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Tagesarchiv für 18. November 2011

Das Glück des José Manuel Dûrao Barroso

Freitag, den 18. November 2011 um 17:20

welches er als Präsident der Europäischen Kommission beschwört, ist nicht das Glück seiner Völker. Der portugiesische Dauer-Redner hat selber ein Volk am Atlantik, das von trauriger Armut ist, dessen Nachbar Spanien bald mehr Arbeitslose als Arbeitende hat, dessen grosser Staat Italien bald pleite ist, gefolgt von Frankreich, und sicher bald von Gross-Deutschland, wenn es alle Schulden seiner Nachbarn bezahlen muss.

Der  de Gasperi-Schumann-Adenauer-Traum der EU als Instrument des Friedens und der industriellen Expansion ist wohl an eine Grenze gestossen. Diese Grenze heisst Schuldenwirtschaft; wer soll für die Sünden der letzten 20 Jahren aufkommen? Es bleibt nur jenes Volk, das von Barroso beschworen wird. Ich könnte wetten, dass die Europäer nach dem Untergang des Sowjetreichs und vor dem Untergang der USA auch die Lust an ihrem neuen Grossreich verlieren. Es ist zu teuer. „Ein verlorenes Jahrzehnt mit geringem Wachstum und hoher Arbeitslosigkeit liegt vor uns“, sagt auch IWF-Chefin Lagarde. No good news, darling.

Hildebrand top, Noda flop

Freitag, den 18. November 2011 um 16:16

Philipp Hildebrand, Präsident der Schweizerischen Nationalbank, darf sich über das zu Ende gehende Jahr freuen. Er hat den Franken stabilisiert, was Japans Premier Noda nicht gelungen ist. Mehr noch als Schweizer Firmen drohen japanische Konzerne mit Auswanderung, weil der Yen von der Spekulation nach oben getrieben wird.

Während das entfesselte Finanzkapital schon die Währungen Osteuropas aufmischt und in Frankreich ein neues Opfer sucht, hält sich die Hildebrand-Schweiz erstaunlich gut. In Italien und Griechenland haben bereits Finanzfachleute die Regierung in einem putschähnlichen Verfahren übernommen. Wir haben Hildebrand als „eisernen Währungskanzler“ im Rücken; das genügt vorläufig.

Die Angriffe gegen ihn waren eine der grossen Blamagen von Christoph Blocher in diesem Jahr.

Kauder-Welsch nördlich des Rheins

Freitag, den 18. November 2011 um 15:50

Mit dem triumphalen Satz „Jetzt wird in Europa Deutsch gesprochen“, hat sich Volker Kauder, der Fraktionschef der CDU/CSU in Berlin, tief in die Nesseln gesetzt. Der südbadische Machtpolitiker hat vor allem die Engländer, aber auch andere Europäer, gegen sich und Deutschland aufgebracht.

Kauder ist ein wichtiger Mann, wenn es um die An- und Abflüge auf den Flughaften Kloten geht. Er kann, mit CDU und CSU im Rücken, alle Schweizer Vorstösse abwehren, die eine Rückkehr zu vernünftigen Flugbedingungen fordern. Jetzt wissen wir, dass mit diesem Provinz-Napoléon nicht zu spassen ist. Bei ihm wird „Deutsch gesprochen“ und nicht Schwizertitsch.

Gabi Hubers Traum

Freitag, den 18. November 2011 um 15:35

Der neue FDP-Präsident „muss schön zum Anschauen, sexy und immer fröhlich sein“ verlangt FDP-Fraktionschefin Gabi Huber von Fulvio Pellis Nachfolger. Es handle sich um „ein sehr anspruchsvolles Profil.“ Ein einzelner Mensch könne so viele Fähigkeiten, die es brauche, gar nicht besitzen. Fulvio Pelli ist derweil von der Bühne des Geschehens verschwunden. Alle warten auf seinen Nachfolger, der auch eine Frau sein darf. Erst nach dem 14. Dezember werden wir wissen, wie tief die FDP gefallen ist.

Rätsel der Unterwürfigkeit

Freitag, den 18. November 2011 um 13:13

Weshalb die verarmenden Engländer, die von den verarmenden USA ebenso abhängig sind wie verarmenden Franzosen, die ohnehin stets wenig Geld hatten, einem Prinzen Charles huldigen, der mit seiner merkwürdigen Co-Regentin Camilla die Massai-Nomaden besucht, um von diesen bewundert zu werden, wird mir rätselhaft bleiben. Die Menschen haben offensichtlich das Bedürfnis, unterwürfig zu sein, um jemandem zujubeln zu dürfen.

Die Riesen-Lastwagen kommen

Freitag, den 18. November 2011 um 12:12

In Deutschland dürfen jetzt während fünf Jahren 400 Riesen-Lastwagen mit einer Länge von 25 Metern über die Strassen donnern. Als dies vor vier Jahren erstmals als Projekt bekannt wurde, war mir von Beginn klar, die deutsche Regierung, würde den Wünschen von Daimler-Chrysler Folge leisten. Das bedeutet:

. ein höherer Verschleiss an Autobahnen und Bundesstrassen

. für langsame Autos ein grosses Risiko bei jedem Überholmanöver.

Diese Riesen-Lastwagen werden auch in der Schweiz Einzug halten; es ist eine Frage der Zeit. Derzeit werden unsere Autobahnen mit grossem Tempo auf sechs Spuren ausgebaut. Dies ist ein Hinweis darauf, dass der Gotthard und der Lötschberg für die Riesenbrummer ausgebaut werden sollen. Wie wir uns an die 40Tönner gewöhnt haben und kaum mehr bemerken, werden uns auch die 60Tönner Gigaliner kaum Schwierigkeiten machen.

Der halbdemokratische Alpen-Pharao

Freitag, den 18. November 2011 um 7:55

Als halbdemokratischer Alpen-Pharao, der in Berlin sozialisiert wurde, dessen Resort Al Gouna unter den ägyptischen Wirren leidet und der in Andermatt nun eine neue Touristen-Pyramide bauen will, leidet Samih Sarwiris unter den schlechten Zeiten. Erstmals will er in diesem Winter in der Gotthard-Region Ski fahren, um sein Hotel Chedi von oben betrachten zu können. Alles wird sehr langsam gehen; erst 2015 werden wir wissen, was in Andermatt gebaut sein wird. Geben wir dem sympathischen Kopten eine Chance, hat er es doch in Aegypten wie bei uns recht schwer.

Anderseits haben Fiesch und die Bettmer- wie die Riederalp im benachbarten Goms viel mehr Romantik und bessere Pisten. Man bräuchte auch dort einen ausländischen Bonzen, der die Einheimischen an den Holztisch bringt, um den Urnern zu zeigen, wo die Fahrt abgeht. Im Goms wohnen mit Abt Martin Werlen, Sepp Blatter, Peter Brabeck-Letmathé und ex-SRG-Präsident Walpen mehr Prominente als Andermatt bisher vorzeigen kann.

 
     
     
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