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Tagesarchiv für 13. Dezember 2011

Kronenhalle ausgebucht

Dienstag, den 13. Dezember 2011 um 17:00

Was unsere Universitätsinstitute und das seco über den schlechten Gang der Wirtschaft sagen, ist höchst relativ. Tatsache ist: die Zürcher „Kronenhalle“, das Wohnzimmer der Zürcher Gesellschaft, ist ausgebucht. Das gilt auch für viele andere Spitzenrestaurants. Krise? Fragt sich immer, für wen?

Was kosten die Tories?

Dienstag, den 13. Dezember 2011 um 14:20

Natürlich will David Cameron nichts zulassen, was dem Finanzplatz London schaden könnte. Sein Grund ist ein einfacher: 3 Hedge Fund-Milliardäre zahlen seit Jahren zwischen 30-70% aller Spenden der Hedge Fund-Industrie an die Tories. Die „blue hedge brigade“, wie die „Financial Times“ schreibt, übernimmt seit zehn Jahren 10-14% aller Spenden an die Konservativen. Merke: You get what you give.

Ein neuer Savonarola vor der Tür?

Dienstag, den 13. Dezember 2011 um 12:25

Schon einmal, vor gut 500 Jahren, hatten wir die Situation, dass Bankiers und Handelsherren eine wichtige Region beherrschten: Florenz. Damals trieben die Medici jenen gewaltigen PR-Aufwand mit bildlichen Darstellungen, der uns heute geachtete grosse Kunstwerke schenkte. Jedoch, der von den Medici engagierte Dominikanermönch Girolamo Savonarola, predigte bald gegen seine Herren und verbrannte auf dem wichtigsten öffentlichen Platz deren Kunstwerke und weiteren Luxus. Eine Demonstration gegen Reichtum und Vergeudung.

Die Minder (Boni) und die Studer (Erbschaften) sind noch keine Savonarolas der Gegenwart, aber aus kleinen Explosionen können auch grosse werden, wenn das Kapital seine Position in der demokratischen Schweizer Gesellschaft nicht deutlich macht. Es genügt nicht, wenn der Genfer Handelsriese Gunvor, der, wie seine Führungskräfte, ohnehin kaum Steuern zahlt, über Stiftungen Kunst oder eine Professur an der EPFL finanziert. Es sind die gleichen „Geschenke“ an die Bürger des City States Switzerland, wie sie einst die Medici machten.

Ein Schweizer Savonarola müsste mehrsprachig sein. Jean Ziegler hinterliess Spuren, Thomas Minder schon weniger, die jungen „wilden“ Nationalräte kaum noch. Dieser Mann muss von aussen kommen. Zeit zum Verbrennen, wie einst mit dem Florentiner Mönch geschehen, haben wir dann immer noch. An die Stelle des Feuers werden die Medien treten.

Machtelite ohne geistigen Halt?

Dienstag, den 13. Dezember 2011 um 11:55

Gemäss Bertelsmann-Stiftung gehören die Vereinigten Staaten von Amerika zu jenen fünf Ländern auf der Erde, wo die Menschen am wenigsten gegen Armut geschützt sind. Wer die Kandidaten der Republikaner beobachtet, darunter Newt Gingrich, kann dem nur zustimmen. Gingrich sagt: „Die Armen sollen in unseren Schulen den Hausmeister machen.“ Dieses erschreckende Denken verweist uns Europäer in die Welt des frühen Mittelalters. Sind wir schon wieder dort oder wieder zurück gefallen, wie Hermann Hesse vor 70 Jahren warnte.

Grosses Geld, „big money“, hat die Eigenschaft, via Zins und Zinseszins, aber auch die Fähigkeit, grosse Risiken einzugehen, sich in immer grössere Teile der Gesellschaft hinein zu arbeiten. Daran geht der mühsam aufgebaute Mittelstand zugrunde, auch in der Schweiz, die nur dank des Fleisses ihrer Bevölkerung noch ein wenig Insel der Seligen geblieben ist. Niemand ist in der Lage, dies zu ändern, denn der Prozess läuft schon seit über 100 Jahren.

Treiben wir richtig?

Dienstag, den 13. Dezember 2011 um 7:55

Natürlich war die Klimakonferenz in Durban ein Flop. Die Europäer und die Australier, begleitet von 100 ärmeren Staaten Afrikas und Lateinamerikas, die für sich Dutzende von Milliarden an Subventionen aus einem Fonds  erwarten, dem die materielle Substanz fehlt, d.h. nur 15% des Weltsozialprodukts, wollen Treibhausgase bekämpfen, während die grossen Staaten Asiens und die USA diesem Projekt demonstrativ den Rücken zukehren. Treiben wir richtig? Die Erderwärmung nimmt weiter zu; die Zwei Grad-Grenze ist Makulatur.

Dazu kommt der Atomausstieg, wie er von der deutschen und der Schweizer Regierung angekündigt wurde. Ist er realistisch? Jetzt hat sich EU-Kommissar Günther Oettinger davon abgewendet. In seiner neuen „road map“, die in Kürze vorgestellt werden soll, erklärt er die Atomenergie zu einem „wichtigen Faktor“, will in der EU bis 2030 schon 40 neue Kernkraftwerke bauen lassen und deren Bau sogar subventionieren.

 
     
     
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