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Tagesarchiv für 23. Januar 2012

Fahrt durch den Nebel

Montag, den 23. Januar 2012 um 16:50

Was die Schweizer Wirtschaft in diesem Jahr bringt, weiss niemand. Sicher ist, dass wir auf Dauer ein Wachstum des BIP von 3 % brauchen, um Stagnation und Rezession zu vermeiden. Dem stehen die realen Erwartungen für dieses und das kommende Jahr gegenüber, die weit unter diesem Nennwert bleiben sollen.

Die Schweiz ist gut durch die jüngste Rezession gekommen, weil die Zuwanderung aus dem Ausland, die Schuldenbremse und der stabile Staatshaushalt ohne Immobilien- und Kreditkrise dies gefördert hat. Nun fordert Wirtschaftsminister Johannes Schneider-Ammann, die CHF/EURO-Relation auf Fr. 1,35-1,40 festzulegen. Wer dieses Risiko tragen soll, sagt er nicht.

Machen wir keine weiteren Fehler und eine zweite EURO-Krise keinen Strich durch die Rechnung, sollten wir stabil bleiben. Langfristig werden uns die Pensionsverpflchtungen ruinieren. Das wird verhindert, indem der jüngeren Generation ein massiver Konsumverzicht auferlegt wird.

Hohe Berge stören einfach

Montag, den 23. Januar 2012 um 10:00

Den „Freien Blick auf’s Mittelmeer“ unter Umgehung des im Weg stehenden Gotthard-Massivs haben die jungen Menschen in Zürich schon vor 30 Jahren verlangt. Seither sind die Strassenverbindungen in den Süden schneller geworden, der SBB-Verkehr lahmt.

„Zwischen Frankreich und Spanien darf es keine Pyrenäen geben“, versicherte Frankreichs Premier Sarkozy, der in Madrid die höchste spanische Auszeichnung, den Orden mit Goldenen Vlies, entgegen nahm. Er beschränkte dies allerdings auf die Terrorbekämpfung, was weniger weit geht als die Schweizer Forderungen.

Alpen und Pyrenäen, soweit nicht touristisch erschlossen, entwickeln sich derweil zu Schutzzonen für Wölfe, Bären und Geier. Neue Abenteuer-Spielwelten sind im Entstehen.

Die Leuchttürme unserer Verleger

Montag, den 23. Januar 2012 um 9:37

Erleichtert darüber, dass Tito Tettamanti die „Weltwoche“ zu einem Schnäppchenpreis von Fr. 2 Mio. verschenkt hat, ist auffällig, dass Chefredaktoren und Verleger sich Leuchttürme leisten, um die Unabhängigkeit der Redaktion unter Beweis zu stellen:

  • Roger Köppel hält sich Peter Bodenmann, der einmal Präsident der SP Schweiz war.
  • Markus Somm, Chefredaktor der „Basler Zeitung“, bei der sich Dr. Christoph Blocher nur als Kreditgeber geoutet hat, hält sich Helmut Hubacher, einen noch älteren ehemaligen Parteipräsidenten, der übrigens gerne im Bauern-Barock lebt, während Micheline Calmy-Rey das Talleyrand’sche Edel-Mobiliar vorzieht.
  • Michael Ringier hält sich in seinem Unterhaltungsreich zur höheren sozialen Legitimation den Altbieler Frank A. Meyer, der die „kapitalistische Gestaltungskraft“ in der ehemaligen DDR lobt und der FDP Schweiz zu deren Auferstehung gleiches kreatives Tun empfiehlt.

Merke: Je oligopolistischer die Wirtschaft wird, desto mehr ruft sie nach Legitimatoren.

Wie das Bankgeheimnis, so das Steuergeheimnis

Montag, den 23. Januar 2012 um 9:19

Man stelle sich vor: Luzerner Chefbeamte, assistiert von Treuhändern und Bankern, fallen in England ein, um dort reiche Steuerzahler in die Schweiz abzuwerben. Die EU wird sich das nicht lange gefallen lassen.

Wie das Bankgeheimnis leichtfertig zu Fall gebracht wurde, weil zuerst die UBS und dann die CS ihre Kunden den US-Behörden auslieferte, werden die Luzerner Manöver im Ausland auch das Steuergeheimnis zu Fall bringen. Im Kanton Luzern ist die Zahl der pauschalbesteuerten Ausländer innert kurzer Frist von 134 auf 157 angestiegen. Merke: Die Regierung  wird vom Steuern zahlenden Schweizer Volk bezahlt, das auch die Reisen nach England finanziert.

Die Kantone machen sich damit erpressbar, ganz wie im Kanton Waadt, wo eine Novartis-Fabrik auf Kosten der Steuerzahler gerettet wurde und baurechtliche Zusagen gemacht wurden, die als ungewöhnlich gelten dürfen. Mit Recht beschweren sich nun die Zentralschweizer Wirtschaftsförderer: „Was tun wir, wenn Schindler mit dem gleichen Ansinnen kommt?“

Ob Bankgeheimnis, Steuergeheimnis und Steuererleichterungen: Es handelt sich nicht um Zeichen der Dynamik, sondern des Zerfalls einer einst stabilen und wachsenden Struktur. Der Jubel der Gewerkschaften und der Sozialdemokraten täuscht nicht  darüber hinweg, dass Arbeitnehmern und Staat Substanz verloren geht. Das sage ich als Novartis- und Schindler-Aktionär.

Die Matura ist nicht EU-konform

Montag, den 23. Januar 2012 um 9:00

Im achtstufigen EU-Bildungsplan kommt die Schweizer Matura nicht vor. Sie müsste auf der Stufe 4 angesiedelt werden, wogegen sich die deutschen Kultusminister in eigener Sache zur Wehr gesetzt haben. Sie verlangen die Stufe 5 für das deutsche Abitur. Wo die Abschlüsse im handwerklichen Bildungsweg der Schweiz angesiedelt werden, kann nur gerätselt werden. Tatsache ist, dass Schweizer Absolventen schnell ins Abseits kommen können , verpassen sie den EU-Bildungszug.

Keine Schulden – gutes Leben

Montag, den 23. Januar 2012 um 8:15

Zwei Drittel aller Schweizer haben keine Schulden oder nur solche unter Fr.10 000.—pro Kopf. Ein Drittel hat erhebliche Schulden, davon 12% mehr als Fr. 500 000.–, in erster Linie wohl Hypothekarschulden. Kleinkredit- und Leasingschulden, die in unserem Land gegen Fr. 10 Mia. ausmachen, dürften vor allem in Mittelfeld der Schuldner die grösste Rolle spielen. Merke: Die von einer tendenziellen Verarmung des unteren Mittelstands ebenfalls betroffene Schweizer Bevölkerung bleibt erheblich wohlhabender als ihre europäischen Nachbarn, das Fürstentum Liechtenstein einmal ausgenommen. Wie kommt das? Keine Kriege, dauerhafte wirtschaftliche Aufschwünge, grosse wirtschaftliche Freiheit, dazu Sparsamkeit der älteren Generation, das ist die Lösung.

 
     
     
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