Über uns Dienstleistungen Agenda Medien Publikationen Kontakt  

Weblog

Tagesarchiv für 10. November 2011

Eine Schweizer Weltneuheit: Die revolutionäre Oma

Donnerstag, den 10. November 2011 um 15:15

Revolutionärinnen, sei dies in Lateinamerika oder Asien, haben meist ein kurzes Leben. Sie sterben an Krankheiten, weil unterversorgt, oder werden von den Regierungstruppen erschossen. Die Schweiz ist anders. Sie hat mit Andrea Stauffacher eine 61jährige Revolutions-Oma, die nicht von ihrem Tun lassen will. Die Alt-Revolutionärin hätte wegen Sprengstoff-Delikten 27 Monate ins Gefängnis gehen sollen, erhielt aber eine Reduktion auf 17 Monate. Sarah Wagenknecht, die in Deutschland die friedliche Revolution will, macht derzeit Karriere als Buchautorin, bei der Partei „Die Linke“ und in den Medien. Offensichtlich haben wir mit „der Stauffacher“ eine Fundamentalistin, die nicht einmal vom Schweizer Weltlinken Jean Ziegler einen Besuch erwarten darf.

Erfolgreiche neue „Eton-Maharajahs“

Donnerstag, den 10. November 2011 um 13:45

Als König Faisal II. die neuen Grenzen des Irak in den Sand malte, schuf er ein schwieriges Erbe, das zuletzt Millionen Toter zur Folge hatte. Diese „jolly good fellows“ teilten Indien in 565 Gross- und Kleinfürstentümer auf, ganz nach dem Motto „Teile und herrsche“. Noch Nawaharlal Nehru sagte: „Demokratie sind Begriffe, die nicht für uns gemacht sind.“ Die Helden des British Empire, Gordon, Rhodes, Churchill, Clive, Dyer und Eden, waren oft abscheuliche Sadisten und Illusionisten, deren schreckliches Erbe noch immer herunter gespielt und sogar verborgen wird. Erst die jungen asiatischen Historiker, die jetzt eine eigene Stimme erwerben, machen deutlich, wie sehr die europäische Geld- und Goldgier bis heute zur Vernichtung der Völker geführt hat. Die Einführung des Freihandels allein durch die Engländer hat in Irland und Indien zum Verhungern von Dutzenden von Millionen Menschen geführt. Niemand hat bis heute eine Entschuldigung vernommen; das wäre auch etwas wenig.

Die Wundertüten-Medien: Weltwoche und Monat

Donnerstag, den 10. November 2011 um 9:53

Weltwoche-Herausgeber Roger Köppel fliegt die wildesten Kurven, um angesichts seiner Nähe zu Christoph Blocher die Glaubwürdigkeit seiner Publikation, wenn nicht in der Welt, so mindestens in der Schweiz zu erhalten.

Jetzt hat er Konkurrenz von René Scheu, dem Herausgeber des „Monat“, der aus der drögen Publikation endlich einmal ein Blatt der liberalen Leader machen möchte Seine November-Ausgabe ist eine Wundertüte intellektuellen Klatsches, das er mit der Bemerkung eröffnet „Es ist völlig klar: reich ist, wer sich bereichert hat.“

Der Vielschreiber Norbert Bolz, der Linksschreiber Mathias Binswanger, der Eklektiker Wolfgang Sofsky, Assistenzprofessoren und ein Model, das den „Masters of the Universe“ entfloh, um selber „Master“ zu bleiben, fordern die Lesezeit. Obwohl im „Monat“ viele Banken werben, kommt Bankenkritiker René Zeyer zu Wort. Peter Sloterdijk, vor 10 Jahren noch gut, darf uns auffordern, unser Leben zu steigern, nachdem wir es zuletzt nur ändern sollten. Genug: Dem Wortswpiel-Artisten folgt der Universitäts-Artist Patrick Aebischer. Daniel Borel will die permanente Innovation.

Ich schätze, René Scheu überfordert seine Schweizer Freisinnig-Liberalen. Die wollen vor allem eins: bleiben.

 

Soll das EU-Binnenmarkt-Empire untergehen?

Donnerstag, den 10. November 2011 um 9:47

Von unseren jungen Führungskräften, die oft keine Bilanzen lesen können und auch die Ereignisse der Geschichte nicht mehr kennen, die dann auch fanatisch den Untergang der Eurozone und der Europäischen Union an die Wand malen, darf kaum erwartet werden, dass sie sich dessen bewusst sind, wie noch um 1900 der Glaube vorherrschte, die Welt könne als Nation nur beherrschen, wer über ein eigenes Weltreich verfügt. Dieser Glaube hat zwei Weltkriege zur Folge. Die Europäische Union ist ein Binnenmarkt-Empire, das unter dem Druck seiner eigenen Zügellosigkeit und dem der Finanz-Oligarchen zu zerbrechen droht. Die letzten Reste sozial-liberalen Denkens werden sich dann auflösen, wie derzeit in Griechenland zu beobachten ist. Wenn Europa in Stücke zerbricht und die Staaten ihre letzten Firmen verkaufen müssen, sind dies Schnäppchen für die „vultures“, die uns bereits umkreisen.

Der homo sapiens wird dann abgelöst vom androiden Wesen Humanity 2.0, das erkennbar ist an immer mehr technisch gesteuerten Apparaturen in seinem Körper, welche der Wissenschaft dazu dienen, eine ultimative Wahrheit zu finden.

Es gibt eine reiche Alternative zum Kapitalismus

Donnerstag, den 10. November 2011 um 8:25

Die Ökonomen wollen uns weismachen, es gebe keine Alternative zum Kapitalismus; das ist nicht wahr. Till Fähnders hat in der FAZ-Sonntagszeitung vom 9. Oktober die chinesische 2000 Einwohner-Gemeinde Huaxis vorgestellt, deren Einwohner alle Millionäre sind und in zweistöckigen Häusern leben. Sie bauen jetzt einen eigenen Wolkenkratzer von über 320 Metern Höhe, was die ganze Schweiz noch nicht geschafft hat.

Wu Renbao, der einstige Parteichef des Ortes, hat diese kapitalistische Revolution ausgelöst, indem er vor 50 Jahren das einfache Bauerndorf zu einem Standort der Industrie gemacht hat. Er ging „die Strasse des Kapitalismus“, als dies in China noch gefährlich war. Andernorts in China, wo ähnliche Experimente gewagt wurden, kam es zu Erschiessungen.

Wu Renbao, der immer nur 20% der Gewinne ausschütten liess, der Stahlwerke und Fabriken baute, eine Art Gottlieb Duttweiler der Extra-Klasse, verwöhnte seine 2000 dörflichen Mitglieder. Wer das Dorf verliess, verlor alles.

Diese Mischung aus Sozialismus, Kommunismus und Kapitalismus hat 2000 Menschen reich gemacht, weil kein Einzelner sich bereicherte. Die zehntausend Wanderarbeiter von Huaxi sind gut gehalten, haben aber nicht die gleichen Rechte wie die Einheimischen, dies erinnert an die Burgerschaften der Schweiz, wo wenige sehr gut gestellt sind, die anderen weniger.

Eine Alternative zum Kapitalismus ist möglich, was „Das Wunder von Huaxi“ beweist.

 
     
     
Home Kontakt Sitemap Weblog Home
Home | Über uns | Dienstleistungen | Agenda | Medien | Publikationen | Kontakt | Sitemap | Weblog