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Tagesarchiv für 29. September 2011

Zimmermädchen als Weltstar – spinnt DSK?

Donnerstag, den 29. September 2011 um 17:20

Jetzt ist Nafissatou Diallo in die Weltgeschichte eingegangen: DSK wirft dem New Yorker Zimmermädchen vor, „sie habe seine Bemühungen um die Rettung der Weltwirtschaft torpediert.“ Grossartig, hätte er nicht, wie er zugibt, das Zimmermädchen in eine schräge Lage gebracht und diese ihn nicht angezeigt, wären die Staaten nicht derart verschuldet, die Banken nicht mehr in einer Krise, die Jugendarbeitslosigkeit niedriger und die Griechen könnten weiter schlampen (mindestens die Oberklasse samt Kirche und Staat). Oralsex-Spezialist DSK will nun die diplomatische Immunität zugesprochen erhalten. Damit er die Welt retten kann, sollte man dieses kleine Wagnis eingehen. Immerhin haben die Zürcher mit dem Ex-Model Nadja Schildknecht (Ehefrau von CS-VRP Urs Rohner) an der Spitze, Roman Polanski auch vergeben.

Armutsbekämpfung auf indische Art

Donnerstag, den 29. September 2011 um 15:50

Den gut situierten Indern, welche die Schweiz besuchen, um in Luzern ihre Omega oder Rolex zu kaufen, ist es schon lange peinlich, wenn sie auf die hunderte von Millionen armer Inder angesprochen werden. Jetzt hat die Regierung in Delhi eine Lösung gefunden: Arm ist in Indien nur, wer unter 25 R (USD 0,50) auf dem Land und 32 Rupien (USD 0,70) pro Tag in der Stadt verdient. Damit wird die Armutsgrenze dramatisch gesenkt und die Leistung der Regierung wird erkennbar, den Mittelstand gestärkt zu haben; dazu gehören auch jene berühmt-erfolgreichen Menschen, die unter einem USD pro Tag verdienen. Merke: In zehn Jahren werden wir gezwungen sein, diesem Modell zu folgen.

Oskar Freysinger als Brunner-Vize

Donnerstag, den 29. September 2011 um 15:45

Der Walliser SVP-Nationalrat Oskar Freysinger hat alle Chancen, ein Vizepräsident der SVP Schweiz zu werden. Der perfekt vielsprachige Mittelwalliser Sekundarlehrer, ein Mann von hoher Intelligenz und brillanter Rhetorik, steht fest zu seiner Partei, behält sich aber eigene Positionen vor. Freysinger, 52, dessen intellektuelle Vitalität legendär ist, wäre in der Lage, der SVP in der Westschweiz endlich jene Position zu geben, die sie bisher nicht erreicht hat.

Derweil sinkt bei den Deutschschweizer Spitzenfreisinnigen der Glaube, die FDP könne am 23. Oktober einen nennenswerten Erfolg erzielen. „Halten ist noch das Beste, das wir erwarten dürfen“, sagen auch Insider. Die Grünliberalen, obwohl weitgehend ohne politischen Inhalt, dürften vor allem von abtrünnigen FDP- und CVP-Wählern profitieren.

Die SP ist weit und  breit kein Thema.

Hunde helfen den Bossen

Donnerstag, den 29. September 2011 um 14:14

„Wenn Sie geliebt werden wollen, dann nehmen Sie sich einen Hund“, sagt Oswald J. Grübel, als er noch CS-Chef war, zu seinen Mitarbeitern im oberen Kader. Begriffen hat dies Bundesrat Johann Schneider-Ammann, der sagt: „Meine grössten Fans sind meine Hunde, weil sie keine Zeitung lesen können….“

Zuneigung geniessen die Bosse in Wirtschaft und Politik offensichtlich nur im näheren Umfeld. Sie sind derart durch die Terminkalender gehetzt, dass Oswald J. Grübel seine Vorzimmer-Chefin zur Ehefrau nahm; auch der erfolgreiche CEO der Raiffeisengruppe, Pierin Vincenz, nahm mit Nadja Ceregato gleich die Chefin seines Rechtsdienstes zur Frau. Sie hatten offensichtlich keine Zeit, ihren gesellschaftlichen Spielraum darüber hinaus auszudehnen.

