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Tagesarchiv für 29. Dezember 2011

Das Nachdenken wird ausgeklammert

Donnerstag, den 29. Dezember 2011 um 16:10

Die ETH Zürich hat seit langem ein „Collegium Helveticum“, von dem man wenig hört. Es sollte das institutsübergreifende Nachdenken fördern, denn in den Bologna-geprägten Studiengängen hat man zu wenig Zeit dafür. Deshalb will die Universität St. Gallen ein „Collegium Sangallense“prüfen, das von Prof. emerit. Dr. Wolfgang Schürer vorgeschlagen wurde. Dort will man die „universitas“ als umfassende Suche nach Wahrheit wieder in ihr Recht einsetzen. Der Hochschulbetrieb als solcher bleibt dann unangetastet, weil umfassendes Denken „outgesourct“ wird; es könnte das „fast feeding“ der Studenten stören.

Schweizer Provinz oder City State?

Donnerstag, den 29. Dezember 2011 um 10:10

Natürlich würde ich gerne etwas Nettes über unseren neuen Bundesrat sagen, aber ist er nicht sehr provinziell? Ist er nicht mehr ein Verwalter alter Strukturen  als Gestalter neuer? Wenn Singapur 2030 zu einer 5,5 Mio.Einwohner-Metropole wachsen will, ist die Schweiz dann längst eine 9 Mio.-Einwohner-City. Dubai und sogar London werden dann nur knapp mithalten können. Doch, wir lieben unsere alten Kantone, politische Strukturen, die 700 Jahre alt sind. Wir wagen es nicht, ein City State zu werden (obwohl wir es längst sind), wie es der St. Galler Bankier Dr. Konrad Hummler (Wegelin & Co.) und Avenir Suisse vorgeschlagen haben. Die Schweiz ist der schönste Stadtstaat der Welt, wenn unsere Provinzpolitiker in Bern es nur wagen würden, diesen Begriff zu benutzen.

Besuch bei Hugendubel

Donnerstag, den 29. Dezember 2011 um 6:30

In den Hugendubel’schen Büchertempeln, wo ganz hinten noch ein Billigcafé nach Wiener Art, zwischen Ablageflächen und Regale eingeklemmt, das Gefühl von Leselust vermittelt, kann dem Leser das Lesen und dem Schreiber das Schreiben vergehen. Fürchterliche Buchlawinen stauen sich auf engster Fläche, Bücherschinken neben Schund, irgendwo am Rande die „Klassiker“, Familienromane, menschliche Schicksale, individuelle Tragödien in einer Sprache, die sich dem Genuss entzieht. Bücher brauchen Einsamkeit, Buch-Grossmärkte sind à priori ein Widerspruch.

 
     
     
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