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Tagesarchiv für 20. September 2011

Sichern Private besser?

Dienstag, den 20. September 2011 um 16:20

An private Armeen haben wir uns gewöhnt. Schiessen sie gelegentlich Private über den Haufen oder vergewaltigen sie Unbeteiligte, sind dies Kollateralschäden, die im Krieg, wie uns die Verantwortlichen wissen lassen, nun einmal unvermeidlich sind. Die Schuldigen werden bestraft, basta! An Privatgefängnisse haben wir uns auch gewöhnt. Ernsthafte Klagen aus diesen Sicherungsverwahrungen habe ich bisher nicht vernommen, jedenfalls nicht mehr als aus den staatlichen.

Seit einiger Zeit privatisieren die SBB auch die Bahnpolizei, die demnächst mit Schusswaffen durch die engen Flure in den Zügen ziehen wird. Als Passagier ist man geraten, nun keinerlei Risiko mehr einzugehen, auch jegliches Zittern zu vermeiden, wenn ihn der strenge Blick des privaten Aufsehers trifft. Erfahrene ältere Zugbegleiter bestätigen, die Passagiere seien keineswegs aggressiver geworden; im Gegenteil. Katrin Meyer, die an den Unis St. Gallen und Luzern lehrt, sagt: „Die gegenwärtige Ökonomie macht aus Gefahren gewinnträchtige Risiken.“ Daran ist schon der griechische Staat gescheitert, der Milliarden gegen „die türkische Gefahr“ investierte, die real nie vorhanden gewesen ist.

Was macht Tschechien besser als die Schweiz?

Dienstag, den 20. September 2011 um 12:30

Gut 70% der tschechischen Exporte gehen nach Deutschland. Trotz starker eigener Währung klagen die tschechischen Firmen nicht über eine den Export schädigende Aufwertung ihrer eigenen Währung. Was macht Tschechien besser als die Schweiz? Die fleissigen Tschechen leben noch in der Realwirtschaft und haben keine Banken, die mit Devisengeschäften goldene Nasen verdienen wollen. Es ist der von den Banken geförderte Geldzustrom in die Schweiz, der den Franken über Gebühr nach oben getrieben hat; mit den Geldern der Steuerzahler muss er via Nationalbank wieder in Bodennähe gebracht werden. In Tschechien ist die Realwirtschaft der Gewinner, in der Schweiz die Finanzwelt.

Nr. 115

Dienstag, den 20. September 2011 um 10:30

Micheline Calmy-Rey zählt als Genfer Bundesrätin, was politisch korrekt ist, aber die umtriebige Mode-Oma ohne nachweisbare aussenpolitische Erfolge ist eine Unterwalliserin; ihr Temperament bezeugt dies.

Wenn im Dezember der 115. Schweizer Bundesrat seit 1848 gewählt wird, ist dies ein grossartiges Zeichen Schweizer Stabilität. Nur 115 Spitzenpolitiker brauchte die Schweiz, um ihren erfolgreichen Weg aus dem 19. Jahrhundert in das 21. zu gehen.

Ob die einst dominierende FDP, welche durch ihre eigene Überheblichkeit und die Unterschätzung von Dr. Christoph Blocher als Gründer der „neuen SVP“, im Dezember den zweiten und vorletzten Bundesrat halten kann, ist derzeit offen wie nie. Weder Didier Burkhalter noch Johannes Schneider-Ammann haben jenes Kaliber entwickelt, das man von einem Bundesrat in der globalisierten Schweiz erwarten darf. Didier Burkhalter blieb, was er war, Parteisekretär; Schneider-Ammann, dem man nach seinem Kampf gegen Marcel Ospel in der Spitze der économiesuisse mehr zugetraut hatte, blieb „der Mann aus Langenthal“. Bei seiner Wahl sagte Christoph Blocher: „Dieser Herr wird sich die Finger nie schmutzig machen.“ Er hatte, bisher,  leider recht.

Geistig beschränkte US-Elite

Dienstag, den 20. September 2011 um 8:15

Nicht nur haben die US-Amerikaner jetzt auch offiziell über 46 Mio. arme Menschen, die sogenannte US-Elite lässt auch ihre Weltschätze verrotten, wie das Geburtshaus von Edgar Allan Poe in Baltimore. Wie hier schon einmal beschrieben, ist es ein enges zweistöckiges Häuschen, vollgepackt mit Memorabilia, wo einer der berühmtesten Poeten der Welt grosse Teile seines Werkes schuf. Für die New Yorker Geld-Elite ist die Rettung dieses Weltkulturerbes, das jährlich nur 5000 Besucher hat, meistens aus Europa und Asien, kein Thema. Beim Einmarsch im Irak sagte Dick Cheney nur: „Haben die denn so viele Vasen?“ Schon die Römer, obgleich in ihrer Expansion kontrollierter als die USA heute, gingen an der Borniertheit ihrer Eliten unter, die von den damals aufstrebenden Germanen abgelöst wurden. Hoffentlich sind wir klüger, was ich fast nicht glauben kann.

 
     
     
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