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Tagesarchiv für 23. November 2011

SBB bleibt einsprachig

Mittwoch, den 23. November 2011 um 16:50

Die Städte Morat und Fribourg wollen zweisprachige SBB-Schilder auf ihren Bahnhöfen. Das gefällt dem etwas herben SBB-CEO Andreas Meyer nicht. Er sagt: „Wer Sonderwünsche hat, soll diese auch bezahlen.“ Ist es nicht die Corporate Identity der Schweiz, mehrsprachig zu sein? Meyer will dies aus Kostengründen abschaffen.

An Spanien lernen?

Mittwoch, den 23. November 2011 um 16:15

Schon 15 Jahre ist es her, dass „Super“-Staatsmann Felipe Gonzalez seinen Abschied nahm, sein Schüler Rodriguez Zapatero hat den verheerenden Zustand des Landes übernommen und nochmals verschlechtert. Man darf Sozialdemokraten kein Geld in die Hand geben; wer diese Regel verletzt, wird ärmer.

Die verarmten Spanier werden jetzt noch ärmer werden, denn der „grosse Ruck“ der neuen konservativen Regierung Rajoy wird erst einmal Sozialleistungen kosten. Wie das Volk dies ohne „Arabellion“ überlebt, ist mir rätselhaft.

Kann eine Grosse Koalition das Volk in Schach halten? Die Spanier sind temperamentvoll wie die Griechen und werden rasch die Strassen blockieren. Schon das kommende Jahr wird zeigen, was Europa von Spanien lernen kann.

Buchleser wissen mehr und handeln überlegter

Mittwoch, den 23. November 2011 um 14:40

In der Hektik der modernen Medien macht es oft den Eindruck, als seien Buchleser arme Poeten, die in Hinterzimmern die Zeit verschlafen. Wie die folgenden Beispiele zeigen, könnte nichts falscher sein:

  • Der weithin bekannte deutsche Asienkenner Karl Pilny, der auch in der Schweiz wohnhaft ist, hat im Osburg Verlag den Thriller „Japan Inc.“ Publiziert. Darin zeigt er das alte und das heutige Japan mit einer Dichte, die jedem Ökonomen und Politiker abgeht. Wer das alternde Japan wirklich verstehen will, muss dieses Buch über die Feiertage lesen.
  • „Dass mein Herz aus Winterholz ist“, lesen wir von Lisa Marti, die mit Unterstützung von Franziska K. Müller bei „wörterseh“ ihre Erinnerungen unter dem Titel „Mutanfall“ publiziert hat. Das ehemalige Verdingkind, dem später auch der Mann davonlief oder verunglückte, verlor nicht den Glauben an sich, sondern eroberte die Welt, anderen helfend. Ein Buch, das jeder Bankier lesen sollte, der demnächst die Kündigung erhält.
  • Etienne Dubois hat bei Favre das Buch „L’assassinat de dirigeants étrangers par les Etats-Unis“ heraus gebracht. Spannend, wie von Lumumba über Osama bin Laden und Muammar Ghadhafi Washington seine Gegner entsorgte. Nur Fidel Castro blieb unbesiegbar. Eine Muss-Lektüre für alle USA-Fans.
  • Ein neues Sonderheft von MERKUR heisst „Sag die Wahrheit“ und entschlüsselt, warum jeder ein Nonkonformist sein will, aber nur wenige es sind. Eine köstliche Lektüre für kluge Menschen, die ihre Mitmenschen noch besser kennen lernen und verstehen möchten.

Diese Bücher auf meinem Schreibtisch lösen bei mir Lustgefühle aus, denn sie sind jederzeit gleichzeitig zugänglich, weshalb ich den Zugriff auf e-Hilfen vermeide, wo Lesen mehr eine Last als eine Lust ist.

Bären und Wölfe sind des Menschen Feind

Mittwoch, den 23. November 2011 um 11:11

Wenn im Wallis die Bauern vergeblich gegen Berner Politiker, Spitzenbeamte und „städtische Wildtierfreunde“ ankämpfen, um den Wolf, der sich bereits vermehrt, wieder aus dem Kanton zu verjagen, antwortet ihnen der oberste Schweizer Natur- und Tierschützer: „Der Wolf ist einfach da. Ihr müsst mit ihm leben.“

Was dies bedeutet, zeigt der Aufbau der Bärenpopulation in den USA seit 1970. Diese sind aufgrund der Trockenheit derart hungrig, dass sie im Campinglager einbrechen, Hunde angreifen, in Wohnungen einbrechen, Velofahrer im Yellowstone Park angreifen und sogar zwei Menschen töten.

Ein Braunbär braucht 20 000 Kalorien am Tag, ein Grizzly noch wesentlich mehr. Von Florida bis Nevada haben sich die Bären seit vierzig Jahren, weil geschützt, vermehrt. Jetzt sind sie wieder zu des Menschen Feind geworden.

Im Wallis spielt sich unter Berner Druck das gleiche ab. Noch sind es nur vier Wölfe im Oberwallis, bald werden es ganze Rudel sein. Ein völlig überflüssiger Vorgang einer Luxusgesellschaft, die Millionen aufwendet, um eine künstliche Natur zu schaffen. Die Bauern zahlen die Rechnung der städtischen Jö-Mentalität.

Krise: Ist Timing alles?

Mittwoch, den 23. November 2011 um 9:15

Drei Szenarien zeichnen sich ab, wann die laufende Krise ihren Höhepunkt finden oder sich auflösen wird:

  • Im Sommer des kommenden Jahres wissen wir, ob die Euro-Krise gelöst worden ist, sagen die Meisterdenker in Brüssel und Berlin.
  • Im Herbst des kommenden Jahres werden wir es wissen, wenn die Wahlen in den USA vorbei sind, sagen die Skeptiker.
  • Ende 2013 werden wir es wissen, denn zuvor wird die Krise noch viel umfassender und grösser werden als die von 1928-30, sagen die Schwarzseher.

Im Augenblick brechen immer mehr Preise zusammen, mit Ausnahme der staatlichen und halbstaatlichen (Krankenkassen, Versicherungen) Agenturen. Fröhliche Weihnacht.

Die Einfluss-Nehmerin geht

Mittwoch, den 23. November 2011 um 7:55

Wenn Bundesrätin Micheline Calmy-Rey nach neun Jahren das Bundeshaus verlässt, wird sie uns in Erinnerung bleiben als eine Magistratin, die sich als Einfluss-Nehmerin gesehen hat: in Europa, in der EU und in der Welt. Sie behauptet, die Schweiz sei heute besser positioniert, stärker und einflussreicher als vor zehn Jahren. Dies ist so wenig einzuschätzen wie die Funktion des „Einflusses“. Sie freut sich auch darüber, dass 78% der Bevölkerung mit der Arbeit des Bundesrats zufrieden sind. Derlei sagt wenig aus, denn die Bevölkerung kann kaum mehr beurteilen, was der Bundesrat wirklich leistet; sie ist Stimmungen ausgesetzt. Micheline Calmy-Rey ist die Undurchsichtige geblieben; das ist einer Unterwalliserin, die in Genf aufgewachsen ist und eine grosse Karriere gemacht hat, angemessen.

 
     
     
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