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Tagesarchiv für 25. Januar 2012

Die Produktion billiger machen

Mittwoch, den 25. Januar 2012 um 17:00

Wie ein wirtschaftlicher Aufschwung ausgelöst werden kann, zeigt das Beispiel von „chainsaw“ Joe Jimenez am Standort Nyon. Die geplante Schliessung der Novartis-Produktion wird rückgängig gemacht, hunderte von Entlassungen wurden vermieden.

Wie erfolgte dies?

  • Die Mitarbeiter müssen 2,5 Stunden pro Woche mehr arbeiten.
  • Sie verzichten auf einen Teil der Salär-Erhöhungen für das laufende Jahr.
  • Der Kanton hat während zehn Jahren auf kantonale und Gemeindesteuern verzichtet.
  • Durch eine Baurechtsveränderung wird ein sehr grosses Grundstück aufgewertet, was Novartis zu Gute kommt.

Aufschlussreich: Es war ein 58jähriger Holländer, Jacob Zijlstra, der zusammen mit der Unia den Vergleich erarbeitete. Solche Zuwanderer in die Schweiz brauchen wir.

Der Standort Nyon soll damit „nachhaltig“ gesichert sein, zumal Novartis neue Investitionen zusagte. Setzen wir dieses Modell konsequent durch, d.h. wird es es auch bei anderen Firmen verwirklicht, können wir den Standort Schweiz dauerhaft sichern. Natürlich bedeutet dies für alle mehr Einsatz, weniger Cash und den Verzicht auf Luxusfaktoren, die wir heute für selbstverständlich halten.

Stürzende Helden

Mittwoch, den 25. Januar 2012 um 16:05

Stefan Borgas, der CEO der Lonza Group, galt einmal als potentieller Nachfolger von Daniel Vasella bei Novartis. In seiner Aufstiegsphase nahm man ihm das gerne ab. Jetzt liefert Borgas, wie schon seit zwei Jahren, immer schlechtere Zahlen. Er musste soeben zurücktreten.

Sein VR-Präsident Rolf Soiron muss nun selber das Ruder übernehmen, woraus hervor geht, wie ungeplant dieser Rücktritt erfolgt ist. Soiron gilt als der weise Melancholiker unter den obersten Führungskräften der Schweiz. Er muss das Ruder bei der Lonza rasch herumwerfen, weshalb sich bald die Frage stellen wird, ob die Schweizer Produktionsstandorte, die schon lange als gefährdet galten, gehalten werden können. Das Oberwallis hat Grund zum Zittern. Es droht ein neuer Fall Nyon, wie Hunderte von Novartis-Arbeitsplätzen nur gehalten werden konnten unter Verzicht auf Saläre und Sozialleistungen.

Bürgerlicher Bluff

Mittwoch, den 25. Januar 2012 um 14:15

„Möglicherweise unterstützen wir Familien nicht so gut“, sagt Serge Gaillard, Leiter der Direktion für Arbeit im seco von Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann. Gaillard, ex-Gewerkschaftler, weiss, was er sagt. In den Familien finden wir die meisten „working poor“ der Schweiz. Damit wird offengelegt, was „Familienpolitik“ bei CVP, SVP und FDP bedeutet: Wenig hjnter grossen Worten. Die anderen Parteien, einschl. SP, sind nicht besser, als sie brüsten sich ihrer Familienpolitik weniger.

Bern kämpft um seinen Ruf

Mittwoch, den 25. Januar 2012 um 13:13

Zwei Dutzend Afrikaner auf dem tief verschneiten Jaunpass einzusperren, um ihnen nichts zu tun zu geben, ist eigentlich Folter. Das ist vergleichbar einer Ansiedlung von Bernern in libyschen Wüste, dort wo sie am trockensten ist. Beides ist menschenunwürdig.

Derweil verliert der Berner Rat die Übersicht, ob er noch richtige Entscheide treffen kann. Sogar der aus dem Freisinn stammende Ratspräsident gibt zu, er habe den Überblick verloren.

Bern kämpft um seinen Ruf.

Stars mit Schlagseite

Mittwoch, den 25. Januar 2012 um 9:32

Die Medienpräsenz der Schweizer Wirtschaftsführer weist im vergangenen Jahr einige Besonderheiten auf. Von den total 20 Stars weisen neun einen negativen „touch“ auf, sieben haben einen guten Ruf (davon drei leicht lädiert) und vier finden Erwähnung, ohne Begeisterung auszulösen.

Oswald J. Grübel, der nach guter Händlerart auf der Albisgüetli-Tagung mit Hundert- und Zweihundert-Franken-Noten aus dem Hosensack nur so herumwedelte, liegt mit schlechtem Ruf auf Platz 1, Vorgänger Marcel Ospel mit noch schlechterem Ruf auf Platz 20. Die ersten vier, einschl. Grübel, sind alle zurückgetreten oder angeschlagen: Philippe Hildebrand, Kaspar Villiger und Samih Sawiris, der in seinem „Andermatter Loch“ wirtschaftlich Licht sucht.

Gut schneiden ab Brady Dougan, CEO CS, (Platz 6), Gerold Bührer, èconomiesuisse, Nick Hayek, CEO Swatch, Konrad Hummler, Michael Ambühl (Spitzendiplomat) und Herbert Bolliger, CEO Migros, alle mit leichten Fragezeichen. Nationalbank-Chef ad interim Thomas Jordan lag im letzten Jahr schon auf Platz 20 und wartet auf seine Krönung.

Für Misstrauische:  Der 20ste Platz wurde gleich zweimal vergeben.

NB) Wie schnell Prominenz vergeht, zeigt auch das Beispiel des fränkisch-bayerischen Helden  Karl-Theodor zu Guttenberg. Nach einem missglückten Rechtfertigungsbuch, zu welchem sich der Chefredaktor der deutschen „Die Zeit“ hergab (die auch schon besser war), und etlichen katastrophalen Interviews à la Weltretter zog er sich in aller Stille wieder in die USA zurück, wo er sich mit Spenden an Newt Gingrich vielleicht wieder einkaufen kann.

 
     
     
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