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FDP im Doppelminus

10. Januar 2012 um 12:30

 

Eines muss man Stefan Brupbacher lassen, der Generalsekretär der FDP Schweiz, hat seine Partei in keiner Sekunde in eine schwierige Lage gebracht. Im Gegenteil: Er suchte zu retten, was überhaupt zu retten war, dies angesichts eines Parteipräsidenten Fulvio Pelli, der in der Deutschen Schweiz wie bei seinen Freunden im Tessin kaum eine echte Chance hatte, und einer Fraktionspräsidentin, die Sprache und Eleganz erst lernen musste. Gabi Huber hat zu Beginn des Jahres zugestanden, dass die Partei schlecht kommuniziert, eigentlich vier Jahre zu spät.

Während die Schweizer FDP ihren „Marktanteil“ von 15% von jenen 48% der Bürger, die noch wählen gehen, bisher knapp gehalten hat (neuere Zahlen gibt es nicht), ist seine deutsche Schwesterpartei, die deutsche FDP, bei gut 2% angelangt. Auch die deutschen Liberalen haben seit langem ein Parteipräsidenten-Problem. Jetzt haben sie auch noch ein Generalsekretär-Problem. Patrick Döring gilt aufgrund leichtsinniger Äusserungen bereits als „liberaler Rohrkrepierer“.

Philipp Rösler, der deutsche FDP-Chef, hat nicht die geringste Chance, die deutschen Wähler zu überzeugen. Er ist blitzgescheit, aber ein von einem deutschen Ärztepaar adoptierter Vietnamese, der bei den schwäbischen und rheinischen Liberalen nicht die rechten Heimatgefühle weckt. Ist das Rassismus? Sicher nicht, denn wenn es schon ein Tessiner in der Deutschen Schweiz schwer hat, warum sollte es ein deutscher Vietnamese in Stuttgart und Köln leichter haben?

Braucht es diese altliberalen Parteien in der Schweiz und Deutschland überhaupt noch? Sie sind heute geschrumpft zu Lobby-Organisationen einzelner Berufsverbände und Branchen. Keiner ihrer Spitzenvertreter hat noch das Format, einen nationalen, europäischen oder globalen Gedanken zu formulieren, der das juristisch-volkswirtschaftliche Kauderwelsch übertrifft.

Längst sind die EU, Frankreich und sogar Deutschland „gelenkte Demokratien“, wo die Regierungen sich alle Mühe geben, ihre Völker, Wähler und Stimmbürger in die gewünschten Richtungen zu manipulieren. Wir haben 60 Jahre im Speck gelebt, jetzt kommt Magerkost.

Ein Kommentar zu “FDP im Doppelminus”

  1. Harry R. Wilkens

    Unerklärlich und unerträglich, tagtäglich bis zum Erbrechen von der völlig unwichtigen und überholten deutschen FDP hören und sehen zu müssen! Und 2012 geht es grad so weiter…
    Rösler als blitzgescheit bezeichnen zu wollen ist wohl ein schlechter Scherz. Er ist nichts anderes als die Karikatur eines arroganten Piefkes mit Hang zum amerikanischen Pep-Talk. Allerdings mit dem Touch aus dem Land des Lächelns, auf den leider immer noch der Zuschauer – aber nicht das Stimmvieh – hineinfällt.

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