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Was ist die US-Armee noch wert?

18. Januar 2012 um 12:00

Verteidigungsminister Ueli Maurer kennt auch gegenüber dem Pentagon keine Gnade. Was die US-Soldaten in Afghanistan getan haben, tote Gegner geschändet, das komme nur in einer Berufsarmee vor „wo man jeden nehmen muss“, nicht aber in einer Miliz-, einer Bürgerarmee. Maurer hat recht.

Die USA haben zu wenig Menschen, die freiwillig für das Sternenbanner kämpfen wollen. Sie bieten daher Flüchtlingen und Einwanderern an, den begehrten US-Pass rascher zu erhalten, wenn sie im Ausland Militärdienst leisten – sofern sie diesen überleben.

Daher setzt das Pentagon, wie andere auch, auf eine hoch spezialisierte Berufsarmee, wo man in Texas vom Schreibtisch aus Drohnen abschiessen kann, die dann im Jemen oder im Hindukusch ganze Dorfteile zerstören. Die USA ziehen den teuren Luftkrieg dem Bodenkrieg vor. Daher erstaunt es nicht, dass die für ihre Heimat kämpfenden Afghanen über die US-Soldateska den Sieg errungen haben, ganz wie vor 40 Jahren auch die Vietnamesen.

Was ist die US-Armee noch wert? Wenig, sehr wenig.

2 Kommentare zu “Was ist die US-Armee noch wert?”

  1. Harry R. Wilkens

    Ueli Mraurer geht von einer „Bürgerarmee“ aus, die – wie in der Schweiz – nicht selber aktiv Krieg führt. Bei allen anderen Armeen jedoch, gleich welcher Natur, macht die Gelegenheit Diebe, Vergewaltiger – und Mörder sowieso.
    Die amerikanische Abu-Ghraib-Heldin Lynndie England war eine „Reservistin“, was immer das auch ist. Vor dem Irak-Einsatz hatte sie in einer Hähnchenfabrik gearbeitet und sich über die grausame Behandlung des Federviehs beklagt und deswegen in die Army abgekündigt. Auch viele Nazieverbrecher, einschliesslich Adolf selber, waren bekennende Tierfreunde. Und so ein Hühnchen ist sicherlich liebens- und lebenswürdiger als ein Taliban.
    Es ist ganz klar, und war schon immer so gewesen, dass für den White Trash die Army, Wehrmacht, Kfor, UN-Schutztruppen usw die einzige Möglichkeit bleibt, der heimischen Tristesse zu entgehen und ein wenig Geld und Zubrot zu machen – auch mit der eventuellen Abfindung danach. Und um einmal im tristen Leben wie ein MENSCH, gar ÜBERmensch behandelt zu werden,
    Auch Frankreich konnte bis zur Abschaffung der Wehrpflicht seine psychopathischen Untertanen nach Afrika (insbesonere Algerien) und Israel schicken, wo sie mal so richtig die Sau rauslassen konnten…

  2. Prof. Gerardo W. Físcher

    @Harry R. Wilkens: Soldat sein heißt nicht morden oder schänden. Wehrpflichtige (ich war einer!) kannten den ihnen zukommenden Ehrenkodex. Die Fremdenlegion (nachdem die regulären französischen Soldaten desaktiviert waren) hat für eine aus damaliger Sicht gerechte Sache ehrbar gekämpft. Heute ist die größte Gefahr für die Welt ein durch internationale Verträge zum Gesetz erhobener judäo-christlicher Humanismus: Schwachsinnige sind lieb, Hungrige haben das Recht zu stehlen, Regierungen haben den Stimmungen des Pöbels zu gehorchen. Die amerikanischen Bodentruppen waren immer eine Horde Feiglinge, aber die amerikanische Rüstungsindustrie ist unübertrefflich und so automatisiert, dass man klare Verantwortlichkeiten vermeiden kann. Schön wäre es, zögen sich die UN aus New York zurück. Und ihr einziger Freund und Verbündeter, Israël? Mögen sie sich noch ein paar Jahre als „Herrenmenschen“ aufführen! – dann wird die Welt ihr Urteil fällen. – gwf

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