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Oswald J. Grübel, Peter von Matt und Prof. Gottfried Schatz gegen Dr. Christoph Blocher

18. Januar 2012 um 10:06

Der Sieg über Philipp Hildebrand, der wegen einer Lappalie, deren Zustandekommen weiterhin unbeklärt ist, zurücktreten musste, weil ihn auch sein eigener Bankrat und die Kollegen im Direktorium nicht zu schützen wagten, kommt Christoph Blocher, den Chefstrategen seiner SVP, die nur tun darf, was er sagt, teuer zu stehen.

Wer von der Annahme ausgeht, Blocher habe Prämien bezahlt, um diese Beute abzuschiessen, irrt. Jedes gut orientierte SVP-Mitglied weiss, was „der Chef“ will. Er lobt und befördert jene, die ihm behilflich sind, seinen eisernen Willen („Ich bin Auftraggeber, die anderen Auftragnehmer“) durchzusetzen. In diesem Fall

  • haben wir einen IT-Berater des mittleren Sarasin-Kaders mindestens temporär im Irrenhaus,
  • einen Thurgauer und einen Zürcher SVP-Gross- und Kantonsrat vor dem Richter,
  • eine „Weltwoche“, der niemand mehr abzunehmen bereit ist, sie gehöre nicht, wie die „Basler Zeitung“ auch, in den Einflussbereich des Herrliberger Milliardärs. SP-Präsident Christian Lévrat und die politische linke machen mobil.

Grosse Teile des Schweizer Volkes distanzieren sich von der Zürcher Blocher-SVP. Oswald J. Grübel, ex CEO des UBS-Konzerns, sagt, die Schweiz habe einen der seltenen hervorragenden Bankiers verloren, den das Land besessen habe. Der Germanist Peter von Matt bedauert, dass die Politiker „süchtig nach Moral“ seien. Die Schweiz brauche „neue Köpfe“. Prof. Dr. Gottfried Schatz, der renommierte Basler Biochemiker, nennt  „politische Korrektheit gefährlich“. Sie hemme den echten Fortschritt,

Merke: Macht kennt keine Moral. Noch nie habe ich in 30 Jahren einen Politiker sich derart zur Lüge bekennen hören, wie dies derzeit Christoph Blocher tut. Er plustert sich auf wie ein Truthahn, aber wir wissen bisher nur eines: Die Schweiz hat einen guten Mann verloren, wovon wir nicht viele haben.

3 Kommentare zu “Oswald J. Grübel, Peter von Matt und Prof. Gottfried Schatz gegen Dr. Christoph Blocher”

  1. Peter Oberholzer

    Dieser Nachruf geht meines Erachtens zu wenig auf unser Staatsgefüge ein.

    DIE RECHTSSTAATLICHKEIT SCHEINT AUF DEM RÜCKZUG ZU SEIN
    Insiderbekämpfung gehört zu den Grundaufgaben eines Rechtsstaates. Wenn Insider-Handlungen als Lappalie bezeichnet werden, dann ist unser Rechtsstaat bereits heute untergraben. Für einen guten Leistungsausweis von Herrn Hildebrand gibt es ebenfalls keine Beweise. Der Wechselkurs zum Euro steht bei 1.20 anstatt zwischen 1.35 und 1.50. Die Korrektur dieses Missstandes erfolgt bei einer guten Geldpolitik innert kurzer Zeit.

  2. Harry R. Wilkens

    Keine publizierte „Enthüllung“ ohne Zahlung! Und sei es nur die Fortsetzung der Gehaltszahlung. Dies ist ein ehernes Gesetz, an dem nicht gerüttelt werden kann! Die idealistischen Zeitungsbesitzer und Chefredakteure gibt es nicht mehr. Vielleicht gibt es noch einige idealistische Journalisten, aber denen ist die Redaktionskonferenz vorgeschaltet.

  3. rené w.

    Dann seien wir doch für einmal ‚fortschrittlich‘ und schwören der ‚political correctness‘ ab : Das Volk entlarvt den Tribun und ‚entsorgt‘ ihn ! Der wahre Fortschritt läge in der Emanzipation des Volkes und seiner Kraft, die falschen Moralisten öffentlich zu benennen und ihren Einfluss endgültig zu brechen ! In Aegypten kann der Versuch eines der ältesten Kulturvölker besichtigt werden, so zu handeln !

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