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Tagesarchiv für 19. September 2011

Der neue Marco Polo

Montag, den 19. September 2011 um 17:00

Köstlich, als der Italiener Marco Polo aus dem sagenhaften China zurückkam, warf man ihn ob seiner Lügengeschichten ins Gefängnis. Die Italiener wurden eines der erfolgreichsten Völker Europas, das nie zu einem Weltreich kam, weshalb Mussolini den grauenhaften Abessinien-Feldzug startete, der im Debakel endete.

Der italienische Grössenwahn, wie er sich fratzenhaft im Gesicht des amtierenden Ministerpräsidentin Silvio Berlusconi spiegelt, geht nun im Schuldendebakel zu ende. Finanzminister Giulio Tremonti reist als neuer Marco Polo nach Peking, um dort um Milliardenkredite für den italienischen Staatshaushalt zu bitten. Jetzt sollten ihn die Chinesen ins Gefängnis werfen. Das kann doch nicht wahr sein, la bella Italia banca rotta?

Wer ist Ausländer, wer Einheimischer?

Montag, den 19. September 2011 um 15:15

Für einfache Menschen wie auch juristisch ist es wichtig, ob jemand ein Schweizer oder eine Schweizerin ist oder ob man eine Schweizer Firma oder eine ausländische ist. Die Goldküstengemeinde Meilen am Zürisee wollte der „ausländischen Firma Swarowski“ nicht abnehmen, dass diese rechtmässig im Besitz eines 1000 qm grossen Seufergrundstücks im Wert von Fr. 4 Mio. gekommen ist. Gemäss Lex Friedrich sei der Kauf nicht rechtmässig zustande gekommen. Was ist nun mit allen jenen Schweizer Unternehmen, die als schweizerisch gelten, obgleich sie längst ausländisch kontrolliert sind: Nestlé, Novartis, Swiss Re, UBS, CS und viele andere mehr? Dürfen solche Unternehmen Immobilien nach Lust und Laune kaufen oder nicht, obwohl sie eigentlich „ausländische“ Unternehmen sind.

Merke: Die Schweiz ist längst nicht mehr die Schweiz, auch dann nicht, wenn Dr. Christoph Blocher sie, die alte Schweiz, die B-Schweiz, heldenhaft verteidigen will. Familie Blocher ist eine Einwandererfamilie mit einer stürmischen Vergangenheit, ganz wie Nick Hayek auch und Zehntausende anderer „Schweizer“, deren Gene nicht aus heimischer Erde stammen.

Economiesuisse ist eine Spitzenorganisation der „alten“ Schweiz, während Swiss Holdings die viel wichtiger Organisation der neuen und künftigen Schweiz, der A-Schweiz, geworden ist.

This ist the new game.

„Sexy Politik“ ist in

Montag, den 19. September 2011 um 14:14

Sogar in der Kantonsschule Winterthur, wo man bei den Schülern vor den Wahlen Politik diskutieren lässt, fasste der Versammlungsleiter das Ergebnis zusammen: „Wir wollen zeigen, dass Politik sexy sein kann.“ Nicht mit von der Partie war Claudine Esseiva, die Generalsekretärin der FDP-Frauen Schweiz, die stolz darauf ist, mit ihrer nackten Oberweite, die nur von einem Balken verdeckt war, das Interesse der Schweizer Öffentlichkeit und das des niedergehenden deutschen Wochenmagazins „focus“ gefunden zu haben. Mit „Nicht mehr oben ohne“ warb sie für „Mehr Frauen in der Teppichetage“. Mit ist kein Unternehmen, auch kein Headhunter bekannt, der darauf positiv reagiert hätte. Im Kern geht es nur um eines: Auffallen, um gesehen zu werden. Was früher den Hippies in Kalifornien vorbehalten war, wird nun zur Praxis beim politischen Nachwuchskader der FDP Schweiz, die am 23. Oktober um ihren Klassenerhalt im Parlament kämpfen muss. Wenn Karin Keller-Sutter und Fraktionschefin Gabi Huber sich dieser Kampagne anschliessen, will ich bereuen und sagen, die freisinnigen Jungfrauen hätten recht; andernfalls bleibe ich bei meiner Meinung: Nackte Frauen ohne knackige Politik sind wenig hilfreich.

Wie weit lassen wir sie an uns heran, die Grosswildtiere?

Montag, den 19. September 2011 um 8:00

Die Kernfrage lautet doch: Wie weit wollen wir die Grosswildtiere Wolf, Luchs und Bär an uns Städter heran lassen? Nach Einsiedeln? Das könnte schon kritisch werden, denn die Zehntausende von Pilgern könnten aus ihren Gebeten gerissen werden? In das Emmental? Offensichtlich bricht dort gerade die Wirtschaft zusammen, weshalb das Eindringen von Wolf, Luchs und Bär kaum verhindert würde. In La Chaux-de-Fonds? Kaum, denn die industriell geprägte Bevölkerung würde das nicht dulden. Auf dem Gurten oder dem Uetliberg? Nie im Leben, denn auf den beiden Hausbergen von Bern und Zürich spielen viele Kinder und gehen die Alten spazieren.

Aber auf den Walliser, Waadtländer und Bündner Alpen sollen Wolf, Luchs und Bär sich frei entfalten dürfen. Dort leben ja nur Bergbauern, die sich kaum mündlich oder schriftlich ausdrücken können, jedenfalls nicht so elegant wie die Berner Beamten, die als „Göttis“ der Wildtiere auftreten. Entweder bleiben die Hochalpen für ihre Bewohner, Wanderer und andere Touristen frei und sicher zugänglich oder sie werden zu Unsicherheitszonen, wo es zu „Unfällen“, „casualities“, kommen kann, ganz wie in den USA, Kanada und sonst in der Welt.

Die mit Millionen aus den Taschen der Steuerzahler geförderten Wildtier-Schützer, die dann ebenso teure Herdenschützer zur Folge haben, sind ein Wildwuchs sondergleichen. Man sollte diese Herren einer geordneten Tätigkeit zuführen, die den Wohlstand der Schweiz mehrt und nicht die Unsicherheit auf den Alpen fördert.

 
     
     
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