Wo Wirtschaftsführer „auf den Hund kommen“ und sich an den Medien reiben, sollten Politiker vorsichtiger sein. Ein Bundesrat hat ein öffentliches Amt, in welches er vom Schweizer Parlament gewählt wurde, dem er auch Rechenschaft ablegen muss. Die Medien sind ein wichtiges Element der Gewaltenteilung, auf welche die Schweiz mit Recht stolz sein kann.

Offensichtlich ist Oswald J. Grübel früh auf den Hund gekommen. In Bern läuft noch die Lernphase.

Fleissige Frau folgt brillantem Mann

Donnerstag, den 29. September 2011 um 12:15

Wer Jean-Daniel Gerber, den vormaligen seco-Chef hörte, spürte noch ein wenig vom Glanz Prof. Dr. Franz Blankarts, dem legendärsten aller Schweizer Aussenwirtschaftspolitiker, der zur Öffnung der Schweiz in den Weltmarkt entscheidend beigetragen hat.

Den brillanten Männern folgen fleissige Frauen. Bundesrat Johann Schneider-Ammann, der zum Schaden seiner Partei, der FDP, laufend an Ansehen im Publikum verliert, hat Marie-Gabrielle Ineichen-Fleisch, vielsprachige Tochter eines Nordschweizer Gesundheitsunternehmers, zur Nachfolgerin von Jean-Daniel Gerber gemacht. Der Unterschied ist frappant.

Was wir erleben, ist eine brave und überaus ehrgeizige Vorleserin ihrer Manuskripte, keine Persönlichkeit, die einen hochrangigen Stab zu beeindrucken mag. „Die wirtschaftlichen Herausforderungen der Schweiz“ vermag sie vorzutragen, wobei aufgrund der Aussprache nicht klar wird, ob sie unser Land als „safe heaven“ oder „safe haven“ sieht. Der Inhalt ihrer Ausführungen bewegt sich irgendwo zwischen dem „tagi“- und dem NZZ-Niveau. Wo Blankart brillierte und Gerber zu intellektuellen Ausflügen aufgelegt war, erscheint das Nichts:

  • Die Devisenkontrolle liegt „wahrscheinlich  bei der Nationalbank in Zusammenarbeit mit dem Bund“.
  • Der Bauwirtschaft „geht es langsam zu gut“.
  • Einen Bericht zum Cassis de Dijon-Prinzip (Anm: Und dessen kaum sichtbaren Erfolgen) erscheine erst später.
  • Den Berggebieten helfe man mit Tourismusförderung und der Unterstützung der Landwirtschaft (Anm: die zur Landschaftsgärtnerei mutiert).

Die dienende Funktion unserer Chefbeamten gegenüber den wesentlich erfahreneren Lobbyisten der A-Schweiz (Banken, Grosskonzerne) kommt darin zum Ausdruck. Es wird nicht mehr gestaltet, sondern gefördert.

Die Waadt wird Bern überholen

Donnerstag, den 29. September 2011 um 8:20

Das Waadtland zielt auf 870 000 Einwohner und wird noch bis zur Mitte dieses Jahrhunderts den Kanton Bern an Bedeutung überholen. In Bern haben wir derzeit gut 100 000 Einwohner mehr, aber das Wirtschaftswachstum der freien privaten Unternehmen ist stark rückläufig; nur die staatsnahen Betriebe SBB, Swisscom, SRG etc. bremsen diesen Vorgang vorläufig ab.

In der Waadt, angefeuert vom Wachstum der EPFL und der grossen globalen Konzerne, die zahlreiche Schweizer Dienstleister mit sich ziehen, wurden die Staatsschulden um über 80 % reduziert. Der Kanton ist sprungbereit für weiteres Wachstum, womit aus dem ehemaligen Berner Untertanenland ein neues Schweizer Zugpferd wird. Die Berner, pro Kopf mit fast CHF 1200.– von den reichen Kantonen, darunter auch der Waadt, subventioniert, leben in semi-griechischen Zuständen: Alle jammern, der Staat spart nicht, der Wagen ist zu schwer beladen und steht de facto gleich still.

 
     
     
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