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Tagesarchiv für 5. Oktober 2011

Ein Gefängnis ist kein Kloster

Mittwoch, den 5. Oktober 2011 um 17:00

Das ist unfair von Roman Polanski. Bei seinem jüngsten Auftritt in Zürich, wo die urbane Gemeinde ihn stürmisch begrüsste, sagte der Filmer: „Ich habe meine Zeit in der Haft als Klosteraufenthalt betrachtet.“ Wenn jeder Sträfling aus einer Haftanstalt ein Kloster macht, wird die Strafe plötzlich zur Weiterbildungsübung. Gerade Politiker haben immer davon profitiert, am bekanntesten Nelson Mandela, dem offensichtlich kein Wärter etwas anhaben konnte.

Lärmende Umsteiger in Kloten

Mittwoch, den 5. Oktober 2011 um 16:50

Wie viel der Flughafen Zürich-Kloten der Schweiz wirklich bringt, ist umstritten. 60-70% der Passagiere sind Umsteiger, die von einem grossen Hub kommen und zu einem anderen grossen Hub oder Ziel fliegen. Die restlichen 30% machen den Hasen nicht fett.

Liberaler Plafond: 2%

Mittwoch, den 5. Oktober 2011 um 16:11

Die deutsche FDP ist auf 2% abgestürzt; einen Philipp Rösler werden die deutschen nationalliberalen Ärzte und Anwälte nie akzeptieren. Dies ist eine durchaus treffende wie traurige Aussage.

Bleibt davon die Schweiz unbeeinflusst? Keinesfalls, denn die liberalen Parteien in Westeuropa sind ebenso schwach wie volatil. Noch sind die Schweizer Freisinnigen mit gut 15% einigermassen präsent, aber kaum jemand ausser der Parteispitze glaubt noch, dies sei auf Dauer durchhaltbar.

Der Ruf nach einer erneuerten Parteileitung nach den Wahlen vom 23. Oktober ist unüberhörbar.Warum nicht eine Frau? sagen alle jene, die eine Alternative zu Fulvio Pelli suchen (und nicht finden)

Äthiopier nicht unterschätzen

Mittwoch, den 5. Oktober 2011 um 12:10

Es mag sein, dass die legendären äthiopischen Läufer derzeit von den Kenianern in den Schatten gestellt werden, aber die äthiopischen Frauen halten ihren hervorragenden Marktanteil in der Klasse der höchstrangigen Begleiterinnen. Was schon der Zürcher Autozar Walter Haefner, 100, sich seit Jahren gönnt, war auch  dem Frankfurter Bierbaron Bruno H. Haefner wichtig. Der gut 90jährige war der 29jährigen Äthiopierin Meharit verbunden, die nun um ihr Erbe kämpfen muss. Ich finde das nicht ganz fair: Die Damen haben sich den Bonus hart erarbeitet.

Vladimir Putin, grosser Erneuerer

Mittwoch, den 5. Oktober 2011 um 12:00

Jetzt, wo die grosse Volte zurück zu Vladimir Putin bevor steht, wo wieder viele reiche Russen Angst haben um das von ihnen angesammelte Geld, zeigt sich der alte wie neue Herrscher Russlands an kulturellen Fragen sehr interessiert. Er ist, wie schon Charles de Gaulle und Pascal Couchepin, der Auffassung, die vielen Fremdwörter würden der eigenen Sprache nicht gut tun und empfiehlt das Russische im Umgang mit allem. Den Schriftstellern empfiehlt er Kritik, aber sie müsse „talentiert“ sein.

„Talentierte Kritik“, das goutieren auch unsere Politiker in Bern. Will sagen, direkte Kritik ist eher verpönt, da man sich dann rechtfertigen muss. Einseitige Kritik ist absolut „out“, denn damit demaskiert sich der Kritiker. „Liebende Kritik“ ist nicht wirklich glaubwürdig; sie fällt eher in die Nähe des Schleimens.

Versuchen wir einmal zwei Beispiele talentierter Kritik:

  • „Herr Ministerpräsident, ist es nicht so, dass wir die Freiheit der Unternehmer vergrössern sollten, um deren Flucht ins Ausland zu verhindern?“ Das gäbe die Chance zu folgender Antwort: „Wer sein Land liebt, verlässt es nicht. Besonders nicht dann, wenn das Land seinen Einsatz braucht.“
  • „Frau Bundespräsidentin, sind Sie nicht der Auffassung, dass in der Schweizer Aussenpolitik der inhaltliche Wirkungsgrad bedeutender sein sollte als der modische?“ Calmy-Rey: „Wir sollten die diplomatische Bedeutung der Mode auf keinen Fall unterschätzen. Damit unsere diplomatischen Bemühungen auch erkannt werden, brauchen mehr denn je eine glänzende Schweiz.“

„Talentierte Kritik“, das lässt nichts Gutes ahnen.

Information an alle „Early Bird“-Leser:

Mittwoch, den 5. Oktober 2011 um 10:15

Unser Weblog „Early Bird“ ist ein seit sieben Jahren geführtes literarisches Tagebuch im Stil von Molière. Die Ereignisse in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft werden literarisch, das heisst aus einem persönlichen Blickwinkel überhöht dargestellt.

 
     
     
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