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Tagesarchiv für 18. Januar 2012

Bleibt „Costa Europa“ oben?

Mittwoch, den 18. Januar 2012 um 17:00

Die „Costa Concordia“, vor der Insel Giglio auf einer Klippe knapp ruhend, kann jeden Augenblick in die Tiefe rauschen. Ist dies nicht ein Symbol für Europa, die „Costa Europa“? Wir liegen derzeit wirtschaftlich auf einer Klippe, von welcher wir aufgrund der globalen Wirren jederzeit abrutschen können. Meine Freunde kaufen Land in Frankreich, hektarweise. Sie siedeln sich auf Malta an, weil Europa nicht mehr als sicher gilt. Viele halten den Atem an. Kommt das grosse Rutschen?

Die gleiche Frage muss sich Roger Schawinski stellen, der mit enormer Flegelhaftigkeit unterhalb der Gürtellinie rhetorisch auf seinen Freund Roger Köppel eindrosch, der auch kein Freund der Traurigkeit ist. Wer im Schweizer Fernsehen derart diskutiert, muss sich nicht wundern, wenn sich SVP-Nationalrätin Nathalie Rickli und andere Politiker dem verweigern. Wer besteigt schon freiwillig die Guillotine?

Roger de Weck und sein TV-Direktor Matter dürften ratlos sein. Schawinski legt mit derlei Rabuslistik eine Rekord-Einschaltquote vor, welche das Schweizer Fernsehen dringend braucht. Anderseits können derartige „exploits“ nur ins frühzeitige Aus führen. Mit Diskussionskultur gehobenen Stils hat das Gebotene nichts mehr zu tun.

Vielleicht wird das Wort „Abrutschen“ zum neuen Wort des Jahres?

Eine härtere Gangart

Mittwoch, den 18. Januar 2012 um 13:56

Neun Zehntel aller Schweizer dürften noch der Auffassung sein, die Schweiz sei die Schweiz und bleibe die Schweiz, wie eh und je. Das ist ein Irrtum.

Die Gangart im Umgang miteinander verschärft sich in rasendem Tempo:

  • Christoph Blocher fightet Philipp Hildebrand im Nahkampf nieder, wobei Roger Köppel mit seiner „Weltwoche“ diesem im richtigen Augenblick das Bein stellt.
  • Dr. Konrad Hummler kämpft für die Schweiz und die Bank Wegelin & Co. um die Erhaltung der alten Freiheitsrechte für den Finanzplatz. Wie seine anderen Bankkollegen, erhält er aus der Hauptstadt Bern nur bedingte Unterstützung.
  • Der Schatten der Gier ihrer führenden Manager liegt über Grossbanken, Finanzgesellschaften, ja sogar Krankenkassen. Nicht einmal Chefbeamte, National- und Ständeräte können sich ihm vollständig entziehen.

Die alte Schweizer Gemütlichkeit ist nicht einmal mehr im Emmental zuhause, denn dort herrscht nur Niedergang; sie ist reduziert auf Fotos von Schweiz Tourismus.

Was ist die US-Armee noch wert?

Mittwoch, den 18. Januar 2012 um 12:00

Verteidigungsminister Ueli Maurer kennt auch gegenüber dem Pentagon keine Gnade. Was die US-Soldaten in Afghanistan getan haben, tote Gegner geschändet, das komme nur in einer Berufsarmee vor „wo man jeden nehmen muss“, nicht aber in einer Miliz-, einer Bürgerarmee. Maurer hat recht.

Die USA haben zu wenig Menschen, die freiwillig für das Sternenbanner kämpfen wollen. Sie bieten daher Flüchtlingen und Einwanderern an, den begehrten US-Pass rascher zu erhalten, wenn sie im Ausland Militärdienst leisten – sofern sie diesen überleben.

Daher setzt das Pentagon, wie andere auch, auf eine hoch spezialisierte Berufsarmee, wo man in Texas vom Schreibtisch aus Drohnen abschiessen kann, die dann im Jemen oder im Hindukusch ganze Dorfteile zerstören. Die USA ziehen den teuren Luftkrieg dem Bodenkrieg vor. Daher erstaunt es nicht, dass die für ihre Heimat kämpfenden Afghanen über die US-Soldateska den Sieg errungen haben, ganz wie vor 40 Jahren auch die Vietnamesen.

Was ist die US-Armee noch wert? Wenig, sehr wenig.

Oswald J. Grübel, Peter von Matt und Prof. Gottfried Schatz gegen Dr. Christoph Blocher

Mittwoch, den 18. Januar 2012 um 10:06

Der Sieg über Philipp Hildebrand, der wegen einer Lappalie, deren Zustandekommen weiterhin unbeklärt ist, zurücktreten musste, weil ihn auch sein eigener Bankrat und die Kollegen im Direktorium nicht zu schützen wagten, kommt Christoph Blocher, den Chefstrategen seiner SVP, die nur tun darf, was er sagt, teuer zu stehen.

Wer von der Annahme ausgeht, Blocher habe Prämien bezahlt, um diese Beute abzuschiessen, irrt. Jedes gut orientierte SVP-Mitglied weiss, was „der Chef“ will. Er lobt und befördert jene, die ihm behilflich sind, seinen eisernen Willen („Ich bin Auftraggeber, die anderen Auftragnehmer“) durchzusetzen. In diesem Fall

  • haben wir einen IT-Berater des mittleren Sarasin-Kaders mindestens temporär im Irrenhaus,
  • einen Thurgauer und einen Zürcher SVP-Gross- und Kantonsrat vor dem Richter,
  • eine „Weltwoche“, der niemand mehr abzunehmen bereit ist, sie gehöre nicht, wie die „Basler Zeitung“ auch, in den Einflussbereich des Herrliberger Milliardärs. SP-Präsident Christian Lévrat und die politische linke machen mobil.

Grosse Teile des Schweizer Volkes distanzieren sich von der Zürcher Blocher-SVP. Oswald J. Grübel, ex CEO des UBS-Konzerns, sagt, die Schweiz habe einen der seltenen hervorragenden Bankiers verloren, den das Land besessen habe. Der Germanist Peter von Matt bedauert, dass die Politiker „süchtig nach Moral“ seien. Die Schweiz brauche „neue Köpfe“. Prof. Dr. Gottfried Schatz, der renommierte Basler Biochemiker, nennt  „politische Korrektheit gefährlich“. Sie hemme den echten Fortschritt,

Merke: Macht kennt keine Moral. Noch nie habe ich in 30 Jahren einen Politiker sich derart zur Lüge bekennen hören, wie dies derzeit Christoph Blocher tut. Er plustert sich auf wie ein Truthahn, aber wir wissen bisher nur eines: Die Schweiz hat einen guten Mann verloren, wovon wir nicht viele haben.

 
     
     
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