In einer Zeitgrösster geschichtlicher Umwälzungen soll in der Schweiz mit dem Lehrplan 21 ab Frühjahr 2014 das Schulfach Geschichte weitgehend abgeschafft werden. Nur noch zwei Drittel der bisherigen Schulstunden werden zur Verfügung stehen, um unseren Kindern jene Wurzeln zu vermitteln, die sie benötigen, um sich als Schweizer in Europa und der Welt zu erkennen. Gleichzeitig kommen aus Asien, Afrika und Lateinamerika neue Bücher dortiger Historiker, die nicht mehr, wie während sechs Jahrhunderten, europazentristisch sind, sondern „Europa als Provinz“ (Anm.: der Welt) betrachten.
An den Privatschulen wird weiterhin Schweizer Geschichte gelehrt werden, damit die Elite weiss, warum sie eine Elite ist. Die Kinder der öffentlichen Schulen werden zur geist- und gesichtslosen „Bio-Masse“ (Helmut Maucher, VR-Ehrenpräsident des VR Nestlé), die ausser Konsum und begrenztem Wissen nicht mehr viel gesellschaftliches Wissen erwerben dürfen. Staatsbürger kann man ohne Geschichtskenntnisse nie werden.
Wie sieht die Zukunft dieser Menschen aus? Pierre Dukan, ein französischer Fachmann für Diäten, sagt: „In der ersten Hälfte ihres Lebens macht die Nahrungsmittelindustrie die Menschen fett, in der zweiten Lebenshälfte werden sie dann von der Pharmaindustrie behandelt.“
Einzig die SVP setzt sich für mehr Geschichte im Unterricht ein, FDP, CVP, SP und GLP setzen auf eine Zukunft, die ohne Vergangenheit keine hat.