Fredmund Malik, Führungsgenie aus der Schweiz
19. Oktober 2011 um 13:13Der 67jährige Prof. Dr. Fredmund Malik, Herr über 250 Mitarbeiter in Europa und China, kennt mit Gegner und „slow changern“ keine Gnade (alle Zitate aus „Handelszeitung“ Nr. 41):
- Amerika und England sind am Rand von realwirtschaftlichen Entwicklungsländern angekommen.
- Das System des Shareholder Value-Denkens bringt sich selber um.
- Insbesondere die Finanzbranche ist ein sich selbst zerstörendes System.
- Die Finanzmärkte sind keine Märkte, sondern sich selbst zerstörende, aufschaukelnde, explodierende Systeme ohne die Kraft der Selbstregulierung.
- Wenn man an der herkömmlichen Denkweise festhält, fährt das System gegen die Wand.
- Wir lassen zu, dass wir uns durch eine völlig unsinnig und zum Exzess getriebene Konkurrenz gegenseitig behindern und umbringen.
Rettung kommt aus seinem System der Syntegration. Verstanden wurde er in China. Malik: „In China, wo ich auf höchsten Ebenen, darunter Universitäten und Parteischule, seit Jahren in diese Richtung gewirkt habe, hat man das klar verstanden. Daher zieht sich China nun vom US-Management konsequent zurück, was aber im Westen noch kaum wahrgenommen wird.“
Malik ist ein Vorarlberger von ausserordentlichem Stehvermögen. Wenn das Wort noch einen Sinn haben soll, ist er ein Genie. Selbstverständlich tun sich die Schweizer schwer, dies anzuerkennen. Sie müssten dazu ihre eigenen Leistungen infrage stellen.
Als Zeugen einer solchen Haltung dienen:
- Marc Faber, Investor mit wechselhaftem Glück, der an eine durchgehende Inflationierung der westlichen Gesellschaften glaubt und in China aufgrund unkontrollierter Kreditvergabe eine Krise kommen sieht.
- Daniel Hannan, Generalsekretär der European Conservatives, der die „Flickschusterei“ in der EU noch auf Jahre weitergehen sieht.
Marc Faber wie Daniel Hannan halten die Kurs-Untergrenze der Schweizerischen Nationalbank gegenüber dem Euro für falsch. Faber, weil er 10% Mehrarbeit aller vorziehen würde, Hannan, weil er sie als Auslöser für eine kommende Inflation betrachtet.


am 20. Oktober 2011 um 11:50 Uhr.
Prof. Malik hat wirklich meinen vollen Respekt. Klare und unverbrauchte Denkansätze kann er verständlich formulieren, wie nur wenige.
Macht es Ihnen eingentlich keine Angst, dass der ach so böse Flughafen Zürich auf seine Managementstrukturen baut?