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Tagesarchiv für 17. Oktober 2011

Genfer sind doppelt so klug wie St. Galler

Montag, den 17. Oktober 2011 um 16:50

Der Kanton St. Gallen hat eine Maturitätsquote von 14 %, der Kanton Genf eine solche von 28 %. Nach dieser Spielregel müssten die Genfer doppelt so intelligent wie die St. Galler sein, was natürlich nicht der Fall ist. St. Gallen hat eine konservative bürgerliche Regierung, die auf Selektion achtet, die Genfer haben eine Linksregierung, wo Leistungsmessung an sich schon ein Unding ist.

Wer war es wirklich?

Montag, den 17. Oktober 2011 um 15:35

Gelernt haben wir Älteren, es seien die Griechen gewesen, die unsere Kultur begründet haben, weshalb es Griechenland heute noch schwer fällt, sich nicht durch andere finanzieren zu lassen. Dann wurden wir auf die Völker Westasiens aufmerksam, deren kulturelle Leistungen über die Griechen in den Westen gekommen sein sollen. Jetzt schreibt Robin Lane Fox („Reisende Helden“, Klett-Cotta), es seien die Euböer gewesen, die von Chalkis und Eretria aus den Phöniziern auf der Spur waren und die eigentlichen Kulturtäter waren. Mal abwarten.

FDP quo vadis?

Montag, den 17. Oktober 2011 um 15:26

Am kommenden Sonntag werden wir, wie es aussieht, den Absturz der FDP Schweiz zur viertgrössten Partei des Landes erleben. Die NZZ schrieb schon am vergangenen Samstag, wenn Eveline Widmer-Schlumpf als Bundesrätin nicht gehe, was kaum wahrscheinlich ist, müsse einer der beiden FDP-Bundesräte Platz machen für einen SVP-Bundesrat. Das ist das Ende von Fulvio Pelli alsParteipräsident; von Fraktionschefin Gaby Huber ist schon seit Wochen nichts mehr zu vernehmen. Generalsekretär Peter Brupbacher wird als „Schwarzes Schaf“ der bevorstehenden Wahlniederlage bereits aufgebaut.

Stefan Nünlist, SBB-Kommunikationschef, und bürgerlicher Stadtpolitiker (Gemeinderat) aus dem Mittelland, will nun mit Hilfe von Pascal Couchepin und Franz Steinegger aus der gescheiterten FDP eine neue machen. Der Verdacht ist gegeben, es könne sich um eine Retro-FDP handeln, welche den Idealen der 80er Jahre des 20. Jahrhunderts verpflichtet ist.

Jetzt ist auch die „grosse Wirtschaft“ der Finanzgesellschaften und Konzerne vollends zur SVP übergelaufen. Dr. Christoph Blocher hat Tatsachen geschaffen, an denen niemand mehr vorbei gehen kann. Die NZZ hat längst das Todesurteil über die FDP ausgesprochen („Blocher ist wählbar“). Sie setzt auf die neuen Kräfte von rechts. Blochers „Kampf gegen eine Masseneinwanderung“ wird auch von grossen Teilen der Wirtschaft getragen, denn die Bauern, Gewerbler und Konzernchefs brauchen in jedem Fall immer nur die fleissigen Besten. Niemand will Mit-Esser finanzieren.

Wie wenig Banken und Konzerne noch Rücksicht nehmen auf Interessen der FDP im laufenden Wahlkampf, zeigen die offenen Rücktrittsforderungen an die Adresse von alt Bundesrat Kaspar Villiger. Natürlich hatte er nie eine Chance gegen Oswald J. Grübel. Natürlich war er der Aufgabe nicht gewachsen, den UBS-Konzern sicher zu führen; das zeigen die schon wieder laufenden Auseinandersetzungen um die Spitzenkader der Bank. Jetzt wird Villiger öffentlich zur Disposition gestellt; kein gutes Zeichen für die FDP in den letzten Tagen des laufenden Wahlkampfs.

Pelli war kein velofahrender Nibelunge, der den Endkampf suchte. Er blieb der „avvocato“, der nie den Zugang zu den Herzen der Deutschschweizer fand, der nie wusste, was ein Wahlkampf ist, weshalb er im Tessin sogar um den eigenen Platz zittern muss. Die jetzt noch der FDP die Treue halten, sind die letzten im vollen Sinne des Wortes.

 

Rezession, keine Spur?

Montag, den 17. Oktober 2011 um 10:15

Jetzt, wo die Deutschen der kommenden Rezession eine Absage erteilt haben, werden wir in der Schweiz uns wohl auch fragen dürfen: Wo bleibt die Rezession? Wenn Grossdruckereien, wie Swissprint, Produktionsstätten schliessen, hat dies mit Rezession wenig zu tun, wohl aber mit Kosten- und Marktverschiebungen. Wenn Medizinaltechnik-Firmen oder Kudelski abstürzen, dann hat dies mehr mit der ungenügenden Pipeline zu tun, die neue Produkte bringen soll. Achtung, die als seriös geltende „Frankfurter Allgemeine“ sieht Deutschland „knapp vor der Rezession“, was auch bedeuten kann, dass man dieser entgeht.

In Wirklichkeit boomt die Schweiz in ihren globalen Wirtschaftszentren weiter. Wer schwach auf den Füssen ist, wird diesen Wettkampf der Besten nicht durchhalten.

Das Land der reichen Armen

Montag, den 17. Oktober 2011 um 8:05

Ob man ohne Entrecôte, Klavierstunde und Kinobesuch glücklich leben kann? Mit Sicherheit. Gemäss der Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe ist arm, wer als Paar mit zwei Kindern unter 14 Jahren pro Jahr weniger als Fr. 60 000.- „verfügbares Einkommen“ hat. Das bedeutet ein Bruttoeinkommen von über Fr. 70 000.–, je nach Gemeinde und Kanton.

Wir sind das Land der reichen Armen. Wer die Fotos sogenannter „armer Familien“ sieht, trifft meist auf sehr adrett sich gebende Menschen, sauber gekleidet, Kunst an der Wand, auch Musikinstrumente für die Kinder.

Niemand bezweifelt, dass auch solche Familien einmal „ans Meer“ wollen. Dabei geht vergessen, dass die meisten Grosseltern der heutigen Generation nie „am Meer“ waren.

Merke: Wer das Nötige zum Leben hat, ist nicht arm.

 
     
     
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