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Tagesarchiv für 20. Januar 2012

Keine Phantasie: der Niedergang Europas

Freitag, den 20. Januar 2012 um 17:20

Wenn die EU in Peking sondiert, ob man einen netten Milliardenkredit bekommen könnte, um die Finanzlage der EU-Staaten zu stabilisieren, lässt sich dies nur als Niedergang bezeichnen.

Wenn in Nigeria christliche Gemeinschaften von Moslem-Bruderschaften hingemetzelt werden, ohne dass ein Europäer mit Macht reagiert, ist dies purer Niedergang. Noch vor 100 Jahren hätten wir ein Kriegsschiff mit einer Expedition entsandt, um den notwendigen Respekt wieder herzustellen.

Wenn im letzten Jahr 11 000 Spanier nach Lateinamerika ausgewandert sind, um dort Arbeit zu finden, bedeutet dies Niedergang in Europa. Karl V., der vor gut 500 Jahren die ersten Indios nach Europa bringen liess, würde dies kaum verstehen.

Wenn Europa meint, ohne Russland und die Türkei eine Weltmacht bleiben zu können, ist dies der grösste Irrtum. Die Russen gehören zu Europa wie die Ukrainer und die Türken; ohne sie, sind wir nur ein Vorposten.

Schindluder mit dem Bankgeheimnis treiben

Freitag, den 20. Januar 2012 um 14:00

Als das Schweizerische Bankgeheimnis, einst stabiler als das Matterhorn, selber ins Bröckeln geriet, machte ein bisher unbekannter Autor daraus das Bankkunden-Geheimnis. Diesem letzten Bollwerk war keine lange Zukunft beschieden, da unsere beiden Grossbanken UBS und CS sich alle Mühe gaben, ihre eigenen Kunden zum Selbstschutz zu denunzieren. Nicht genug damit, die gleichen SVP-Kreise, die das Bankgeheimnis, das alte, das echte, unter allen Umständen verteidigen, sogar in die Verfassung schreiben wollten, liessen es platzen, um Philipp Hildebrand, den heute ex-Präsidenten der Schweizerischen Nationalbank, zu demontieren. Das Schweizerische Bankgeheimnis, einst gegen Napoléon I. und Adolf Hitler ins Leben gerufen, starb einen stürmischen Tod. Reste davon werden gelegentlich in Anwaltskanzleien und Büros von Privatbanken gesichtet.

Unbekannte Ostschweiz?

Freitag, den 20. Januar 2012 um 13:50

Sorgen hat der St. Galler Stadtpräsident Thomas Scheitlin, weshalb er sagt: „Aargauer, Westschweizer und Berner kennen die Ostschweiz einfach nicht.“ Weil im Zusammenhang mit dem Einzug der 400 Mitarbeiter des Bundesverwaltungsgerichts im Sommer dieses Jahres auch die Welschen Bedenken haben,  in St. Gallen keine kulturell hochstehenden und sprachkundigen Menschen zu finden, empfiehlt ihnen Scheitlin den Kontakt mit der „église française“, deren Mitglieder der lateinisch geprägten Hochsprache mächtig seien. Welcher Irrtum! Muss in die Kirche gehen, wer gewohnt ist, eine Bar zu besuchen? Genau das ist es, was die Welschen in der Gallus-Stadt fürchten.

Im übrigen ist die Schweiz längst ein City State geworden, wie Prof. Dr. Franz Jaeger und Dr. Konrad Hummler im gleichlautenden Buch im letzten Jahr geschrieben haben. Wer in St. Gallen arbeitet, kann ruhig im Westen der „Stadt Schweiz“ wohnen bleiben, wenn er die schlechten Bahnverbindungen in den Osten des Landes und den von Staus geprägten Autobahnverkehr rund um Zürich erträgt. Die Ostschweiz, ganz im Gegensatz zur Westschweiz, die von Dynamik geprägt ist, schafft es einfach nicht, ihre Kräfte zu bündeln. Der Thurgau lebt vom Zuzug der Zürcher und Deutschen, die Stadt St. Gallen ist eine alternde Schöne mit vitalen Vororten, wo die Reichen wohnen. Chur ist nahezu trostlos, das Bündnerland, mit Ausnahme weniger Destinationen, eine Unterhaltungs- Grün- und Sportzone. In Lausanne, unter Führung von Patrick Aebischer, dem Präsidenten der ETH Lausanne, geht die Post unglaublich ab, weshalb die kantonalen Regierungen jetzt auch die Zusammenarbeit mit Genf intensivieren. Die moderne Schweiz entsteht im Westen des Landes und im Grossraum Zürich-Luzern. Das schöne St. Gallen träumt in sanfter Zufriedenheit. Scheitlin: „Wir sind viele freundliche Menschen.“

Die Sache mit den Bäumen

Freitag, den 20. Januar 2012 um 7:44

Unsere grüngestrickten Landsleute haben viel Goodwill gegenüber jenen Menschen, die als Beruf und Leidenschaft angeben, Bäume zu umarmen. Weil mir derlei fremd geblieben ist, obgleich ich mit Sicherheit zwei Dutzend Bäume angepflanzt habe, die seither stattliche Masse erreicht haben, kann ich mich nur wundern über die Baum-Romantiker, die eine heile Welt suchen, wo keine ist. Die realistischen Walliser gehen zwischenzeitlich dazu über, tausende von Bäumen wieder abzuholzen, bedroht deren Wachstum doch die schönen Bergweiden, die man nicht umarmen kann, wohl aber darauf liegen darf.

 
     
     
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