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Tagesarchiv für 14. Dezember 2011

Spenden und vergeuden

Mittwoch, den 14. Dezember 2011 um 17:17

Mindestens ein gutes Dutzend Spendenaufrufe pro Woche erreichen jetzt die wohlhabenderen Haushalte. Wer einmal auf die Liste der Spender geraten ist, wird Post, e-mails und Telefone dieser Organisationen nicht mehr los. Weil ich ein „bleeding heart democrat“ bin, gebe ich für arme Kinder in Afrika, Schweizer Eishockeyclubs oder die Statussammler, welche sich gegen Krankheiten, eingesperrte Journalisten, liberales Denken oder Opfer von kriegerischen Handlungen einsetzen.

Nach vierzig Jahren Entwicklungshilfe bin ich allergisch gegen Sammlungen für die ganz Armen, haben es deren Eliten doch meist versäumt, die ihnen gespendeten Gelder vernünftig einzusetzen. Wir in Europa haben unsere Revolutionen gegen räuberische Eliten hinter aus, obwohl einige Adelsgeschlechter dennoch überlebt haben. Jetzt wäre es an den armen Völkern, wie soeben in Nordafrika geschehen, ihre alten Herren fort zu jagen. Wer vorher spendet, bewirkt wenig.

Eine Milliarde für die Opfer

Mittwoch, den 14. Dezember 2011 um 16:00

Gut eine Milliarde Franken hat das IKRK im kommenden Jahr zur Verfügung, um Kriegszonen den Opfern zu helfen. Da die USA pro Tag zwei Milliarden Franken für die Kriegsführung ausgeben, ist dies kein besonders hoher Betrag. Die drei Hauptfinançiers des Roten Kreuzes sind auch die USA, die EU und die Schweiz.

Stabilisierend wirken die Helfer aus Genf vor allem in Afghanistan und Somalia, aber auch der Irak und Pakistan sind begünstigt. Es fällt auf, dass diese Hauptbegünstigten alle in Einflusszonen westlicher Kriegsmächte liegen. Russland, China, Indien und Lateinamerika sind heute weitgehend friedlich.

Windräder schlimmer als Italiener

Mittwoch, den 14. Dezember 2011 um 14:45

Während Jahrzehnten haben wir die Italiener beschimpft, weil sie mit Vogelnetzen an strategisch günstigen Standorten tausende von Vögeln aus dem Himmel holten, um sie zu rösten und zu essen. Weil die energieproduzierenden Windräder sogar die Adler vernichten, verzichten amerikanische Energieproduzenten vermehrt auf die Erstellung von Windrädern. Unsere Windräder auf den Alpen- und Jurapässen sind sicher ebenso erfolgreich bei der Vernichtung der Fauna. Keiner schimpft mehr.

Das grosse Illusions-Spektakel

Mittwoch, den 14. Dezember 2011 um 13:40

Der neue Schweizer Bundesrat ist der alte, ergänzt durch einen agilen linken SP-Mann. Es ist ein Bundesrat der Illusionen, denn kein Departementschef wird in der Lage sein, die ihm gestellten Aufgaben zu lösen.

  • Der Druck aus dem Ausland wird für die Schweiz ein bestimmender und immer teurerer Faktor.
  • Die zunehmende Binnenmarkt-Schwäche kann nur durch noch mehr Subventionen und Finanzausgleich bewältigt werden; das wird politisch nicht durchsetzbar sein.
  • Weder die Sanierung der Schweizer Armee noch der Umbau der Energieversorgung sind mittelfristig machbar. Das gilt auch für die innenpolitischen Grossprojekte der anderen Departemente.

Gewinner werden die gut geführten Konzerne sein, auf deren Schutz und Erhaltung die Verwaltungen von Bund und Kantonen spezialisiert sind. Gewinner wird die Verwaltung selber sein, die sich heute schon mehr als es gut ist gegen die politische Führung durchzusetzen vermag. Dem Schweizer Volk zu dienen, indem es dessen Wohlstand mehrt, wird dem neuen Bundesrat nicht gelingen; im Gegenteil: Steigende Preise gerade der staatlichen und halbstaatlichen Güter werden die mühsam erkämpften Salärverbesserungen zunichte machen.

Steuern sparen, wo?

Mittwoch, den 14. Dezember 2011 um 11:45

Marc Raggenbass, FDP-Präsident in Zollikon, hat seine eigene Gemeindepräsidentin unter Kuratel gestellt: Es soll im kommenden Jahr keine Steuererhöhung im einst reichen Zollikon geben. Es ist an der Zeit, dass die Personalpolitik, wie sie von der FDP betrieben wird, sich ändert. Zu viele Karrieristen, die nur ihre Karriere sehen und das Volk vergessen, Regierungsrätin Gut und Freunde inclusive.

Besser wäre es, nach Israel auszuwandern. Wer dort einwandert, zahlt zehn Jahre keine Steuern, auch als Privatmann.  Auf Zinsen von Bankeinlagen müssen während 20 Jahren keine Steuern bezahlt werden. Wer finanziert den Staat? Die USA, Deutschland und die EU.

 
     
     
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