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Tagesarchiv für 7. Oktober 2011

Die Krise als Fortschritt sehen

Freitag, den 7. Oktober 2011 um 16:16

Die zunehmende Kreditknappheit hat auch ihr Gutes. Viele grosse Konzerne werden demnächst mit anderen sich zusammen schliessen, um noch grössere Einheiten zu bilden. Für Jamie Dimon, CEO von JP Morgan Chase, muss man Verständnis haben, wenn er es ablehnt, von der BIZ in Basel neue Reglemente zu erhalten, die ihn und die Bank nur fesseln. Jetzt können die Grössten noch schneller wachsen, denn die Kleinen, so der schweizerisch-amerikanisch-asiatische UBS-Konzern, haben offensichtlich nicht das qualifizierte Personal, um dieser neuen Wettbewerbsrunde standhalten zu können. Alleine schon die Komödie um die Besetzung der Spitzenpositionen der Bank sagt doch alles! Die Krise, mag sie sich auch vertiefen, hat neuen Fortschritt zur Folge.

Niemand sage, die Kleinen, die KMU und das Gewerbe, hätten keine Chancen. In Einsiedeln, einer 10 000 Einwohner zählenden Stadt vierzig Kilometer vor Zürich, wurde innert 25 Jahren die heute 100 feste Mitarbeiter zählende Bäckerei und Konditorei Schefer aufgebaut. Urs und Franziska Schefer liessen ein Innovationsfeuerwerk los, bauten ihre Filialen aus und ziehen demnächst auch in Wädenswil vor den Toren Zürichs ein. Die renommierten Zürcher Konditoreien werden sich wundern, welche Schätze aus dem Klosterdorf angeboten werden.

Wachstum ist auch in der Schweiz möglich, wie viele solcher Beispiele zeigen. Man sollte deshalb die Elefanten nicht daran hindern, weiter zu tanzen. Die Weltbühne verlangt immer grössere Wagnisse, denn die Globalisierung ist nicht umkehrbar.

Unser Hübli

Freitag, den 7. Oktober 2011 um 16:10

Das beruhigt: Swiss-CEO Harry Hohmeister lässt uns wissen, er sehe in Kloten keinen Mega-Hub wie Frankfurt oder Dubai vor. Das ist absolut glaubwürdig, weil schon die Frage nach einem solchen Hub im Ansatz falsch gestellt ist.

Wir brauchen unser „Hübli“ wie ein Jogger die Luftzufuhr. Lassen wir das „Hübli“ nicht wachsen, werden unsere Globalwirtschaft und der Tourismus anämisch werden, denn nur das Volk und ein Prominentenanwalt fahren Velo. Harry Hohmeister versichert uns, die Stimmbürger könnten wieder die Bremse ziehen, wenn in Kloten mehr als 320 000 Flugbewegungen der Fall seien, 50 000 mehr als heute. Im ZFI plus heisst es nur: „Werden 320 000 Flugbewegungen im Jahr erreicht, fasst der Kantonsrat auf Antrag des Regierungsrats Beschluss darüber, ob der Staat auf eine Bewegungsbeschränkung hinwirken soll.“ Das klingt schon ganz anders.

Tatsache ist auch, Kloten soll nicht nur für die Zürcher und Innerschweizer ausgebaut werden. Ebenso gross wird die Nachfrage aus der ganzen Region Hochrhein-Bodensee sein, den badisch-schwäbischen Landen nördlich der Landesgrenze. Dort erwartet die baden-württembergische Landesregierung in den kommenden Jahren einen eigentlichen Wirtschaftsboom.

Wer jetzt noch in den Anflug- oder den kommenden An- und Abflugzonen wohnen bleibt, ist selber schuld. Grosse Teile des Zürcher Volks werden unter eine wachsende Lärmglocke gelegt, dem höheren Ruhm der europäischen Global- und Exportwirtschaft dienend.

„Bleibt hungrig, bleibt tollkühn“

Freitag, den 7. Oktober 2011 um 15:49

Was als geistiges Erbe von Steve Jobs nun kommuniziert wird, „Bleibt hungrig, bleibt tollkühn.“ klingt gut. Wenn dies nun aber nur hundert Jungmanager und –Unternehmer wirklich tun, werden wir mindestens 97 Pleiten erleben. Steve Jobs war US-Amerikaner in bester Tradition, mehr ein glänzender Verkäufer als ein grosser Erfinder. Der intern als Brutalo geltende Star, der deshalb einmal sein Unternehmen verlassen musste, aber wieder geholt wurde, um es zu retten, ist so wenig nachahmbar wie die Gründer von Berkshire Hathaway oder der Swatch Group es waren. Besser ist der Rat: „Habe Mut, Deinen Weg zu gehen. Aber schnalle Dich fest an.“

Wenn Steve Jobs nun als „The Magic“ vermarktet wird, spricht dies nur für die Kompetenz seiner PR-Berater. Als „Heiliger des Marktes“, der konsequent die Wünsche seiner Kunden umsetzt, wird er kaum beispielhaft bleiben, „denn sein Geschäftsmodell ist nicht nur Nachahmung empfohlen, es fehlt ihm die Nachhaltigkeit“, schreibt die „SZ“.

Für uns Normalsterbliche gilt deshalb weiterhin: „Wer nichts weiss, muss glauben.“

 
     
     
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