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Tagesarchiv für 16. Dezember 2011

Die Rolls-Fahrer werden bescheiden

Freitag, den 16. Dezember 2011 um 15:35

Wie sich die Zeiten ändern: Gunther Sachs, Selbstmörder, wollte noch vor 30 Jahren „lieber im Rolls weinen, als im VW lachen“. Heute empfehlen die Erfolgreichen, wie David Bosshart, langjähriger Leiter des gdi, in seinem Buch „The Age of Less“, die Familien sollten mit ihren Einkommen künftig vor allem ihre Fixkosten decken dürfen. Das gelte vor allem für jene, zu denen er sich auch zählt, „die 99% des Menschenmöglichen erreicht haben“. Bosshart sieht das Glück nicht mehr allein in der bezahlten Arbeit, denn die Glücksforschung wisse, „dass ein Einkommenszuwachs nur bis  ungefähr 5000 Franken pro Monat ein grösseres Glücksgefühl bewirkt“. Danach würde es genügen, wenn eine Migros-Verkäuferin den Mindestlohn von gut Fr. 3000.—p.M. erhält; mehr als Fr. 5000.—pro Monat würden Unglück nicht verhindern. Dieses neue sozialpolitische Paradigma hat seinen Reiz, sofern man davon nicht erfasst wird. Noch relevanter als David Bosshart wird jedoch Markus Spillmann, Chefredaktor der NZZ, der sagt: „Journalismus lebt vom inneren Feuer.“ Nun brennt einmal schön.

Scheinwelt Klimaprotokoll

Freitag, den 16. Dezember 2011 um 15:00

Wie löchrig das Klimaprotokoll ist, zeigt der Austritt Kanadas. Jeder kanadische Haushalt wäre mit 2000 Franken jährlich belastet worden, während die USA, China und Indien sich darum drücken.

Unsere Gesellschaft ist eine Konsumgesellschaft; daran wird sich erst dann etwas ändern, wenn die Kosten für den Konsum derart hoch geschraubt werden, dass die Menschen den Verzicht lernen müssen.

Wozu soll man Ski fahren, mit viel Energie hinauf, nachdem die Pisten mit noch mehr Energie künstlich präpariert wurden, dann wieder hinab, dann wieder hinauf und dies ganze Tage? Wozu Fussballspiele besuchen? Die Zen-Buddhisten des Zuger Lassalle-Hauses, einer jesuitischen Ausbildungsstätte, verbrauchen viel weniger Energie als die Fans, die bei ihren Zufahrten auch nur teuren Strom vergeuden. Privatflugzeuge und Yachten, reine Verschwendung. Zehn Hemden im Schrank, Luxus, drei müssen genügen. Wegen mit den Krawatten. 248 Volksvertreter, das bringt nur Aufwand. Genügen nicht 48? Diese Liste könnte man auf 200 Seiten verlängern.

Ob die Erde darob untergeht? Ich glaube es nicht. Vielleicht müssen die Menschen wieder das Wandern erlernen, wie unsere Vorfahren. Vielleicht müssen wir einmal tatsächlich mehr Ausländer aufnehmen. Kürzlich fuhr ich per Zug durch das Allgäu Richtung München. Die Landschaft war einfach leer.

Gewichtige Nebensätze

Freitag, den 16. Dezember 2011 um 12:30

Jürg Altwegg lese ich immer. Er beherrscht die Kunst, Nebensätze von Gewicht abzusondern. So in der FAZ vom 14. Dezember, S. 33, wo er schreibt: „Attali und einige andere exhibitionistische Schaumschläger“. Attali Schaumschläger? Dieser Grossgeist, den andere zu den 100 grössten Denkern der Gegenwart zählen. Nun ja, hundert ist immer ein wenig weit gegriffen.

Intellektuelle Wirtschaftsführer sind selten

Freitag, den 16. Dezember 2011 um 10:35

Wenn die Zeitschrift „Bilanz“ zum Jahresende die wichtigsten Wirtschaftsführer der Schweiz auszählen lässt, fällt auf, dass intellektuelle Spitzenkräfte der Schweizer Wirtschaft eher selten sind. Die Intelligenz, welche die Führung eines Unternehmens verlangt, braucht nur selten intellektuelle Spitzenleistungen. Wer sind die Intellektuellen unter den Schweizer Wirtschaftsführern?

  • Auf dem ehrenvollen Platz 13 Dr. Konrad Hummler, der geschäftsführende Teilhaber der St. Galler Privatbank Wegelin % Co.
  • Auf dem gleichen Platz Prof. Dr. Klaus Schwab, der Gründer des WEF, der mindestens diplomatische Intellektualität bewiesen hat.
  • Auf Platz 26 Rolf Soiron, dessen stoische Weisheit unter Wirtschaftsführern selten ist.

Intelligenz darf man auch den anderen Wirtschaftsführern zusprechen. In der Jury selber gab es nur einen Intellektuellen: Dr. Thomas Held, der sich durch milde Gelassenheit auszeichnet.

Unser guter Wunsch für 2012: „Es gibt nichts Besseres, als zu gewinnen“ (Roger Federer)

Freitag, den 16. Dezember 2011 um 8:15

Ja, liebe Leserinnen und Leser des „Early Bird“, dieses Votum wird die Ereignisse des kommenden Jahres bestimmen. Da unsere Leser intelligent sind, werden sie wohl zu den Gewinnern zählen. Manche werden auch sagen: Was ist der Sieg, überleben ist alles.

Wir wünschen Ihnen Kampfgeist, Einsatz ohne Ermüdung, und einen grossen Sieg. Mindestens einen.

„Weltwoche“ und „tachles“ überraschen

Freitag, den 16. Dezember 2011 um 7:10

Wir haben wieder zwei Magazine in der Schweiz, die gerade im kommenden Jahr viel guten Lesestoff versprechen: „Weltwoche“ und „tachles“.

Die „Weltwoche“ hat mit der Urs Paul Engeler–Drohne der obersten SVP-Führung einen Blattschuss erteilt, wie niemand sonst dazu in der Lage gewesen wäre. Exzellenter Journalismus, aber ob die Freundschaft der beiden Egozentriker Christoph Blocher und Roger Köppel dies überlebt? Solche „Freunde“ wünscht sich niemand.

„tachles“, das jüdische Wochenmagazin, von Chefredaktor Yves Kugelmann seit Jahren glänzend geführt, hat mit Andreas Mink einen Redaktor und Kommentator, der keine Furcht kennt. Als einziger in der Schweiz legt er offen, wie Mitt Romney, Newt Gingrich und John Bolton den Iran mit Bombenabwürfen und Kommandoeinsätzen destabilisieren wollen. Mink geht auf Distanz: Mehr Ritual als Realität nennt er den Auftritt der US-Grossmäuler vor der Republican Jewish Coalition.

Die beiden Jahres-Abos habe ich natürlich verlängert.

 
     
     
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