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Tagesarchiv für 18. Oktober 2011

Nachricht von den Herren der Welt

Dienstag, den 18. Oktober 2011 um 13:40

Wenn ein Muschik zur Zeit der letzten Zaren Pech hatte, wurde er auf den privaten Landgütern gequält, um anschliessend in der Armee noch schlimmer behandelt zu werden. Es gab nur, wenn er sich auf die Knie warf, Gnade oder Nachsicht für ihn und sein schlimmes Tun. Nicht anders Peter Marks, der Amerika-Chef des Bosch-Konzerns, der den Banken empfiehlt: „Sie sollten nachsichtiger mit kleinen Unternehmen sein. Hier geht es um relativ kleine Summen. Deshalb sollten sie hier ruhig ein etwas höheres Risiko eingehen.“ Klingt das nicht ein wenig nach dem alten Russland? Auf die Knie, KMU’ler!

Geheimnisvolle Schweizer

Dienstag, den 18. Oktober 2011 um 13:40

Baron August von Finck sen. konnte ich ein einige Male beobachten, hochgewachsen, leicht hinkend, in Begleitung einer eleganten Dame in bayrischer Tracht. Er hielt Abstand, wie es sich für deutsche Milliardäre in der Schweiz gebührt. Er holte sich Mövenpick, von Roll, die SGS in Genf und manches andere Schweizer Unternehmen. Längst sind seine Kinder am Werk. Diese Höhenlage-Schweizer machen sich nicht gemein mit dem Volk. Sie leben, wie von Finck, in einem passablen Schloss im Thurgau. Jetzt sind ihm die deutschen Steuerbehörden hinterher. Wird er zahlen müssen? Ich denke an den armen Thurgauer Bauern, der dringend Fr.100 000 braucht, um seine Klärgrube zu sanieren. Die beiden werden nicht zueinander finden.

Die Jagd auf deutsche Steuersünder in der Schweiz ist wieder im Gang, dies nach dem Motto „Wir müssen finanzieren, was andere versaut haben.“ Man holt das Geld in der Schweiz, um es an Griechenland weiter zu geben. Was würde Lord Byron dazu sagen?

Flughafen Kloten will Nachtflugsperre lockern

Dienstag, den 18. Oktober 2011 um 12:45

Vor einem halben Jahr war Swiss-Chef Harry Hohmeister noch voller Sorge, das am 27. November zur Abstimmung kommende Pistenausbauverbot für Kloten werde beim Volk durchkommen. Seither hat eine Propagandawelle des Flughafens gegen die kantonalen Bürgerinteressen eingesetzt, die offensichtlich Wirkung zeigt.

Dazu kommt: alt Bundesrat Moritz Leuenberger, Präsident der Swiss-(Lufthansa)-Stiftung in der Schweiz, setzt sich dafür ein, über Belange der Flughäfen müsse national abgestimmt werden, was die vom Lärm Betroffenen rettungslos in die Minderheit versetzt. Jetzt hat sich auch Bundesrätin Doris Leuthard „für eine schweizweite Lösung“ in Lärmfragen eingesetzt. Das Ziel ist klar: Beschallung hunderttausender von Flughafen-Anwohnern bis 24.00 Ihr und ab 06.00 Uhr morgens.

Damit tritt auch für die Schweiz ein, was rund um den Globus bereits gilt: Wer genügend Geld hat, zieht baldmöglichst weg aus dem belärmten Zonen; wer keines hat, leidet.

Inlandsieg für Deutsche Lufthansa

Dienstag, den 18. Oktober 2011 um 12:30

Nachtflüge zwischen 22.00 – 24.00 Uhr und ab 05.00 morgens sollen im neuen Berliner Hauptstadtflughafen Schöneberg erlaubt sein, sagt das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig in einer Grundsatzentscheidung. Jetzt macht sich der Lufthansa-Hauptflughafen Frankfurt Hoffnung, ebenfalls diese Freigaben zu erhalten. Die Deutsche Lufthansa wird kaum daran zu hindern sein, dieses Reglement auch in Kloten anzustreben.

Schluss mit dem Glauben an die USA

Dienstag, den 18. Oktober 2011 um 12:12

Die US-Amerikaner überziehen die Welt seit Vietnam mit überflüssigen Kriegen. Die amerikanischen Banken sind seit 30 Jahren gut damit beschäftigt, das amerikanische Volk ärmer zu machen. Die Erderwärmung ist für die US-Regierung ein „spleen“ der Europäer, weshalb sie die Diskussion solcher Themen ablehnt. Die US-Gesellschaften, die ich seit 50 Jahren in Europa kenne, haben nur ein Ziel: Möglichst hohe Gewinne aus Europa zu ziehen und diese unversteuert in die USA zu bringen.

Das Euro- und EU-bashing der USA ist einfach lachhaft, denn die Amerikaner sind in vielfaches mehr pleite als die Europäer. Sie haben kaum noch Wachstum, weil ohne gute Produkte, eine Arbeitslosigkeit, die höher ist als die der Europäer und suchen uns zu belehren? Wir brauchen einen „European  Defense Monitor“, der den Amerikanern paroli bietet.

Die Schweiz, sich einst Schwesternation der USA nennend, sollte, wie die Berliner auch, Schluss machen mit dem veralteten Glauben an die Gunstbeweise der USA. Unsere Eliten, Kaspar Villiger und Freunde, sind längst übergelaufen als „figure heads“ in die grossen, US-dominierten Gesellschaften. Aber was hat das Schweizer Volk davon?

Die grossen Jahre der USA liegen mehr als ein halbes Jahrhundert zurück. Es ist kein Land der Zukunft mehr, sondern das einer kurzen Vergangenheit. Wir müssen unsere Freunde in der ganzen Welt suchen. Good bye, America. Es war einmal.

Ovid und der Staatskapitalismus

Dienstag, den 18. Oktober 2011 um 10:50

Es gibt von Ovid eine wunderbare Erzählung, wonach vier Schwestern, die durch eine Landschaft gehen, plötzlich am Boden festgehalten werden. Ihr Körper verwandelt sich von unten her zu Baumstämmen und dann zu Bäumen. So geht es Frankreich mit einer Staatsquote von 56%, aber auch anderen westlichen Staaten, wo der Begriff Marktwirtschaft längst eine Fiktion geworden ist. Aus Griechenland sind die Reichen in die Schweiz geflüchtet, was dem Notwehr-Begriff des St. Galler Bankiers Dr. Konrad Hummler entspricht. Sie haben den ausufernden Staat sich selber überlassen.

Unsere westlichen Staaten sind im Begriff, sich aus schönen Schwestern, die marktwirtschaftlich erfolgreich waren, zu hölzernen Bäumen des Staatskapitalismus zu verwandeln. Frankreich wird das grössere Griechenland werden.

Die Erosion ist von Menschen getrieben

Dienstag, den 18. Oktober 2011 um 10:31

Wenn wir in den Alpen eine zunehmende Erosion erleben, die sich in Felsstürzen und Schlammlawinen zeigt, sollten wir nicht vergessen, dass vom Menschen jährlich viermal mehr Sedimentmasse verfrachtet wird, wie alle Gletscher und Flüsse der Erde gemeinsam bewegen. Wir sind ins Anthropozän eingetreten, wo die Erde vom Menschen geformt wird, Schweizer Firmen, wie Glencore und Xstrata ganz an der Spitze. Ob der Mensch damit nur eine Periode bestimmt oder ein ganzes Zeitalter, werden erst unsere Nachfahren wissen.

 
     
     
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