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Tagesarchiv für 21. November 2011

Der Euro und die Wölfe

Montag, den 21. November 2011 um 17:10

Wie die Schafe im Wallis die Wölfe fürchten, kreisen die Grossinvestoren über der Euro-Zone. Ein Zerfall des Euros würde die nationalen Volkswirtschaften, auch die Deutschlands, sofort zerstören. Hunderte grosser Firmen stünden vor dem Verkauf. Alleine die grössten US-Konzerne in der Schweiz haben USD 300 Mia. gebunkert, die auf Einsatz warten. Wer gegen die Euro schreibt, fördert die Wölfe.

Flughafen Kloten argumentiert wie EU-Behörden

Montag, den 21. November 2011 um 15:40

Die Deutsche Lufthansa, deren Tochter Swiss und die Flughafendirektion unter CEO Thomas Kern argumentieren: Ein doppeltes Nein des Zürcher Volks am 27. November gibt den Zürcherinnen und Zürchern immer noch die Möglichkeit, bei jeder künftigen Ausbauetappe des Flughafens über dessen weitere Entwicklung abzustimmen. Das deckt sich mit der Argumentation der EU-Behörden gegenüber der Schweiz. Diese bieten der Schweiz an, selbst Vorschläge zu machen, wie sie neue EU-Gesetzgebung übernehmen will. Sie könne dann immer noch jedem einzelnen Teil der Gesetzgebung zustimmen oder diesen ablehnen, jedoch mit negativen Folgen. Die negativen Folgen eines Doppel-Nein sind derzeit ein Tabu-Thema. Eines ist klar: Grosse Teile der Schweizer Wirtschaft brauchen einen wachsenden Flughafen in Kloten. Wer den Lärm der Starts und Landungen nicht verträgt, muss umziehen.

Mario Monti ist ein Freund der Schweiz

Montag, den 21. November 2011 um 15:27

Der neue italienische Ministerpräsident Mario Monti ist ein Freund der Schweiz. Schon 2004 erhielt er den Ehrendoktor der Universität St. Gallen, wo er zusammen mit Prof. Dr. Carl Baudenbacher die Grundlagen für das englischsprachige Curriculum für das Studium des Rechts gelegt hat. Monti, vormals Rektor und Präsident der berühmten italienischen Universität Bocconi, hat mit dieser und der Uni St. Gallen auch die Grundlagen für die Gemeinschaft der Europäischen Management-Schulen (CEMS) gelegt.

Baudenbacher bestätigt auf der HSG-Homepage: „Monti is a convinced economic liberal with a social conscience.” Ganz Italien und die EU warten gespannt darauf, welche Folgen dies haben wird.

Angesichts der angespannten Beziehungen der Schweiz zur alten italienischen Regierung ist gut zu wissen, dass Monti die Schweiz liebt. Er verbrachte während Jahren seine Sommerferien im Engadin. Im Namen der HSG hat Prof. Dr. Carl Baudenbacher seinem Kollegen Prof. Dr. Dr. h.c. HSG Mario Monti zur Wahl zum italienischen Ministerpräsidenten gratuliert.

Gerhard Schröder macht arm

Montag, den 21. November 2011 um 13:13

Ob Gerhard Schröder noch für Michael Ringier arbeitet? Besser nicht, denn Schröder macht arm. Nicht nur hat er die Hartz-Modelle in die Wege geleitet, die Millionen Menschen unglücklich gemacht haben, auch die Riester-Rente, die dem Zahler nichts bringt, geht auf Schröders Konto. Die von ihm steuerbegünstigt angekurbelte Container-Seefahrt, die zur Folge hatte, dass jedes dritte Containerschiff auf den Weltmeeren einem deutschen Anleger gehört, steht vor einer Pleitewelle, denn vielen Schiffen steht nur wenig Fracht gegenüber. Wem die Schröder’sche Ostsee-Pipeline Geld bringen wird, muss sich noch zeigen.

Ein blühendes, frisches Judentum

Montag, den 21. November 2011 um 9:15

Wieder einmal hat Yves Kugelmann, Chefredaktor der jüdischen Wochenzeitschrift „tachles“, ein meisterliches Interview geführt, diesmal mit Dieter Graumann, dem Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland. Meisterlich deshalb, weil vieles klar wird, was man in nichtjüdischen Publikationen so nicht lesen kann. Graumann, von Kugelmann sorgfältig geführt, bekennt sich zu einem „frischen“ Judentum, das mehr ist als „trauriges Opfer“ oder „lästiger Mahner“. Wer ein „blühendes Judentum in Deutschland will“, müsse den Juden die dafür nötigen Mittel in die Hand geben. An dieser Formulierung fällt nur auf, dass sie auch für Bauern, Bankiers oder Gewerbetreibende gelten könnte.

Graumann sieht „eine abschliessende Restitution“ nur dann, wenn die Juden in Deutschland „mit so viel Vermögen ausgestattet würden, dass wir aus dessen Erträgen überleben könnten“.  (Anm.: Angesichts der derzeitigen Zinsen, wie sie von Banken geboten wird, würde dies die Verschuldung Deutschlands erneut erheblich ansteigen lassen.) Graumann verlangt auch, dass jüdische Kinder in Deutschland nur in jüdische Schulen geschickt werden; das wird Moslems und anderen Glaubensrichtungen bisher verweigert, weil es die Integration erschwert (Kanzlerin Angelika Merkel: „Ich bin auch Eure Kanzlerin“ zu den Türken in Deutschland).

Schlaue Bergler

Montag, den 21. November 2011 um 8:50

Wenn SP-alt-Nationalrat Andrea Hämmerli seiner Bündner Nachbarin Eveline Widmer-Schlumpf, alt-SVP-Mitglied und neu BDP-Bundesrätin, etwas ins Ohr flüstert auf, wie ähnlich die Köpfe beider sind: eher klein, schmal, spitze Nase, bewegliche Augen, eine Art Kraushaar. Die beiden schlauen Bergler verbindet mehr als die Politik, eine Art genetische Struktur, die in den Bündner Tälern herangewachsen ist. Christoph Blocher ist ihnen gegenüber ein Vollschwabe, Nachfahr eines Pfarrergeschlechts von der Schwäbischen Alp, Muni gegen Geissbock und Geiss.

Sommarugas Lesepensum

Montag, den 21. November 2011 um 8:10

Unsere Justizministerin ist mit einem Schriftsteller, Lukas Hartmann, verheiratet, mit dem sie sich auch über ihre politische Tätigkeit austauscht. Sie empfiehlt „Paradise Lost“ von John Milton, hat hundert „liebste Bücher“, empfiehlt aber nur vier von Frauen, wo nur Arundhati Roy auffällt. Genügt dieser Horizont?

 
     
     
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