem Weg gingen. Würde die Ashton doch endlich etwas Kluges sagen! Die kurze Stirn, das fliehende Kinn, Mund, Nase, Augen und Haare, vom schwer faltigen Hals, den zu verdecken sich die Baronin keine Mühe gibt, macht aus ihr noch keine „Europa“, für die eine Entführung durch Zeus sich anbieten würde. Kein Wunder, dass viele Menschen kein Interesse mehr an der Politik haben.

Käse, meine Herren!

Dienstag, den 31. Januar 2012 um 14:45

Die Schweiz bildet Meisterkäser aus, macht aber ein derart schlechtes Marketing auf nationaler und internationaler Ebene, dass sie diese Käser in die Arbeitslosigkeit schicken muss. Das Marketing für Tilsiter Käse aus der Schweiz ist schon seit Jahren in der Krise; Skandale im Ausland waren nicht selten. Zu Jahresbeginn sind die Absatzmärkte völlig eingebrochen. Oberkäser Bruno Buntschuh sah es kommen („Habe die Situation wohl unterschätzt.“), war „von der Hoffnung getragen“, es werde besser. Kurz, ein von Steuerzahlern finanzierter Verein, der jährlich Fr. 50 Mio. für Verkaufsförderung ausgibt, die immer weniger bewirkt. Schuld soll, wie beim Schweizer Tourismus, wieder einmal der Franken sein, der gegenüber dem Ausland zu teuer ist. In Wirklichkeit sind wir den kreativen Österreichern, Franzosen, ja sogar Deutschen, nicht gewachsen. Käse, meine Herren. Ein Ausflug ins Greyerzerland würde die Tilsiter-Brigade eines Besseren belehren. Sie müssten dann nicht die Notbremse der Hilflosigkeit ziehen und die Zahl der Käsereien verringern. Dann brauchen wir auch keine Meisterkäser mehr.

Zürich zelebriert Niall Ferguson

Dienstag, den 31. Januar 2012 um 11:40

In bester Oxbridge-Manier, einem makellosen Englisch, das auch einen Cicero begeistert hätte, hielt der schottische Globalhistoriker Prof. Dr. Niall Ferguson beim Schweizerischen Institut für Auslandforschung Hof, wo er mit seinem Auftritt in der Aula der Universität Zürich durch seine geistige Präsenz bestätigte, dass England ohne die Unterstützung der Schotten nie ein Imperium hätte werden können. Begrüsst von Martin Meyer, Vizepräsident des Schweizerischen Instituts für Auslandforschung und Leiter des europaweit geachteten Feuilletons der „Neue Zürcher Zeitung“, den die Höhenflüge des Glasgower Meisterdenkers sichtbar anspornten, beflügelt auch vom Lob des Gelehrten, seine Besprechung Ferguson’scher Bücher sei im Unterschied zu derjenigen britischer Autoren „von Intelligenz gekennzeichnet“, derart mit einem unverhofften Ritterschlag versehen, donnerte Ferguson vom Zürcher Pult, wo einst Winston Churchill das neue Europa ausgerufen hatte, seine Botschaft: Europa könne wohl untergehen, weil es seine Erfolgsprinzipien nicht mehr beachte, nicht aber die USA, deren Menschen die Gabe des Fleisses und der Innovation noch nicht verloren hätten. Die Schweiz sei ein Glücksfall dank guter politischer Führung und werde wohl Bestand haben.

Der deutschen Bundeskanzlerin Angelika Merkel billigte das fliessend Deutsch sprechende Orakel „eine tragische Qualität“ zu, denn eine „Bundesrepublik Europa“ werde es nie geben. Die Deutschen würden ohnehin zu wenig arbeiten und daher rascher noch als die Amerikaner von den Chinesen wirtschaftlich überholt. Ferguson, ein „storyteller“ der Sonderklasse, begeisterte, amüsierte und riss die Menschen zu Begeisterungsstürmen hin, die für Zürich eher untypisch sind. Martin Meyer hat der wirtschaftlichen und politischen Elite des Landes damit wieder einmal einen unvergesslichen Vorabend beschert.

 
     
     
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