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Tagesarchiv für 1. Dezember 2011

CFR oder UHR?

Donnerstag, den 1. Dezember 2011 um 17:20

Bei Swatch bin ich an der Börse ausgestiegen, denn das Getue der jungen Hayeks geht mir auf den Nerv. Was bei Vater Nicolas G. noch originell war, ist jetzt nur noch platt. Der Feldzug der Familie Hayek gegen die Banken interessiert keinen Menschen; man weiss ohnehin nicht, wer recht hat. Im Gegensatz ist die Compagnière Financière Richmond (CFR) nur daran interessiert, mit guten Produkten Geld zu verdienen, auch für ihre Aktionäre. Das ist ein klares Geschäftsmodell, weshalb ich den Südafrikanern jetzt etwas mehr vertraue als den Bielern.

Schweizer kämpfen um Spitzenjobs

Donnerstag, den 1. Dezember 2011 um 14:35

In den grossen Konzernen der Schweiz, darunter vor allem den aus dem Ausland steuerbegünstigt eingewanderten, haben Schweizer Arbeitnehmer immer weniger Chancen, in Spitzenjobs vorzurücken. Die Chefs sind meist Ausländer, die Personalchefs sind auch oft Ausländer, die mit Schweizer Hochschuldiplomen wenig anzufangen wissen. Sie engagieren Bachelors und Masters, auch wenn sie weniger leisten als unsere Diplomanden.

Die Trennung zwischen der A-Schweiz der Konzerne und der B-Schweiz der einheimischen Firmen von nur nationaler Ausrichtung wird immer dramatischer. Wer glaubt, wir könnten unsere Schweizer Kultur, wozu auch die Bildung zählt, gegen die fremden Sitten durchsetzen, wird eine schlimme Täuschung erleben. KV und Gewerbeverband suchen den Übergang zu glätten, aber nicht einmal das Bundesamt für Berufsbildung und Technologie war bisher in der Lage, eine Brücke in die neue Welt zu schlagen.

Die Globalisierung macht nicht halt vor alten Leistungen, mögen sie noch so gut gewesen sein.

Die St. Galler fliehen nach Konstanz

Donnerstag, den 1. Dezember 2011 um 12:55

Schon im ablaufenden Jahr sind die Zürcher Aargauer und Innerschweizer in den Bodenseestadt Konstanz geflohen, wenn sie billig einkaufen wollten. Ab 2015 will die Privatbahn Thurbo AG Direktverbindungen von St. Gallen nach Konstanz anbieten, das dann in 35 Minuten zu erreichen ist. Das bedeutet einen Einbruch für den Grossraum Zürich an Einkäufern und Gästen für die Zürich-Winterthurer Szene. Die Schweizerischen Bundesbahnen waren bisher nicht in der Lage, Zürich und St. Gallen in angemessener Zeit zu verbinden, das nervt.

Wie ist das mit der Innovationskraft eigentlich?

Donnerstag, den 1. Dezember 2011 um 8:30

Weidlich bekannt ist es, dass einige der grössten Schweizer Unternehmen, wie Nestlé und Rolex, aber auch BBC-ABB und sogar die Schweizerische Kreditanstalt, welche jetzt Credit Suisse heisst, von Deutschen gegründet oder mindestens finanziert wurden. Wir wissen auch, dass es nicht die Bündner, Berner und Walliser waren, welche zuerst ihre Berge bestiegen, sondern Engländer. Während wir Schweizer uns noch im Aberglauben der Tradition sicher fühlten, kam der Fortschritt von aussen. Jetzt wissen wir auch, dass es die Niederländer waren, welche Zermatt die erste Berghütte schenkten. Die „Mattini“ wären nie auf den Gedanken gekommen, derlei selbst zu finanzieren.

Die Innovationskraft der Schweiz beruht ganz wesentlich auf dem Beizug von Ausländern. Die grosse Zahl von Zuwanderern, denen sich das Team Blocher-Frey-Mörgeli von der SVP entgegen stemmt, stimmt zuversichtlich, dass die Innovationskraft des Landes uns auch morgen erhalten bleibt.

Die Kirche ent-weltlichen

Donnerstag, den 1. Dezember 2011 um 7:07

Es ist der Römisch-Katholischen Kirche nicht gut bekommen, sich zu sehr mit weltlichen Dingen zu beschäftigen. Die Welt ist das eine, die Kirche und der Glaube das andere. Weil in der Schweiz in vielen Kantonen, so vor allem auch in Zürich, neben der Kirche des Glaubens auch eine Staatskirche existiert, die zudem über die Finanzmittel verfügt, ist die katholische Kirche im Würgegriff der weltlichen Synodalen gefangen.

Noch nie habe ich davon vernommen, dass Synodalen, d.h. die weltlichen Amtsträger der offiziellen Staatskirche, einen Menschen zum Glauben bekehrt haben. Vielmehr handelt es sich um recht gut bezahlte Positionen, wo Ämter vergeben und Macht geteilt wird.

Wie der Berater einer Bank den Kunden bei der Stange hält, auch dann, wenn die Bank oder das Finanzsystem zur Diskussion stehen, sind es Einzelpersonen der Kirche, Pfarrer, Mönche oder kirchliche Intellektuelle, die einen Menschen zum Glauben führen können. Sie sind die Bergführer in den Schluchten und Höhenzügen der Bibel und anderer Werke des Glaubens.

Es ist daher die Zeit gekommen, die Kirche wieder zu ent-weltlichen. Da die Welt, wie wir sie gestalten und erleben, sich ohnehin zu einem Trauerspiel für viele entwickelt, muss die Kirche wieder zur Gegenwelt werden, wo mindestens die Chance besteht, es könne auch anders sein. Wenn die deutschen Bischöfe nun den Verlag Weltbild verkaufen wollen, ist dies von hoher Symbolik. Erst auf der Basis eines echten Glaubens kann die Welt richtig beurteilt werden. Das ist die Haltung des Abtes von Einsiedeln, Martin Werlen, ein bekennender Benediktinermönch, das ist die Haltung von Martin Grichting, dem ausgezeichneten Generalvikar des Bistums Chur, dem die Ent-Weltlichung der Kirche ein hohes Anliegen ist.

 
     
     
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