Über uns Dienstleistungen Agenda Medien Publikationen Kontakt  

Weblog

Tagesarchiv für 2. November 2011

Nerven die Schweizer?

Mittwoch, den 2. November 2011 um 17:17

Frau Dr. sc. pol. Virginia Bischof Knutti, Oberstleutnant in der Schweizer Armee, hat bei „books on demand“ das 264seitige Werk „Warum nerven die Schweizer?“ in Bereitstellung gebracht. Sie meint, die Verkehrsachsen über die Alpen hinweg und das Wasser aus den Bergen seien die einzigen geopolitischen Stärken der Schweiz gewesen, bis die EU diese beansprucht habe. Frau Oberstleutnant schreibt, wir würden mit dem Beharren auf das Bankgeheimnis und den tiefen Steuersätzen für ausländische Firmen die anderen nerven. Wirklich? Die in Gstaad wohnhafte Autorin hält die Schweizer und sich eher für bewundernswert. Soll gelten.

Die vor allem auf den Sonderbundeskrieg  von 1847 und General Dufour zurück gehende Legende, es hätte nie ernsthafte kriegerische Auseinandersetzungen zwischen den Eidgenossen selber gegeben, wird durch den heute weitgehend vergessenen Zweiten Villmerger- oder Toggenburgerkrieg im Jahr 1712 widerlegt, wo von den rund 10 000 Kämpfern über 2 600 zu Tode befördert wurden. Die katholischen Innerschweizer Kantone mussten damals die Herrschaft an die reformierten Berner und Zürcher abgeben.

Dennoch gilt, was Otto Wicki, Anton Kaufmann und Erwin Dahinden in einer Publikation der Druckerei Schüpfheim aus dem Jahr 1911 berichten: „Oh, wär ich doch ein Schweizer“.

Schweizer Sitten im Wandel

Mittwoch, den 2. November 2011 um 16:00

Wenn der linksorientierte Berner Schriftsteller Lukas Hartmann ein Buch schreibt, wie „Bis ans Ende der Meere“, liest dies der Burgdorfer Unternehmer Willy Michel auf seiner Yacht in den Kurzferien, wobei er sich ärgert, „dass Spekulanten den Frankenpreis so hoch getrieben haben“. Im heimischen Burgdorf hat er die Produktion „auf ein Minimalniveau zurück geschraubt“, weil im Ausland Stundenlöhne von Fr. 3.50 geboten werden. Damit könne die Schweiz nicht mithalten, sagt Schnellfahrer Michel.

Bluff als politisches Instrument

Mittwoch, den 2. November 2011 um 13:10

FDP-Präsident Fulvio Pelli bluffte während zweier Jahre, er wolle 20% der Wählerstimmen erreichen. Jetzt ist er bei 15% gelandet. Er ist bis April des kommenden Jahrss „dead man walking“, denn sein Votum hat eine sehr geringe Halbwertszeit. Otto Ineichen, FDP-Nationalrat aus Luzern, hatte recht, als er die sofortige Neuwahl eines FDP-Präsidenten verlangte und das Team Lüscher-Genf und Keller-Sutter-St. Gallen als Vizepräsidenten vorschlug; damit hätte die FDP rasch Tempo gewonnen. Nun hängt auch Bundesrat Johann Schneider-Ammann in den Seilen. „Der Mann, der sich die Hände nicht schmutzig macht“, so alt Bundesrat Dr. Christoph Blocher, hat ohnehin keinen Ruf mehr zu verteidigen. Es geht in Langenthal und Bern nur noch um das nackte politische Überleben. Der Bluff als politisches Instrument gewinnt an Gewicht, die Zeit der halben Wahrheiten ist angebrochen.

Rösler – Wunder oder Wirklichkeit?

Mittwoch, den 2. November 2011 um 13:00

Ob der deutsche Wirtschaftsminister, Vizekanzler und Parteichef Philipp Rösler seiner Partei, der FDP, noch helfen kann oder nicht, mag offen bleiben. Sicher ist, dass er, noch keine 12 Monate alt, aus einem Waisenhaus in Vietnam von einem deutschen Piloten und seiner Frau, einer Krankenschwester, mitgenommen und adoptiert wurde. Rösler, im Vietnamkrieg geboren, Eltern unbekannt, erlebte eine deutsche Kindheit in einer dann zerbrechenden Familie. Während viele junge Deutsche einfach nur herumhängen, lernt er und macht eine astreine berufliche und politische Karriere.

An diesem Beispiel lässt sich erkennen, wie viel Potential in den Menschen steckt, die heute kaum Entwicklungschancen haben. Jedes verhungernde Kind in den armen Staaten ist ein Verlust für die Menschheit.

Junge Freunde machen alte Gegner

Mittwoch, den 2. November 2011 um 8:10

Prof. Dr. Hans Küng und Papst Benedikt XVI. waren als junge Katholiken und spätere Hochschullehrer bis 1968 miteinander befreundet. Unter dem Eindruck der Studentenrevolte blieb Küng progressiv, während der spätere Papst sich wissenschaftlich kaum noch bewegte und damit die Grundlage für seine römische Karriere legte. Nicht unähnlich ist die Geschichte von „Nickel und Jürgen“. Beide waren linke reformierte Geistliche, Sozialpastoren, die den Arbeitern helfen wollten. Aus Jürgen wurde Jürgen Fliege, TV-Pastor, aus „Nickel“ Nikolaus Schneider, der heutige Ratsvorsitzende der evangelischen Kirche in Deutschland. Er hat ein Disziplinarverfahren gegen seinen alten Freund Jürgen eingeleitet. Das hat Hans Küng schon hinter sich. Es ist stets erstaunlich, wie brutal gerade Kirchenobere gegen ungeliebte Mitbrüder vorgehen; offensichtlich verlangt die Reinheit der Botschaft dies.

 
     
     
Home Kontakt Sitemap Weblog Home
Home | Über uns | Dienstleistungen | Agenda | Medien | Publikationen | Kontakt | Sitemap | Weblog