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Tagesarchiv für 12. Januar 2012

Huonder oder die Tragik der Kirche

Donnerstag, den 12. Januar 2012 um 16:35

Bischof Vitus Huonder aus Chur, dem auch ich kirchlichen Gehorsam schulde, hat sich mit seinem eigenen Kollegium überworfen, weil er zwei Priesteramts-Kandidaten mit Freundinnen nicht als Laientheologen anstellen will. Huonder ist mit diesem Entscheid auch im Kreis der Schweizer Bischöfe durchaus umstritten. Gibt es überhaupt eine Lösung?

  • Entweder beweisen die Modernisten in der Kirche, dass sie mit ihrer Haltung eine im Glauben feste, lebendige und wachsende Kirche führen.
  • Oder die Konservativen à la Papst Benedikt XVI. und Bischof Vitus zeigen durch ihr Beispiel, dass sie es besser machen.

Beides ist derzeit nicht erkennbar. Bei den Konservativen leeren sich die Kirchen. Was von ihnen an Priestern aus Osteuropa, Asien und Afrika den Gläubigen „vorgesetzt“ wird, ist für einen gebildeten wie gläubigen Christen oft wenig erträglich.

Auch die Modernisten haben wenig vorzuweisen, das überzeugt. Einzig Abt Martin im Kloster Einsiedeln ragt aus der Menge heraus, weil der „Schritt für Schritt“ den Glauben verteidigt und den Fortschritt sucht. Gibt man dieser Linie keinen Spielraum innerhalb der Kirche, bleibt nur der „katholische Kirchen-Igel“, der überaltert und schrumpft.

Sodomisten, schrecklich!

Donnerstag, den 12. Januar 2012 um 14:50

An die Homosexualität haben wir uns gewöhnt, wie an Nebel und Regenwetter. Es ist seit Jahren Mode geworden, sich zu outen und als Helden feiern zu lassen. Soweit so gut. Schrecklich klingt der Begriff Homosexualität im Englischen. Dort spricht man weiter von „sodomy“. Mich schüttelt es; es ist wohl meine frühkindliche Erziehung, die mich schüttelt.

Künftig

Donnerstag, den 12. Januar 2012 um 14:20

Was gestern richtig war, gilt heute nicht mehr. Zwar behaupten viele, noch Cüpli zu trinken, aber in Wirklichkeit ist es längst billiger Proseco, der in den Gläsern wie Walser Wasser schäumt. Die Nationalbank will „künftig“ vieles ändern, was gestern noch galt. Der Bundesrat will „künftig“ die Luxusrenten der hohen Offiziere, der Grenzwächter und der Diplomaten abschaffen, die diesen bisher mit griechischer Grosszügigkeit auf Kosten der Steuerzahler (Fr. 50 Mio. p.a.) gewährt wurden. Man merke sich, „künftig“ wird vieles anders sein.

NB) Wer sich gegen den Wandel der Pensionen sträubt, sind die Gewerkschaften. Diese sitzen auf Milliardenvermögen, die mit den Beiträgen, auch der Bundesangestellten, aufgebaut wurden. Vielleicht brauchen wir „künftig“ auch die Gewerkschaften noch weniger als bisher.

Klimaziele bringen uns zum Schwitzen

Donnerstag, den 12. Januar 2012 um 11:00

Will die Schweiz ihre Klimaziele in nützlicher Frist erreichen, muss sie uns zum Schwitzen bringen. Schon tauchen Ideen auf, uns Bürgern die Wärmedämmung aufzuzwingen, wo doch jeder weiss, dass die Kosten dafür durch Mieterhöhungen nie hereinzubringen sein werden. Wer älter als 65 ist, der wird das Geld für seine Wärmedämmung nie mehr sehen, wo gleichzeitig 1., 2. und 3. Säule unsicher sind. Ausserdem sagen unsere Klimafanatiker, Einfamilienhäuser auf dem Land seien die wahren Energieverschwender und dürften in Zukunft wohl kaum mehr gebaut werden. Wo bleibt die FDP („Wir schützen den Bürger vor zu viel Staat“), wo die CVP („Wir schützen die Familien“), wo die SVP („Mehr Freiheit, weniger Staat“, Slogan von der FDP geklaut, aber die Nutzung fremder Akten wird bei der SVP jetzt Mode, wo ihr Chefstratege schon mit dem gefüllten Aktenköfferchen gestohlener Papiere von Zürich nach Bern reist.). Grosse Fragezeichen.

Schmetterlinge kommen zu spät

Donnerstag, den 12. Januar 2012 um 10:00

Seit fast 20 Jahren beschäftigen uns „die Schmetterlinge, welche in Japan mit dem Flügel schlagen, um bei uns ein Erdbeben auszulösen“. Ganze Bücher wurden der staunenden Menschheit darüber präsentiert, Zermatt machte Guntern’sche Seminare daraus, die aber nie recht einschlugen.

Mit Recht, denn die Sache ist nicht neu: Schon Heinrich von Kleist erklärte den Ausbruch der französischen Revolution (weil Geschichte kaum noch gelehrt wird: 1789) mit dem Satz: „ Vielleicht, das es auf diese Art, zuletzt das Zucken einer Oberlippe war, oder ein zweideutiges Spiel an der Manschette, was in Frankreich den Umsturz der Ordnung der Dinge bewirkte.“

Mag sein, aber in Wirklich spielten wohl der Hunger der Bauern und der von Steuern ausgeplünderte Mittelstand eine noch grössere Rolle, ganz wie heute auch, wenn Teile der Völker auf die Strasse gehen. Schmetterlinge au revoir!

 
     
     
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