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Tagesarchiv für 27. September 2011

Schweiz als Fluchtburg gefragt

Dienstag, den 27. September 2011 um 14:15

Es macht durchaus Sinn, dass es gerade die reichen Italiener, Griechen und Portugiesen sind, die weiterhin ihr Geld, deklariert oder nicht deklariert, in die Schweiz bringen. Wie Boston Consulting uns wissen lässt, bleibt die Schweiz als Fluchtburg des Geldes gefragt.

Griechenland, das während 170 Jahren mehrfach Bankrott ging, könnte man eigentlich auflösen, in einen anderen Staat integrieren. Die Reichen sind schon lange in die Schweiz ausgewandert und benutzen in der alten Heimat nur noch einige Produktionsstätten, Häfen für die Boote und eigene Inseln zur Unterhaltung von Familie und Freunden.

Die verbleibende Armut zu finanzieren, macht wenig Sinn.

Blocher-Wort- oder Blendgranaten?

Dienstag, den 27. September 2011 um 13:50

Das Mantra unserer bürgerlichen Politiker lautet, mit Investitionen in Forschung und Entwicklung werde unser Land den Weg in die Zukunft bestehen. Nicht so der Zürcher Star-Politiker Dr. Christoph Blocher, der sich vor den Wahlen wie folgt zitieren lässt: „Wenn der Staat einfach Geld verteilt, um Arbeitsplätze in der Forschung und Entwicklung zu subventionieren, bringt das nichts. Es sind unfruchtbare Arbeitsplätze.“ Jetzt sage man mir, ob es sich bei diesen beiden Sätzen um Blocher’sche Wort- oder Blendgranaten handelt?

Ein Höhepunkt des Schweizer Journalismus

Dienstag, den 27. September 2011 um 13:00

Der UBS-Konzern taumelt, weil während Jahren kein internes Kontrollorgan darauf aufmerksam wurde, dass ein heute 32jährige Bankmitarbeiter in London unmässige Risiken einging, die einen Verlust von über 2,3 Mia. Franken auslösten.

Der UBS-Konzern taumelt, weil „Ossi“ Grübel, der CEO, über Nacht gehen musste oder wollte und der Nachfolger, ein Tessiner, nur „ad interim“ eingesetzt wurde.

Der UBS-Konzern taumelt, weil VRP Kaspar Villiger jegliche Glaubwürdigkeit verloren hat und sein gewählter Nachfolger erst 2013 antreten soll. Dass dies gut geht, glaubt kein vernünftiger Mensch, zumal Villigers Nachfolger noch nie eine Grossbank geführt hat.

Der UBS-Konzern taumelt, weil die Grossbank, auch unter „Ossi“ Grübel nicht, eine glaubwürdige „Story“ und Kommunikationsstrategie aufgebaut hat. Kommunikation heisst bei der UBS verlängertes Marketing.

In dieser heissen Situation lässt die „Schweizer Illustrierte“, soeben auch ihres Chefredaktors verlustig gegangen, Urs Rohner, den VRP des notleidenden Credit Suisse-Konzerns, seinen ehemaligen Arbeitgeber in einem Portrait beschreiben, „weil sich Ossi Grübel diesen Autor gewünscht hat.“ Wenn dann der 85jährige Helmut Hubacher, eine Blattseite weiter, mangels eines anderen Schweizer Sozialdemokraten mit Intellekt, den 92jährigen Helmut Schmidt, ehemaliger deutscher Bundeskanzler, zitieren darf: „Ich kenne nur normale Menschen, dann Kriminelle und zuletzt Investmentbanker“, ist dieser Höhepunkt des Schweizer Wirtschaftsjournalismus‘ komplett. Merke: Wir haben die Banker verdient, die wir haben und laufend zuwählen, denn nicht einmal die Redaktionen wagen es, die richtigen Fragen zu stellen.

Was ist eine „Schweizer Firma“?

Dienstag, den 27. September 2011 um 7:55

Die indische Regierung ist der Auffassung, die Swiss sei Teil eines deutschen Konzerns und droht an, Landerechte in Indien zu verweigern. Die Swiss antwortet: „Wir sind eine Schweizer Firma mit Sitz in der Schweiz.“

Hier wird die Kernfrage gestellt: Was ist eine Schweizer Firma? Ist der Sitz entscheidend oder die Verfügungsgewalt? Am UBS-Konzern, der seit Jahren im Investmentbanking riesige Beträge im Ausland verliert, die er zuvor von den Schweizer Sparern eingesammelt hat, wird deutlich: Das Vermögen des Konzerns entsteht weitgehend immer noch in der Schweiz, aber vernichtet wird es in England, den USA und andernorts in der Welt.

Wenn man davon ausgehen darf, dass eine „Schweizer Firma“ auch „Schweizer Interessen“ vertritt, ausser denjenigen vom Steuerzahler gerettet zu werden, sind weder die Swiss noch die UBS „Schweizer Unternehmen“. Die Finanzmittel fliessen ab ins Ausland, die Führung wird weitgehend von Ausländern gestellt. Einige Schweizer Management-Darsteller dürfen zur Wahrung des Scheins meist unbedeutende, aber gut bezahlte Positionen besetzen.

 
     
     
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